Buholzer neu im Comité
21. August 2025 | Von André Auderset
Das Fasnachts-Comité hat Lukas Buholzer ins Comité berufen: Buholzer ist 50 Jahre alt und war 20 Jahre aktiver Fasnächtler bei einer Wagenclique, einige Jahre auch als deren Obmann.
Das Fasnachts-Comité hat Lukas Buholzer ins Comité berufen: Buholzer ist 50 Jahre alt und war 20 Jahre aktiver Fasnächtler bei einer Wagenclique, einige Jahre auch als deren Obmann.
Das «Pfyfferli 2025» ist bekanntlich für die Swiss Comedy Awards in der Kategorie «Ensemble» nominiert. Den Sieger bestimmt eine Fachjury. Es gibt aber auch noch den Publikumspreis – und da entscheidet «das Volk». Basel ist also gefordert!
Mit dem Ziel, das immaterielle Kulturerbe der Basler Fasnacht langfristig zu bewahren, ist das Projekt Dokumentation Basler Fasnacht die Umsetzung einer digitalen Plattform gestartet. Rund 80 interessierte Fasnächtler folgten am Anfang April der Einladung ins Kollegienhaus der Universität Basel, um sich über das Vorhaben zu informieren und aktiv mitzugestalten.
Erwartungsgemäss beherrschten die Themen BVB (es schneyelet), Baustellen (Kellers Streiche) und die Rekrutierungsprobleme der Basler Polizei (Eymann sucht Schugger) auch bei der BSG die Verse. Manche fanden unter den Augen von Bundesrat Beat Jans (Bild) an diesem stimmungsvollen Schlussoobe in den Rasser-Theatern aber auch sehr überraschende Sujets.
Die Voraussagen sahen ja erst Schlimmes kommen, zum Schluss war es denn nicht ganz so arg – aber nach der Kür am Montag gestaltete Petrus den Mittwoch-Nachmittag schon eher als Pflichtübung. Die Cortège-Teilnehmer sahen es meist locker und hatten den Vorteil, sich durch deutlich geringere Menschenansammlungen drücken zu müssen. Wir waren erneut am neuen Comité-Standort am Claragraben.
Der Fasnachts-Dienstag bietet gleichzeitig hektisches Chaos und freudvolles Innehalten. Für den Betrieb sorgen vor allem die Kinder, welche die Innerstadt mit Leiterwagen, allerlei sonstigem Gerät oder auf den grossen Waggis- und Cliquenwagen in Beschlag genommen haben. Ruhiges Innehalten ermöglicht der Blick auf die Laternen auf dem Münsterplatz und auf die Wagen und Requisiten in der entsprechenden Ausstellung auf dem Kasernenareal.
Nur kurz hatte Petrus die Fasnächtler geärgert. Zum Beginn des Cortège waren die Strassen abgetrocknet. Ein manchmal bunter, aber oft auch grau-schwarz düsterer Zug bewegte sich auf der Route, die ungewohnterweise nun auch durch den Claragraben führte. Vom dortigen Comité-Standort die nachfolgenden Eindrücke.
Wie angekündigt kam mit der Morgendämmerung der Regen. Dies konnte die meisten der Aktiven nicht vom Gässle abhalten – wie die Video-Sequenzen unseres Partners PrimeNews klar beweisen.
Petrus liess Gnade walten und gönnte den Fasnächtlern vor dem angekündigten Regen einen trockenen Morgestraich. Erleichtert zeigten sich die Aktiven und zelebrierten einen herrlichen Fasnachtsbeginn. Massen von Zuschauern verfolgten das Geschehen.
Einpfeifen der Laternen, Einweihen der Waggiswagen und einfach das gesellige Zusammensein der fasnächtlich Aktiven mit ihren Freunden, Bekannten und Passivmitgliedern. Danach nimmt man noch einen und sucht zuhause ein bisschen Schlaf bevor es losgeht. Wir haben wenige Stunden vor dem Morgenstreich in der Stadt den Puls gefühlt.