Hyylgschichte

Das doppelte asiatische Wunder
25. März 2012 | Von

Die «Gääle Hamschter» waren eine Trommelgruppe – und was für eine. Natürlich nur Männer – «Frauen braucht’s an der Fasnacht zum Servieren» – und auch sonst überwogen diejenigen Ansichten des Lebens, welche einige als vaterländisch, andere aber auch im Sozialarbeiter-Jargon als machohaft- faschistoid bezeichnen würden. Besonders der Hausi war ein echter «Hamschter». In nüchternem Zustand  [weiterlesen ...]


Unheimliche Begegnung der fasnächtlichen Art
24. Februar 2012 | Von

Ein Unglück kommt selten allein; dieser Satz kam dem Ludwig – oder Ludi, wie ihn alle seine Freunde nannten – an diesem Fasnachtsmontag oft in den Sinn. Zuerst hatte er beinahe den Morgenstraich verschlafen – einer der 17 «Gspritzte» bei der Laternen-Vernissage – war wohl schlecht -, danach goss ihm ein ziemlich betrunkener Südschwede einen  [weiterlesen ...]


Völker verbindende Fasnacht
17. Februar 2012 | Von

Er heisst Urs, ist Lokaljournalist bei einer kleinen Zeitung aus der Region Basel, und er hat drei grosse Leidenschaften: Fasnacht, Fussball und Frankreich. Das ganze Jahr lebt er für seinen Verein «Fortuna», über den er in seinem Blatt auch schreibt. Spätestens ab dem Spätherbst wird die Fasnacht aktuell: er schreibt Zeedel für Cliquen, malt Sprüche  [weiterlesen ...]


S Fasnachtsmysli / Ein Schatz für Sekunden
10. Februar 2012 | Von

Überall auf der Welt – ob in Rio, Venedig oder Düsseldorf – werden neun Monate nach Fasnacht, Fasching oder Karneval viele Kinder geboren; nicht so in Basel, denn während den schönsten drei Tagen «hett dr Bebbi kai Zyt». So hat es der bekannte Basler Journalist Sten einmal geschrieben – und so stimmt es auch. Während  [weiterlesen ...]


Und erstens kommt es anders…
2. Februar 2012 | Von

Sämi liebt die Fasnacht und besonders seine Arbeit während dieser Zeit. Er ist nämlich Reporter beim «Bebbistab», einem Gratisanzeiger, der Basel zwar mehrheitlich mit Inseraten und PR-Artikeln überflutet, die Fasnacht aber redaktionell aber recht breit abdeckt. Dass dies Sämis Aufgabe war, hat den unschätzbaren Vorteil, dass er sich beim Besuch der vielen vorfasnächtlichen Anlässe nicht  [weiterlesen ...]


Nicht mehr tragbar
25. Januar 2012 | Von

Es gibt Leute, die tragen an der Fasnacht schwer. In der Guggenmusik sind es die Sousaphon-Spieler, in den Cliquen die Laternenträger. In den meisten Cliquen wird zwar nicht mehr getragen, sondern gezogen; Träger sind schwer zu finden, und so ist das charakteristische Schwanken der grossen Lampen am Morgenstreich kaum noch zu sehen. Bei den «Basler  [weiterlesen ...]


Bänggler wider Willen
11. Januar 2012 | Von

Für seine Heidi tat Rolf alles, auch wenn Heidi gar nicht die Seine war. Wenn es so gekommen wäre, hätte sich der Rolf aber nicht beklagt. So war es auch keine Frage, wer die Verse schrieb, als Heidi beschloss, mit einer Freundin zusammen Schnitzelbänke zu singen. Schliesslich war Rolf Schriftsteller, zwar kein erfolgreicher, aber immerhin.  [weiterlesen ...]


Die Seele des Vereins
29. Dezember 2011 | Von

In jedem Verein gibt es ihn (oder sie), die Person, die immer da ist, wenn etwas zu tun ist – jemand, der eigentlich nie Zeit hat, aber trotzdem immer wieder überredet wird, ein Amt zu übernehmen, eine Arbeit auszuführen. Kurz: überall vorhanden ist sie und unverzichtbar ist sie: die Seele des Vereins. Bei der Pfeifer-Gruppe  [weiterlesen ...]


Die Flucht aus dem Schnee
18. Dezember 2011 | Von

Jakob ist das, was man einen alten Fasnachtshasen nennt, gut 30 Jahre ist er bei den Stänzler Tambour, hat von den Binggis über die junge Garde alle Stufen bis zum Stamm durchschritten und ist auch heute noch eine wichtige Stütze der Clique. Aber er ist auch seit zwölf Jahren verheiratet, und genauso lange liegt ihm  [weiterlesen ...]


Das Gutgemeinte ist der Feind des Guten
23. Juni 2011 | Von

In der Guggenmusik Guetzlistampfer gab es zwei, die unzertrennlich waren: die beiden Posaunisten Peter und Harry. So erstaunte es auch nicht, dass Harry am Fasnachtsmontag als erster merkte, wie schlecht der Peter «zwääg» war. Am ersten Halt des Cortèges zog er ihn denn auch sofort zur Seite, bestellte an der Bar erst mal zwei Bier  [weiterlesen ...]