Hoch auf dem weissen Wagen!
15. Februar 2016 | Von Daniel Thiriet
Ich habe heute meinen ersten Tag auf dem Wagen der Routebysser erlebt. Und ich bin fix und fertig. Waggis an der Seite der jungen Wilden ist kein Ponyhof. Sondern harte Arbeit…
Ich habe heute meinen ersten Tag auf dem Wagen der Routebysser erlebt. Und ich bin fix und fertig. Waggis an der Seite der jungen Wilden ist kein Ponyhof. Sondern harte Arbeit…
Nur der Himmel war grau am Fasnachts-Montag, der Cortège dagegen präsentierte sich in voller Farbenpracht, von den Kostümen der Aktiven über die kunterbunten Requisiten bis zu den mächtigen Laternen und Wägen. Obwohl: Alles war nicht bunt; einige Formationen spielten auch rabenschwarze oder zumindest graue Sujets aus.
Die „Lieblingsfrage“ aller Fasnächtler konnte zufriedenstellend beantwortet werden: Ja, Petrus ist ein Basler und ja, es gab einen Morgenstraich in buchstäblich trockenen Tüchern. Weil dies aber lange nicht so klar war, wurden wohl einige Zuschauer abgeschreckt. Das Gedränge am Strassenrand war deutlich kleiner als auch schon. Den Aktiven wars recht.
Basler Fasnacht Online wird seinem Namen auch während der „drey scheenschte Dääg“ 2016 gerecht werden und möglichst umfassend berichten. Dabei stehen die traditionellen Tagesberichte über das fasnächtliche Geschehen genauso im Vordergrund wie überraschende Geschichten und der gewohnte Service.
Bereits zum 17. Mal feierte die offene Kirche Elisabethen ihren Fasnachtsgottesdienst. Unter dem Motto „Gäll de kensch mi nit“ näherte man sich gemeinsam andächtig, beschwingt, lustig, melancholisch und höchst fasnächtlich, den „drey scheenschte Daag“.
Seit 41 Jahren verkleiden d Lufthyyler-Waggis mit viel Aufwand und Freude die ehrenwerten Drei Könige am gleichnamigen Hotel in „drei Waggis“. Der einstige Kleinanlass zur Eliminierung der Schwellenangst während der Fasnacht, hat sich zu einem Top-Event der Basler Prominenz entwickelt. Fasnacht.ch war dabei: Und zwar vom unbeachteten Anfang des Tages an…
Die Vorfasnacht ist – so behaupten einige der Protagonisten – intensiver, länger und wesentlich anstrengender als die eigentliche Fasnacht. Eine Form der Vorfasnacht sind die zahlreichen „Stuubede“ , die in diesen Wochen stattfinden. Fasnacht.ch hat eine davon – an einem ziemlich ungewöhnlichen Ort – besucht.
Das Drummeli 2016 ist Geschichte. Historisch die Buhrufe an der Premiere für die Rahmestiggli. Änderungen, Anpassungen und Improvisation derselben bis zur Derniere sind gelungen. Nicht nur wegen den Dernieren-Gags der Cliquen, sondern auch wegen der konstant guten Leistungen der auftretenden Formationen ist das Drummeli musikalisch ein guter Jahrgang.
„E gmietlige Oobe im stimmigsvolle Zääntekäller vom Marionette-Theater mit druggfrische Schnitzelbängg. Derzue neyi Raamestiggli mit unsere Figuure und e feyn Buggee mit Piccolo-Deen und rassige Drummelwirbel.“ Das sind schon fast geflügelte Worte, wenn es um die Vorstellung des „Källerstraich“ im Marionetten-Theater geht. Aber die Beschreibung dieser etwas anderen Vorfasnachtsveranstaltung, trifft den Nagen auf den Kopf.
Wenn man an einem Samstag im Januar vor einem Bauernhof oder einer Halle eine verdächtig hohe Anzahl an Geländewagen oder sonstigen Autos sieht, kann man davon ausgehen, dass in dem Gebäude eine Wagenclique an ihrem Fasnachtswagen bastelt. So auch die Routebysser, die in einer riesigen Werkstatthalle einer Zaunfabrik in Münchenstein ihre beiden Wagen bauen.