Vo wäge kai Cortège!
7. März 2022 | Von Daniel Thiriet
D Wääge haben für einen grossartigen Ersatz-Cortège gesorgt!
D Wääge haben für einen grossartigen Ersatz-Cortège gesorgt!
Ganz unorganisiert ist sie, die Fasnacht 2022 – dem Montag als erstem Tag dieser speziellen Fasnacht, hat es in keiner Weise geschadet. Ganz im Gegenteil: Man sah (noch) viel mehr Kreativität als sonst und man sah sie in der ganzen Innerstadt. Ein tolles Erlebnis für Aktive und Zuschauer, Fasnacht, wie sie sein soll, voller Aktivität mit einem Schuss Anarchie.
Schwelgende Aktive, weniger Passive als auch schon, eine etwas zurückhaltende Stimmung und das perfekte Wetter: Der Morgestraich 2022 präsentiert sich als zartes Pflänzchen, dass zwei magere Jahre durchgehalten hat und nun wieder aufblüht – zart und etwas leise zwar, aber ungebrochen.
Der Auftrag war klar: «Gang in d Stadt und gschpyyr d Stimmig vor dääre spezielle Fasnacht!»
Im 2022 pausieren 3 Bängg, 6 machen aber mit. So begrüsste Bebbi Bängg Obmann Simon „Muuri“ Maurer die Gäste im Theater Arlecchino zum Bebbi Bängg-Matinee nach zwei Jahren pandemiebedingtem Unterbruch.
Traditionsgemäss finden in den Cliquen- und Guggenkeller am Freitag vor Morgenstreich unzählige Stuubete statt, in welchen ein veritables Fasnachtsprogramm und ein herzhaft kulinarisches Angebot dargeboten wird. Endlich durfte diese schönen Tradition nach der Zwangspause weitergeführt werden. Stellvertretend berichtet das BFO von der Stuubete im Keller der Guggenmusig Ohregribler 1974. Danke für die Einladung!
Darauf hatten Rolf Tschan und Patrick „Almi“ Allmandinger lange warten müssen. Endlich durfte man in der Fasnachtstuube eine Fasnachtsstuubete feieren. Die 40 Plätze waren innert kürzester Zeit vergriffen.
Der Münsterplatz dürfte an dieser Fasnacht zu einem Hotspot im bestens Sinne werden. Zum einen sind hier die Laternen zu sehen, zum anderen ist der Platz attraktiv zum Gässeln. Dazu beitragen dürfte auch das neue gastronomische Konzept mit zwei Zelten, die fast durchgehend Platz bieten.
Manege frei heisst es im diesjährigen «E Bsuech im Fasnachtshuus». Die Safranzunft wird kurzerhand in ein Zirkuszelt verwandelt. Auch das Essen folgt dem roten Faden mit Popcorn, Zuckerwatte und Lebkuchen-Crumble. Grandiose Idee mit noch besserer Umsetzung.
Gerade an dieser speziellen Fasnacht sei es wichtig, gegenseitig Rücksicht zu üben, betonten die Verantwortlichen des Fasnachts-Comité an der heutigen Medienorientierung. Es bleibt dabei, dass es keinen organisierten Cortège gibt, jedoch viele geplante und spontane Aktionen. Damit alle aneinander vorbeikommen und miteinander Fasnacht machen können, brauche es gegenseitiges Verständnis – und eben Rücksicht.