Wie immer ist das Basler Vorfasnachtsvolk – hier insbesondere das gehobenere – gespannt, welche „Lyyche“ d Zofinger in diesem Jahr sezieren. Und es werden drei Hammer-Lyyche!
Die Zofingia Basel führt seit 1889 ihr Zofingerkonzärtzli durch. Und immer sind es die männlichen Studenten der Studentenverbindung „Zofingia“, die – nebst ihren Abschlussprüfungen – auch noch ein witziges „Conzärtli“ entwerfen, einstudieren und aufführen. Zuerst wird ein klassisches Musikstück zum Besten gegeben (meist mit Gesang und Klavier) und dann stürzen sich die Studenten in Maske und Goschdym und persiflieren das Jahr. Meistens mit Kalauern und auch zeitweilig hölzernen Pointen. Aber mit viel Witz, Gesang und Kreativität. Alles in allem: Ein Genuss.
Die Hauptsache sind die drei Lyyche. Die Personen, auf welche die Spitzen der Texte abgefeuert werden und welche auch von drei der Studenten nachgespielt werden. Was vorallem bei weiblichen Figuren ein grosser Spass ist.
Nun: in 2024 werden dies sein: Viola Amherd, David Degen und Beat Jans. Und weil wir uns hier in studentischen Sphären bewegen, erhalten die drei immer gleich einen Vulgo-Namen: Amherd heisst im Stück Voilà Jet-kläärt, David Degen wird „Daschkai Sääge“ genannt und Beat Jans wird zum „Bundes Hans“.
Man darf sich also auf diese Sketch-Orgien im Saal San Francisco des Congress Centers freuen. Weil es wird ja auch noch gesungen. Und wenn dann die feschen jungen Herren ihre Studentenhymnen anstimmen, dann läuft es – wenigstens mir – kalt den Rücken runter.
Ein Besuch des Conzärtli ist – einfach, dass es mal gemacht ist – sehr empfehlenswert: Nebst den Darbietenden ist auch der Hauptharst des Publikums eine Nummer für sich! Der grosse Teil der Menschen kommt aus dem Basler Daig und in den Pausen hört man reinstes Baaseldytsch! Und dann gibts die Paschteetli als Pausenverpflegung. Die sind teuer und Kult. Aber wer keins ergattern konnte – dem wird was fehlen.
Die Neuerung in diesem Jahr: Der Gang zur IWB in die Steinenvorstadt entfällt: Da hat wohl einer der Studenten neben den Prüfungsvorbereitungen noch Zeit gefunden, den Vorverkauf zu revolutionieren: er findet – ab sofort – im Internet statt: www.zofingia-basel.ch/ticketshop. Und wer es ganz schnell erledigen will, der gehe via u.s. QR-Code.
Und eine weitere Neuerung: Das Programmheft ist bereits jetzt – ebenfalls auf der Website Zofingia oder per QR-Code“ erhätlich. Selbstverständlich wird es an den drei Abenden auch physisch aufgelegt.
Ach ja, und da ist noch was: Heute, 5. Jänner 2024 findet die sogenannte Mordnacht statt. Da ziehen die Studis in tiefer Nacht durch die Stadt und kleben ihre Plakätli auf Montere (das wären Schaufensterscheiben…), Fensterläden, Hauswände, Türen oder IWB-Kästen. Was bei einem echten „Mord“ nicht geht – das Rückgängig machen – geht bei der Zofingia: Wenn nämlich ein Plakätli irgendwo klebt, wo es partout nicht hingehört, kann man den Studis ein Mail schreiben: „mordnacht2024@gmail.ch“ und das Plakat verschwindet wieder.
Machen Sie sich einen Gefallen und kaufen Sie ein Ticket fürs Zofingerconzärtli 2024. Es kostet viel weniger als in anderen Sälen und macht Spass. Garantiert.
Die Vorstellungen finden im Saal San Francisco im CC Basel statt. Und zwar am 8., 9. & 10. Februar.
QR-Code für das Programmheft und den Vorverkauf.




