Drummeli „Zrugg im Kiechli“ – Omikron sei Dank…

26. Januar 2022 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

  Unser Berichterstatter hat dem Omikron-Mutanten einen Brief geschrieben.

Lieber Omikron-Mutant!

Ich weiss zwar nicht, in welcher Sprache ich Dich anschreiben muss. Aber da Du ja praktisch auf allen Kontinenten des Planeten zu Hause bist, nehme ich an, Du verstehst es, wenn ich Dir in einfach Deutsch und deutlich schreibe?

Gerade eben komme ich von der Medienkonferenz der grössten Basler Vorfasnachtskiste zurück: dem Drummeli! Und ich habe dort Menschen getroffen und Dinge erfahren, über die ich Dir unbedingt erzählen muss:

Aufgrund Deines Aufbäumens im Dezember letzten Jahres, und der darauf folgenden Reaktion unserer verschreckten Regierung, nämlich die Ausrufung der 1000-Personen-Beschränkung, musste das Drummeli-Team unter der Leitung von Robi Schärz vom Musical-Theater Abschied nehmen und den Plan B reaktivieren (den sie im Übrigen schon 2021 hatten…): Nämlich Umzug ins «Kiechli», wo 500 Menschen sitzen und den Aktiven zuschauen können (und wo bis 1992 das „Monschter Drummelkonzärt“ zu Hause war!). Mit dem Vorschreiben von 2G inkl. Maske für die Zuschauenden und 2Gplus für die Aktiven, wird man Dir dann ein Schnippchen schlagen und das Drummeli findet trotzdem statt. Im Kino, wo sonst der James Bond seine Runden dreht!

Weil es aber die alte «Kiechli-Bühne» nicht mehr gibt (da wo früher die Elefantentreppe für die auftretenden Elefanten oder Cliquen war, sind jetzt Büros. Die sind zwar leer – wegen der lustigen Homeoffice-Pflicht – aber Platz hat es hinter der Leinwand trotzdem keinen mehr),  muss man eine Bühne bauen und Treppen links und rechts auch noch. Das führt dazu, dass man die Clique auf- und abtreten sieht. Das ist ja auch ganz lustig… Das alles geht übrigens nur, weil die Pathé-Leute richtig „tolli Sieche sinn“, die ganz offenarmig mit dem Comité zusammenarbeiten.

Drummeli MK 1

Vater Fritz und Sohn Dominik Gysin

Drummeli MK 2

Drummeli-Chef Robi Schärz

Drummeli MK 3

Regisseur Laurent Gröflin

Drummeli MK 4

Erinnerungen ans Drummeli im Kiechli

Nun kann ich Dir auch mitteilen, dass sich weder die Aktiven auf der Bühne noch das Comité von Dir geschlagen geben: Die verbleibenden 14 Stammcliquen werden ein Superprogramm auf die Bühne bringen und das Schauspieler-Ensemble von Laurent Gröflin («I freu mi wie veruggt ufs Kiechli») wird sich die Seele aus dem Leib spielen, damit die Zuschauenden in den Polstersesseln ein tolles Drummeli erleben.

Und weisst Du was? An dieser Medienkonferenz war auch Fritz anwesend. Fritz heisst Gysin zum Nachnamen und ist der Vater von Dominik, der heute Mitglied im Ensemble ist. Fritz war nicht einfach da, weil er seinen Sohn wieder einmal sehen wollte. Nein, Fritz war da, weil er schon als Binggis (1950 als Stäggeladäärne-Bueb) und später als Rahmenspieler auf der Kiechli Bühne stand. Fritz hat viel erlebt auf dieser Bühne und er mag es seinem Sohn gönnen, dass er das auch nochmal erleben darf. In diesem Sinne, müssen wir Dir, Omikron, eigentlich ja dankbar sein. Denn ohne Dich, wäre das Drummeli niemals mehr ins Kiechli zurück gekehrt. Weil zu teuer, zu aufwändig, zu kompliziert und zu unlogisch.

Trotzdem: Danken werden wir Dir nicht. Wir würden lieber alles belassen wie 2019 oder vorher. Denn richtig kompliziert wird es jetzt mit den Tickets. Es sind alle bisher gekauften Tickets gültig und es kommen auch noch ein paar in der Vorverkauf. Weil es Extravorstellungen geben (muss), wegen Kapazitätsunterschied zwischen Musicaltheater und Kino.

Ich habe gespürt, dass sich alle Anwesenden mit aller Kraft gegen Deine unsäglichen Angriffe wehren werden. Du bist zwar nicht mehr so gefährlich wie Deine Mutter, die Delta-Mutation. Aber Du hängst uns allen so richtig zum Fasnachtshals heraus. Insbesondere den Guggen, die nicht einmal ins Kiechli kommen wollen oder dürfen, weil sie halt noch anfälliger sind als «normale» Cliquen.

Deshalb werden wir ab dem 19.2. ein Drummeli erleben, von welchem Dominik Gysin noch erzählen wird, wenn er dereinst so alt ist wie sein Vater heute! „Ein Drummeli im Kiechli wegen Omikron“. Das wird in Erinnerung bleiben! Auch wenn der Grund – nämlich Du – eigentlich so eine Ehre nicht verdient hat.

So, Du unsäglicher Virus. Ich wünsche Dir, namens aller Basler Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern ein schnelles und endgültiges Ableben. Du hast uns jetzt drei volle Fasnachten genommen und es ist Zeit, zu gehen.

Zwischen dem 19.2. und dem 25.2. werden sich rund 4500 Menschen das Drummeli – zrugg im Kiechli – anschauen und sich 90 Minuten (ohne Pause) vergnügen. Und ich bin sicher, dass wir dann alle über Dich lachen und Dich auslachen werden.

Auf Nimmerwiedersehen, wenns geht,

Dein sich aufs Drummeli freuender Mensch!

 

Über die Umbuchungs- und Umtauschprozeduren für bereits gekaufte Drummeli-Tickets (das Comité bedankt sich ausdrücklich bei all jenen, die bereits eins gekauft haben!), informieren wir ab sofort unter der Rubrik „Comité-News“ oder mit diesem Link:

Gebrauchsanweisung für den Ticket-Umtausch