Nach 2006 sollte dieses Jahr vom 13. bis 21. Juli das Basel Tatto zum siebten Mal auf dem Kasernenareal stattfinden. Aber eben «sollte». Denn das Komitee des Quartiervereins «Heb sorg zum Glaibasel» hatte Einsprache erhoben. Doch die erste Instanz (Allmendverwaltung) ging darauf aus formellen Gründen nicht ein und erteilte den Veranstaltern die Bewilligung für die nächsten drei Jahre. Darauf hat das Komitee seine Beschwerde an die nächste Instanz (Baurekurskommission) weitergeleitet. Dort gilt für die Beschwerde die aufschiebende Wirkung und diese kann zwei bis drei Monate dauern. Aber spätestens am 29. Juni müsste mit den Aufbauarbeiten begonnen werden damit die Arena bis zur Première am 13. Juli rechtzeitig fertig gestellt werden kann.
Doch damit nicht genug, denn daneben ist ein Wettstreit zwischen sogenannten «Tatoo-Gegnern» und «Tattoo-Freunden» ausgebrochen welcher mit den primitivsten Mitteln ausgefochten wird. Die bz Basel startete am 25. April online eine Umfrage um die Meinung ihrer Leser zum Thema «Haben Sie Verständnis für den Widerstand gegen das Basel Tattoo?» zu erfahren. Diese lief lange Zeit in eine klare Richtung und zeigte, dass die Basler ihr Tattoo lieben und nur wenig Verständnis für die Bedenken der Gegner hatten. Doch plötzlich stieg die Stimmenzahl der Gegner rasant an. Beim Stand von 31 Prozent pro und 69 Prozent kontra das Tattoo stoppte die Redaktion die Umfrage wegen Verdacht auf Manipulation. Dieser wurde dann auch durch den Web-IT-Service bestätigt. Im Gegensatz dazu wurde auf Seite der Tattoo-«Freunde» die Facebook-Gruppe «Boykotiert Anita Lachenmaier und andere Verhinderer des Basel Tattoo» gegründet. Damit soll diesen im Oktober bei den Grossratswahlen der Einzug ins Parlament verwehrt werden. Dummerweise figurierten auf der Mitgliederliste der Facebook-User Namen von Persönlichkeiten die zwar eingeladen wurden mitzumachen, aber den Gruppeneintritt nie bestätigten. So wurden unter anderem so Prominente wie Guy Morin, Hans-Peter Wessels, -minu und Caroline Rasser aufgeführt. Da viele dieser «Mitkämpfer» daraufhin protestierten und sich aus dem Facebook entfernen liessen sank die Mitgliederzahl der Gruppe plötzlich von 350 auf 179. Hintergrund der Facebook-Aktion war das Engagement von Anita Lachenmaier als Kleinbaslerin beim Komitee «Heb sorg zum Gaibasel».
Nun wartet man nicht nur gespannt darauf wie und wann die Baurechtskommission entscheidet, sondern wer wohl als Nächster die unterste Schublade öffnet um eine weitere unfaire Aktion für oder gegen das Tattoo zu starten.
Quellen zum Bericht: Online-Portale der Basler Zeitung und der bz Basel.


