Dr Mittwuch (IV): die letscht Rundi dur d Fasnacht 2026

26. Februar 2026 | Von | Kategorie: Nachrichten

Schon traditionell runden wir unsere Berichterstattung von den drei scheenschte Dääg mit einem Erlebnisbeitrag mit Start im Zehntenkeller vom Marionetten Theater durch die Grossbasler Innenstadt ab und es war wiederum prächtig.

Das Basler Marionetten Theater hat kurz vor Fasnacht vekünden müssen, dass Sie die feuerpolizeilichen Auflagen für ihren Zehntenkeller nicht prästieren wollen und haben daher die eigentliche Theaterräumlichkeit für die Öffentlichkeit geschlossen gehalten. Der beliebte Ort um Schnitzelbängg geniessen zu können, hat jedoch einen eingeschränkten Betrieb gewährleistet, wo sich das Publikum verköstigen konnte und für Schnitzelbänggler einen Unterschlupf zum Ausruhen dargeboten und sie wurden förmlich überrannt, auch aus Solidaritätsgedanklichen Überlegungen, wie Dani Jansen vom BMF frohgestimmt verlauten liess.

Bei unserem Start für unseren Rundgang, bei einem Bierchen und „eme Gschprizzte“, haben meine Frau Wally, deren Freundin Fabienne und ich dort aber doch zwei Schnitzelbängg hören können. Die Umbaute hatten durchaus gute Verse während ein Weiterer, welchen wir hier namentlich nicht nennen, weil er nicht unbedingt hörenswert war, wir aber trotzdem unsere Freude mit ihnen hatten. Zudem waren d Lumpesammler uss Zwinge (BSG) und d Giftspritzi (BSG) im Keller und stärkten sich vor ihrer letzten nächtlichen Route.

Über den immer noch gut frequentierten Münsterplatz in Richtung Rheinsprung kamen wir linker Hand zum  Primidoofe-Keller, für dessen Renovierung weiterin Geld gesammelt wird und die Waage-Clique dies auch gleich zu ihrem Sujet gemacht hat. Wir durften nach nur kurzer Wartezeit drei Plätzchen im besagten Keller in Beschlag nehmen und nach einer kurzen Intervention auch an unseren Getränken nippen. Alsdann bekamen wir Besuch der Fäldschnäggli aus Oberwil, welche beständig gelunge Verse vortrugen. Nur kurze Zeit später folgten ihnen die Aabrennte (Comité 1914) und sogten ebenfalls für viele Lacher im Keller.  Als nächsten Vertreter der singenden Zunft gelangten der Keenig vo Basel (Comité 2015?) und sein Gefolge zu uns und wussten durchaus zu überzeugen mit ihren gesungenen Geschichten. Abschliessend stiessen d Paragraferyter (Comité 1914) dazu, bevor wir uns wieder in den Fasnachtstrubel „uff dr Gass“ stürzten.

Via Knochenstampfer-Keller, wo die Gäste vornehmlich davor bewirtet wurden, den Temperaturen geschuldet, ging es Richtung Schlüsselzunft. Hier tobte der fasnachtliche Bär. Cliquen und Guggen kreuzten sich im Minutentackt und so hängten wir an und schlenderten auf dem Martkplatz, welcher jedoch eher von jungem Party-Volk als von Fasnächtler gesäumt war. Trotzdem stiessen wir dort auf d Gugge Spunte-Gumper, welche ihrerseits mit den Spunte Glunggi (Fasnachts-Bar) ihre Fast-Namensvettern trafen. Eine Zufallsbegegnung, die nur die Fasnachsnachtsgeschrichte schreiben kann.

90 Joor Orginal Chnulleri wurde an diesem Mittwoch Abend im Singerhuus gefeiert. Die Geburtstag zelebrierenden Guggenmusiker/Innen liessen sich hierbei von unzähligen Guggen bespielen. Bei unserem Eintreffen waren d Nuggi-Spugger musikalisch am gratulieren und füllten die Bar dermassen, dass keine Bewegung mehr möglich war. Wegen der doch ordentlich erhöhten Dezibel-Skala und der Wärme im Lokal, beschlossen wir die Fasnacht wieder Open-Air zu geniessen, dies jedoch nicht bevor die Mitglieder der bereits vor dem Singerhaus bereitstehenden Glaibasler Schränz-Brieder 1961 einzeln begrüsst wurden.

Alsdann gelangten wir durch die wie gewohnt hochfrequentierte Schneidergasse zum Gifthüttli, wo wir zum Glück sofort auf freie Plätze stiessen, welche wir für die nächste Stunde in Beschlag nahmen und uns dem wunderbaren Fasnachtstreiben aufmerksam widmeten, viele Cliquen und Ziigli bewunderten und das eine oder andere bekannte Gesicht begrüssten. So lief uns auch s Tintelimpli über den Weg und er musste natürlich für ein Selfie hinhalten. Auch s Daameryschli und dr Singvogel flizten an uns vorbei, d Grunz-Gaischter konzertierten in Richtung Hotel Basel, bevor uns d Chriesibuebe mit ihrer Trommelkunst die Ehre erwiesen und mich deren Tambourmajor artig grüsste. Alsdann schlenderte auch Fasnacht.ch-Redaktions-Gschpäänli Daniel Thiriet an uns vorbei und es reichte für eine kleines Schwätzchen und ein gut gemeintes „e guete Räschte“, bevor auch wir unser Domizil in Richtung Bermuda-Dreieck verschoben, welches dank des reaktivierten Hotel Basel und Sperber, neuerlich als Mittelpunkt der Cliquenfasnacht diente. Auf dem Weg ein schnelles Hallo mit den pausierenden Bäffzgi (VSG) und noch ein schneller Schnappschuss und weiter ging es. Unmittelbar beim Sperber trafen wir auf ein weiteres Fasnacht.ch-Redaktions-Gschpäänli nämlich Carmen Kolp und einige ihrer Glunggi-Pfyfferinnen. Ein obligates Selfie und ein Gruppenbild später trennten sich unsere Wege und wir gelangten via Schnabel zurück zur Schlüsselzunft wo die Alti Richtig für ihre nächste Runde „yystoot“.

In der Freie Strasse in Richtung Bankverein kamen uns die militärische Gundeli-Clique und der schwarze amerikanische Stamm der Basler Bebbi entgegen und alsdann endete unser abschliessendes Cliquen Defilee mit mit einem prächtigen Zug der Schnooggekerzli aus weiss-goldenen Ueli. Was für ein goldener Abschluss zu dieser Basler Fasanacht 2026.

Zurück im Zehntenkeller des Marionetten Theaters genehmigten wir uns einen letzen Schlummerbecher in Gesellschaft der Lumpesammler und den seit 30 Fasnachten singenden Rätschbääse (BSG). Nicht ganz bis zum Ändstraich hat es uns in diesem Jahr gereicht, hierfür war die Vorfasnachtszeit und auch die drei scheenschte Daag einfach zu erreignisreich und zwischenzeitlich halt doch etwas ermüdent, was aber lediglich dem vorgeschrittenen Alter geschuldet ist..

Wir von der Basler Fasnachts Online, Fasnacht.ch, hoffen sie auch in dieser Fasnachtszeit mit unseren Artikeln erfreut und umfassend informiert zu haben. Wir freuen uns auf die nächste Fasnacht mit dem Morgestraich am 15. Hoornig 2027, aber vorher wünschen wir den Schnitzelbangg-Gesellschaften einen tollen Schlussoobe, wovon wir natürlich berichten werden und dann 3… 2 wunderbare Bummelsonntage.