Unter dem Titel „heb Soorg zue Diir und de Andere“ lud Dan Holdener, Jürg Jösslin und sein Team zur dritten besinnlich, fasnachtlichen Feier in die Dorfkirche Riehen. Es wurde wiederum eine fröhliche Feier voll schöner Fasnachtsmusik, keltischen Melodien und fein gedrechselten Versen von drei Schnitzelbängg.
Erstmals wurde im Bereich des Altarraums eine grosse Leinwand aufgestellt, worauf Stimmungsbilder aber auch die Liedtexte projiziert wurden. Dies brachte noch etwas mehr Fasnachtsstimmung in die Dorfkirche in Riehen. Zur feinen Fasnachtsstimmung steuerten auch die hochkarätig besetzte Pfeifergruppe bei. Ihr gehören Andrea, Ursula, Charlotte, Barbara, Nadine, Caroline, Sarah, Seraina, Isabella, Eva, Pia, Francine und Beatrice an. Unterstützt wurden Sie von den Tambourinnen Janina und Lena. Gemeinsam eröffneten sie den Fasnachtsgottesdienst mit dem Läggerli. Im weiteren Programmverlauf glänzten sie mit dem Dudelsagg und mit einer ausserodentlichen Stepptanzeinlage durch Viaviane Spriessler mit dem Wettsteinmarsch. Das Ohremiggeli war ebenso ein Ohrenschmaus wie das abschliessende s Martinsglöggli mit Orgelbegleitung durch Sergio Flores, was den musikalischen Abschluss und Höhepunkt der Veranstaltung bildete. Einfach wunderbar.
Gefeiert wird jedoch nicht nur musikalisch sondern es wird einmal mehr Kirche und Fasnacht zusammengeführt. Dies im Prolog mit der Lesung von Christel Förch-Jösslin, Jürg Jösslin und Marinette Oeggerli unter dem Titel: „heb Soorg zue Diir und de Andere“ wo sie darauf hinweisen, dass man dies auch über die drei scheenschte Dääg hinaus berücksichtigen soll und in allen Lebenslagen einsetzbar ist. Auch in der Kurzpredigt von Dan Holder, die Fürbitte und der Segen: traditionell irisch „möge dann und wann…“ , sowie das Gebet: „Gott will dy Dambourmajor sy“. gehören zum Fasnachtsgottesdienst wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche.
„Vergiss dyyni Sorge“ (Down by the Riverside) war das erste Lied, welches von Jürg Jösslin und Marinette Oeggerli vorgetragen wurde und die Gäste mittels auf der Leinwand projizierten Liedtext problemlos mitsingen konnten. (Don’d be cruel) mit dem Baseldytsche Text: „Gang zum Laarvemacher“ und „Y dängg no so gäärn…“ (The Old Rustic Bridge) von der Risikogrubbe und schliesslich „Du stellsch mi uff“ (You raise me up..), wunderbare Melodien von den britischen Inseln vorgetragen wurden. Genauso andächtig war (Amazing Grace) an der Orgel.
Der Fasnachtsgottesdienst in der Riehener Dorfkirche wurde bei seiner dritten Durchführung durch drei Schnitzelbängg ergänzt. D Schnaabelwetzer (Comité-Bangg) machten den Anfang und obwohl ich sie innerhalb anderer Vorfasnachtsveranstaltungen bereits zwei mal habe hören dürfen, haben sie auch ein drittes mal Spass gemacht und ich bin sicher, ich werde sie nochmals hören. Auch s Dintelimpli (Comité-Bangg) befand sich an der Vorfasnacht nicht nur einmal zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort wie ich, aber auch dieser tolle Bangg kann man sich durchaus mehrmals zu Gemühte führen zumal Märchen niemals aus der Mode kommen. Der Dritte im Bunde durfte ich in der Kirche in dieser Saison zum ersten Mal Live erleben und d Wanderratte (Comité-Bangg) wusste ebenfalls zu gefallen obschon er sich beschweerte in einer „schääbigen“ Kirche statt einem Cliquenkeller singen zu müssen.
Die Dritte Ausgabe des Fasnachtsgottesdienst in der Dorfkirche Riehen hat wiederum das geboten was man erwarten durfte. Tolle Fasnachtsmusik mit hervorragenden Pfeiferinnen und einer Tambourin. Feine Lieder, welche man sich hingeben und auch lauthals mitsingen konnte und Schitzelbängg die sich für den subtilen Humor und herzhafte Lacher verantwortlich zeigten. Die Veranstaltung erfreut sich immer grösseren Beliebtheit, was die grosse Anzahl von Besucher/Innen bestätigt und die Gäste haben es genossen. Die Basler Fasnacht kann kommen…


