Die Schnitzelbangg Gesellschaft Bebbi-Bängg feiert die Basler Fasnacht mit ihrer traditionellen Matinée am Sonntag vor Morgenstreich im voll besetzten Theater Arlecchino. Erstmals mit dabei ein neuer Bangg.
Alle 8 für die Bebbi-Bängg an der Fasnacht 2026 teilnehmenden Formationen fanden sich zum traditionellen Bänggler-Matinée im Theater Arlecchino ein. 8? Nein, in dieser Saison sind es gar 9 Formationen, stiess doch der neue Bangg MS Fischbrötli zu den Bebbi-Bängg und wussten bei ihrer Première durchaus zu gefallen. Das Theater beim St. Jakob platzte fast aus den Nähten, wurden die Bebbi-Bängg mit Anfragen doch beinahe überrannt und so verwunderte es auch nicht, dass versehentlich einige wenige Plätze gleich doppelt verkauft wurden. Für jeden Gast fand sich jedoch ein Plätzchen auf einen der beiden Ebenen, auf welchen sich die Schnitzelbängg präsentieren durften.
Nachdem man sich mit dem nötigsten eingedeckt hat, stand etwas verspätet der Bebbi-Obmann Thomas Riedtmann auf der Bühne und hatte einige Erklärungen ob dem verzögerten Beginn aber natürlich auch eine Portion Begrüssungsworte mit dabei und dann ging es endlich los.
Den ersten Teil eröffneten d Dipflischysser in ihrem 44. Jahr in unveränderterten Besetzung. Wie immer brillierten sie mit spitzigen und konstant guten Versen. s Rollaator Röösli überraschend mobil die Treppe hinauf steigend und vital mit seinem Helgebueb em Ruedi Stamm folgten mit einem prima Vortrag. Danach die eingangs erwähnten MS Fischbrötli im männlichen Trigesang, welche ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden haben und jeweils lauthals darauf hinweisen: „Achtig! Värs in Sicht“. Ein Versprechen… Im Anschluss d Schlyychwäärbig, in brandneuen Kostümen, die sogleich ihre Werbesendung brachten, diese jedoch etwas gar zart von der Bühne sangen. Etwas mehr power würde es den Zuhörern etwas leichter machen, den Verse zu folgen. PereFyss also der Babbe mit den zwei Söhnen bildeten den Abschluss des ersten Teils und wussten die Gäste auf beiden Etagen mit ihren Versen zu erfreuen. Gut gemacht.
Nach der Pause, welche man getrost bei angenehmen Temperaturen an der Sonne verbringen konnte, nahmen d Wyybuure den zweiten Teil in Angriff, dies auf Grund des Umstandes, dass ein Mitglied der Familie M. Steiner verschlafen hatte. D Wyybuure sind immer ein Garant für unterhaltsame Verse und sie nahmen sich, mit viel Kreativität, dem SRF-Programm an. tAggtivischte folgten alsdann mit unterschiedlichen Melodien und aufwändigen Versen.
D Familie M. Steiner fanden schliesslich doch noch komplett den Weg ins Arlecchino und trinken nicht nur Whisky und Bier oder e Gschprizzte sondern singen natürlich immer amüsante Verse in ihrem Basler Aysl. Sie feiern ihren 10 Geburtstag.
Die vier Nonnen mit Bart mit dem treffenden Namen nonnkonform sind ebenfalls seit 10 Jahren als Bangg unterwegs, dies mit mehrstimmigem Gesang und mit Helgen, welche offenkundig mittels KI erstellt worden sind. Sie bildeten den Abschluss der Bebbi-Bängg Matinée 2026, eine Matinée die wiederum ungemein unterhaltsam war, auch wenn man manchmal eine etwas längere Pause zwischen den Bängg hatte inkauf nehmen müssen.
Auffallend waren die Thematiken, welche in den Versen von fast allen Formationen verarbeitet worden sind. Donald Trump als absoluter Spitenreiter, Chlorhühner, gefolgt von Birsfelden und deren Druchfahrtsstrafen, die Frauen-Euro oder Keller-Sutter und ihrem Versuch in den USA zu punkten, genauso wie Frühfranzösisch oder die Problematiken in den Schwimmbädern und der FC Basel sind häufige Sujets der Bänggler im 2026.
Thomas Riedtmann verabschiedete die gut 200 Gäste nach der kurzweiligen Anlass in die Fasnacht 2026.
Bis zum 14. Hoornig 2027, wenn es wieder heisst: Matinée der Bebbi-Bängg im Theater Arlecchino.


