Dass seit Jahren einige Fasnachtskeller im Kleinbasel – vor allem entlang der Clarastrasse – am Samstag nach der Fasnacht offen haben, um einen Kehraus anzubieten, ist mehr als löblich. Und dass einige Guggen und Schnitzelbänkler dies als Gelegenheit zu einem allerletzten Auftritt nutzen, ist ebenfalls eine feine Sache. In unglaubliches Staunen gerieten die Gäste im Keller der Ohregribler oder der Claraschnooge aber, als sich eine regelrechte Masseneinwanderung von badisch sprechenden kostümierten Personen, „bewaffnet“ mit Schalmeien, die Treppen hinunter walzte. Es handelte sich um die Georg’s Schalmeien aus Freiburg-St. Georgen, der in beiden Kellern ein ziemlich identisches Programm aus fünf einstimmig gespielten – oder getröteten – Songs intonierte. Wer sie gerufen hatte, war nicht auszumachen – und offen bleibt auch die Frage, ob Basel wirklich zu wenig (oder zu bequeme?) „Guggen“ hat, um einen solchen Ablass aus eigenen Reihen zu bestreiten…


