Eine Gruppe von Tambouren sucht unbekannte oder noch nicht veröffentlichte Trommelmärsche für ihr Projekt «Alternativs Basler Drummelbuech». Dazu starten sie einen Aufruf an alle Basler Tambouren. Die Märsche sollen gesammelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

«Hesch e Märschli in dr Schublaade? Hesch en alts Märschli vom Groossbabbe uff em Eschtrig gfunde? Kennsch aini, wo n e Drummelmarsch gschriibe hett und nit gwoggt hett, e Verlaag z frooge?» so fragen Roli, Benno, Matthias, Lars, vier angefressene Tambouren aus unterschiedlichen Cliquen. Das Quarett traf sich an der Fasnacht und entdeckte gleichzeitig: Einige der Trommelmärsche, die in Cliquen, Gruppen und Schyssdräggzüügli getrommelt werden, sind schlicht Eigengewächse, geschrieben nur für erine Clique, einen Anlass oder einfach so zum Spass.
Daraus entsteht nun das Projekt Alternativs Basler Drummelbuech. Die vier sind überzeugt: In den Schubladen unserer Stadt liegen Preziosen. Zeitzeugen. Schnellschüsse. Warm Ups. Meisterwerke. Märsche und Kompositionen, die nie veröffentlicht wurden – und dabei das Basler Trommeln in seiner Breite und Vielfalt mit repräsentieren. Man muss sie nur einsammeln.
Das Projekt Alternativs Basler Drummelbuech hat zum Ziel, unveröffentlichte Trommelmärsche ehrenamtlich zu sammeln, in Hieroglyphen- und Zündstoff-Schrift reinzuschreiben und als online-Version, später auch als Buch herauszugeben. Ergänzend zu etablierten Kanälen soll so ein breiteres Spektrum von Werken kreativer Basler Trommelnder über eine längere Zeit eingefangen und verewigt werden.
Im besten Fall provoziert das Alternative Basler Drummelbuech so auch ein Bild dafür, wie sich das Basler Trommeln (und das Verständnis dafür, was denn Basler trommeln ist, sei oder wird) im Lauf der Zeit entwickelt hat und noch tut.
Mach mit! Alle Infos gibt es hier.


