Laaferi 2022; e Hoochgnuss, nit numme fir die Glaine!

3. April 2022 | Von | Bilder: Ivo Birrer | Kategorie: Nachrichten

Vor der Première des erstmals durchgeführten Laaferi „e Drummeli für Jungi“, haben die gut 750 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sicherlich einige schlaflose Nächte verbracht. Die Nervosität war unbegründet: es war eine hervorragende Veranstaltung! Die Vorfreude war indess absolut begründet!

Laaferi 2022

Ladärne als Deko

Laaferi 2022

Ladärne als Deko

Laaferi 2022

Begrüssung Laaferi (Maurus Voltz) und Beetli (Yamila Klinger)

Laaferi 2022

Rätz Clique mit Rhythmusstück/Z’Basel

Laaferi 2022

Rahmenstück „Yebigsweekend“

Laaferi 2022

Rhyschnoogge mit Znachtässe

Laaferi 2022

Basler Bebbi mit „Yellow Submarine“

Laaferi 2022

Verschnuuffer mit Medley „10. Vers, Route, z’Basel, Arabi)

Laaferi 2022

Rahmenstück „Laaferi Comité“

Laaferi 2022

CCB mit „Baslermarsch“

Laaferi 2022

Glunggi mit „dr Binggis“

Laaferi 2022

Rahmenstück „Heisslyym“

Laaferi 2022

Die Aagfrässene mit Medley „Arabi, Naarebaschi und Percussion“

Laaferi 2022

Trommelintermezzo

Laaferi 2022

Opti-Mischte mit „Route-Symfonie“

Laaferi 2022

Schnooggekerzli mit „Ryslaifer“

Laaferi 2022

Laaferi und Schnitzelbangg

Laaferi 2022

Junteressli mit „Junteressli“

Laaferi 2022

Muggedätscher mit „Alti Schwyzer“

Laaferi 2022

Naarebaschi mit „Wettsteinmarsch“

Laaferi 2022

Rahmenstück „Die hütigi Jugend“

Laaferi 2022

Spale-Clique mit Medley „Pipifax“

Laaferi 2022

Olympia mit „Saggado“

Laaferi 2022

VKB mit „Aschlemer“ und „Heicho Heicho“

Laaferi 2022

Rahmenstück „Zugchef-Workshop“

Laaferi 2022

Jungi Garde Gugge-Mysli

Laaferi 2022

Basler Rolli mit „Sixty Nine“

Laaferi 2022

Rahmenstück „Bruefsberootig“

Laaferi 2022

Basler Dybli mit „Baslerdybli“

Laaferi 2022

Seibi mit „Pfadi Marsch“

Laaferi 2022

Rahmenstück „Stadtgspröch“

Laaferi 2022

Alti Stainlemer, Märtplaz Clique und Sans Gêne mit „Gässle“ und „10. Värs“

Laaferi 2022

Epilog Yamila Klinger und Maurus Voltz

 

Bereits der Einlass in den grossen Event-Saal der Messe Basel, lässt nochmals einen Hauch Morgenstreichstimmung aufkommen, ist er doch äusserst dunkel und an den Seiten leuchten anmutig, stolz und fröhlich die Stäggeladärne der Jungen Garden, welche an diesem ersten Laaferi mitwirken dürfen. Mächtig stehen dahinter noch drei ausgewachsene Lampen, die die Vorfreude auf diese, notabene verschobene und nun doch noch stattfindende, „Nachfasnachts-Verantstaltung“ nochmals steigern.

Mit einer zünftigen „Tagwacht“, werden die Besucher aus ihrer vorabendichen Letargie gerissen und ab diesem ersten Trommelschlag, geht es wahrhaftig Schlag auf Schlag. Auf der  Grossleinwand zeigen sich mit jeweils unerlässlich rotierenden und verspielten einfachen Grafikobjekten, welche zu Fasnachtsfiguren mutieren und weisen alsdann auf die folgende Clique als Programmpunkt hin. Den Anfang machen die Rätz. Mit „z Basel“ und einer Rhytmusunterstützung mittels Messer, Gabel und Plastikbecher, setzten sie bereits zu Anfang des Abends ein Ausrufezeichen! Man bemerkt bereits jetzt, die Jungen haben sich für dieses Laaferi etwas einfallen lassen und haben viel Elan, Herzblut und Engagement in ihren Auftritt gesteckt. Das soll sich an diesem Abend bei allen Cliquen und der Gugge bestätigten.

D Rhyschnooge mit „Znachtässe“ vor gelungener Münstersilhouette, dürfen sich alsdann dem Publikum präsentieren. „Yellow Submarine“ aus der Feder von John Lenon und Paul McCartney, bringen die Jungen der Basler Bebbi unkonventionell, wie man es auch von ihren „Alten“ erwarten dürfte, aber amüsant und gekonnt zur Aufführung. D Verschnuufer im Anschluss brillieren mit einem Medley aus, „10. Vers, Route, zBasel, Arabi„. „ZBasel“ mit einer gekonnten Trommeleinlage ist der Programmpunkt, welche die jungen CCB auf die Bühne bringen und d Glunggi spielen treffender Weise den „Binggis„, den ich bis dahin noch nicht gehört habe. Die Aagfrässene mit einem Medley aus „Arabi und Naarebaschi“  mit Percussionsbegleitung und bringen ihren Vortrag bravourös bis zum Ende nur ein Tambour will und will nicht von der Bühne. Er ruesst gekonnt in einer beneidenswerten Geschwindigkeit und einer Technik, welche einem Trommelkönig gleichkommt. Er muss schlussendlich mit einem Sackkarren von der Bühne gefahren werden, weiter trommelnd, versteht sich. Ein gelungenes Intermezzo!

Ein Rückblick auf den vergangen Bummelsonntag erlauben uns d Opti-Mischte, welche mit der „Route-Symphonie“ die Freie Strasse runter defilieren und von den Schaulustigen artig gegrüsst werden. Eine tolle Interaktion mit der Leinwand. Eine mit Räppli übersäte Wettsteinbrücke und davor d Schnoogekerzli mit dem „Ryslaifer„. Alsdann erscheinen kleine Strassenwischer, welche die Räppli beseitigen müssen, nur einer will lieber bei der Clique mittrommeln. Auch ihn muss man schliesslich von der Bühne führen. Im Regen, mit Pelerinen und Schirmen, finden sich d Junteressli auf dem Münsterplatz. Trotz des schlechten Wetters trillern sie vergnügt den „Junteressli“ sodass sich die Lage wendet und die Sonne zu strahlen beginnt. Erst nach Ende des Marsches fängt es wiederum zu regnen an. Vor der Pause dürfen noch d Muggedätscher mit den „Alte Schwyzer“ ihr Können zeigen und danach sorgen d Naarebaschi mit Leuchtschlangen nochmals für einen Augenwärmer und mit einem wunderbar gespielten und speziell arrangierten „Wettsteinmarsch“ sorgen sie für den gelungenen Abschluss des ersten Teils dieses Laaferi 2022.

D Spale-Clique eröffnet mit dem Medley „Pipifax„, in welchem Kinderlieder wie „Pipi Langstrumpf“ oder „mein Hut der hat drei Ecken“ beinhaltet sind den zweiten Teil. Ihre Kostüme wurden den gespielten Liedern angepasst! Absolut treffend für diese Veranstaltung. Über die mittlere Brücke bis hin zum Hotel Merien, darf man alsdann die Olympia mit dem „Saggado“ begleiten. Immer ein geeigneter Marsch um schnell über eine Brücke zu gelangen. Auf den Punkt vor dem Merian, konnte der Major den Marsch abwinken. D VKB läuft gleich mit zwei Formationen auf die Bühne, den Binggis und der jungen Garde. Nach dem „Aeschlemer“, der beide gleichzeitig spielen, nehmen sie alsdann eine neue Aufstellung ein und spielen den rhytmischen Song (Iko Iko 1953 von James „Sugar Boy“ Craford) und die Jungen besingen schliesslich „d Binggis mien Heigoo!“  und die Binggis entgegnen wir wollen nicht! Eine wirklich köstliche Darbietung.

Mit der jungen Garde der Gugge-Mysli, darf auch eine Fraktion der schränzenden Gilde am Laaferi teilnehmen. Gugge-Mysli ist zwischenzeitlich die einzige Gugge, die sich auch eine junge Garde hält und dieser Effort hat dazu geführt, dass die Jungen anzahlmässig den Alten bereits längstens den Rang abgelaufen haben und auch musikalisch müssen sie sich keineswegs hinter ihren grossen Mäusen verstecken. Das haben sie am Laaferi 2022 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Einen grossarten Auftritt haben danach auch d Basler Rolli. Mit dem „Sixti Nine„, in tollen Magierkostümen und einem passenden Hintergrundbild, sorgen sie für einen der zahlreichen Glanzpunkte des Abends. D Basler Dybli mit dem „Basler Dybli„, vor dessen Auftitt zuerst eine Friedenstaube über die Leinwand flattert, lassen eigentlich als einzige Formation ein Statment für den Frieden verlauten. Wohldosiert, was dem Abend gut tut! Die Räpplikostüme, farbenfroh und typisch, zeigen auch bei ihnen, die Freude an der Basler Fasnacht. Ein Ohröffner ist danach die Percussionseinlage auf Plastikeimern der Seibi. Alsdann zeigen sie ihr Können mit dem „Pfadi-Marsch„. Alti Stainlemer, Märtplatz Clique und Sans Gêne machen die Bühnenauftritte an diesem Laaferi komplett. Sie Gässle mit dem „Gässler“ und em „10. Värs“ und beschliessen den musikalischen Programmablauf.

Grossartiges Ensemble
Wie beim „grossen Drummeli„, werden die musikalischen Nummern an diesem Laaferi mit Rahmen bereichert. Hierfür wurde ein junges Ensemble gewonnen, welches auf der ganzen Linie überzeugt hat. Mit einer Selbstsicherheit, als würden sie nichts anderes machen, geben sie ihre Texte wieder, sie gestikulieren, tanzen und sparen nicht mit Mimik und Ausdruck. Es ist wirklich eine Freude den jungen Protagonisten zuzusehen und die gelungenen Texte zu konsumieren. Vor allem der Laaferi (Maurus Voltz), der überragend spielt und seine Partnerin s Beetli, (Yamila Klingler) die auch tänzerisch eine äusserst gute Figur macht. Aber auch die anderen Ensemble-Mitglieder Salome Goossens, Liv Jeandrain, Kimon Künzler, Fiona Stadler, Matthias Brodmann und Lena von Allmen, haben ihre Rollen hervorragend vorgetragen. Man freut sich wirklich, wenn die Akteure auf die Bühne kommen und einen weiteren Rahmen spielen. Ein Umstand der in der Vergangenheit nicht unbedingt auf andere Vorfasnachtsveranstaltungen zutraf, was übereinstimmend Chefredakteur Thomas Weber (Gundelizeitung) augenzwinkernd bestätigt…
Spruch des Abends der Beschrieb eines jungen Mannes: „e Goggel mit Spatzehirn und Wachtelaier!“

Dies liegt auch daran, dass die Themen gut gewählt sind, die Texte amüsant, zum teil bissig, aber unbedingt der heutigen Jugend entsprechend geschrieben sind. Problemstellungen werden beim Namen genannt und alles in einen allgemeinverständlichen Fasnachts-Kontext  gebracht. Gratulation den Autoren: Andrea Pfaehler, Kurt Walter, Jürg Seiberth und Roman Huber. Auch der Regiseurin Andrea Pfaehler sei ein Kränzchen gewunden. Sie hat es verstanden die grosszügigen Räumlichkeiten zu nutzen und einen Anlass zu kreiiren, welche den Besucher/innen, aber auch den teilnehmenden Jugendlichen und Kinder noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. In diese Gratulationen sind das Projektteam in Personen von: Linda Atz, Moritz Frei, Pascal Kottmann, Matthieu Meyer und Philippp Wingeier mit eingebunden. Ihrer Hardnäckigkeit ist es zu verdanken, dass die Jungen Fasnächtler/innen doch noch ihre Vor-Nachfasnachtsveranstaltung haben. Es hat sich wirklich gelohnt!

Vorstellungen
Das Laaferi findet vom 2. bis 3. April 2022 in der Eventhalle der Messe Basel statt.

Sonntag, 3. April 2022, 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Hier gehts zum Ticktverkauf:
Laaferi (pretix.eu)