Rucksackverbot? Leider nur Aprilscherz, aber Anlass für Premiere

2. April 2022 | Von | Kategorie: Nachrichten

Unsere Meldung von gestern betreffend das künftige Rucksackverbot an der Fasnacht war natürlich ein Aprilscherz – schade eigentlich… Der Artikel führte aber zu einer Welt-(?)Premiere: Erstmals – zumindest in der Geschichte von fasnacht.ch – mussten wir einen Rucksack «blurren».

Ein 1. April-Scherz hat es an sich, dass ihn die meisten, die ihn lesen, auch als solchen erkennen. Es gibt aber immer einige, die darauf reinfallen, wie D. B., die kommentiert

Also wenn die Welt keine andern Probleme mehr hat, als so etwas……

Und A. R. hat eine Idee für ein erweitertes Verbot:

Und bitte keini Schiistögg ! Das goht mir scho lang uf närve!

Jetzt fragt sich die geneigte Leserschaft vielleicht, wieso wir die Kommentare nur mit den Initialen zitieren. Nun, wir sind ja lernfähig. Eine Dame, nennen wir sie Frau Faller*, beschwerte sich nämlich bei uns, sie sei auf der illustrierenden Collage eindeutig zu identifizieren und wünsche, dass wir das unkenntlich machen. Wir glaubten an eine Aprilscherz-Antwort und reagierten entsprechend humorvoll:

Liebe Frau Faller
Wir haben Ihr Anliegen erhalten, geprüft und sind gerne bereit, ihm nachzukommen. Leider wissen wir nicht, um welches Bild in der Collage es sich handelt. Wir bitten Sie deshalb, uns ein Portrait von Ihnen (wahlweise Ganzkörper oder nur Kopf) in druckfähiger Auflösung zukommen zu lassen, damit wir die entsprechenden Nachforschungen  anstellen können. Da wir alle in der Freizeit und gratis für fasnacht.ch arbeiten, bitten wir um Verständnis, dass die Bearbeitungsfrist bei ca 10 Tagen liegt.

Aber weit gefehlt – die Dame meinte es ernst! Und zwar sei sie nicht durch ihr Gesicht oder das spezielle «Goschtym» identifizierbar, sondern durch ihren Rucksack, auf dem ihr Vorname und ein weiteres Wort (Spitzname? Fasnachtsgruppe?) stehe.

Nun, aus rechtlichen Gründen (der Autor ist «im richtigen Leben» Jurist) wären wir wohl zu keinem Handeln verpflichtet, denn wer so «angeschrieben» an einen öffentlichen Anlass geht, muss in Kauf nehmen, dass er/sie/*+ auch identifizierbar wird. Ausserdem ist die Collage von der Auflösung her so gering, dass man schon mit sehr starkem Zoom und gutem Auge nachforschen muss, um die Identifikation zu schaffen.

Aber was soll’s; wir wollten ja mit unserem Aprilscherz viele erfreuen und einige veräppeln, aber sicher niemandem ein Magengeschwür vor lauter Ärger verschaffen. Und so kam es, dass wir erstmals nicht ein Gesicht oder eine ganze Person «geblurrt» (= verpixelt) haben sondern einen Rucksack.

Und ich finde ganz persönlich: Das Ganze ist ein Argument mehr gegen diese Utensilien an der Fasnacht. Frau Comité-Obfrau P. I.: Bitte übernehmen Sie!

* Richtiger Name der Redaktion bekannt