Kleine Geschichten vom Fasnachts-Mittwoch

9. März 2022 | Von | Kategorie: Nachrichten

Kein Cortège am Mittwoch – das bietet die Chance, sich um die kleinen Geschichten neben den fasnächtlichen Hotspots zu kümmern. Und da gibt es viele, wie die nachfolgenden Zeilen und Bilder zeigen.

Statt wie in den Jahren vor der Pandemie am Comité-Standort Clarastrasse Fotos zu schiessen und Zeedel in Empfang zu nehmen (nebst Schnapsfläschli, Gemüse, Orangen und natürlich auch gehörig Räppli), beginnt der Chronist seinen fasnächtlichen Spaziergang in der Petersgasse und entdeckt im Fenster der Hausnummer 44 eine allerherzigste Dekoration:

Einige Häuser weiter quält sich der Tambourmajor der Basler Dybli ins Kostüm, was nur mit Hilfe gelingt.

Major Basler Dybli

Major Basler Dybli

Major Basler Dybli

Major Basler Dybli

Hilfe war auch notwendig, um die Outdoor Bar und den Keller der Dybli in der Stiftsgasse offen zu halten. Externes Personal war kurzfristig schwer zu bekommen und Corona liess einige ins Bett fallen. So mussten Mitglieder des Stamms die eine oder andere Schicht übernehmen, denn nach zwei Jahren ohne Einnahmen „zellt jeede Rappe“. Bei der Alten Gaede der Steinlemer am Nadelberg gelang dies offensichtlich nicht.

 

Ebenfalls am Nadelberg wartet die Laterne der Pfluderi. Ihnen ist es tatsächlich gelungen, die topaktuellen Ereignisse einzubeziehen. Deshalb hier die Laterne nicht nur als Ganzes, sondern in einigen Details, die einen erschaudern lassen:

Pfluderi

Pfluderi

Pfluderi

Pfluderi

Pfluderi

Pfluderi

Der Chronist zieht mit einigen bedrückenden Gedanken weiter und landet im Rosshof. Dort sonnen sich einige Aktive mit glücklichen Gesichtern. Vielleicht hatten sie auch einiges aus der dortigen Bar konsumiert:

Am Spalenberg macht sich ein Waggis bei den Kindern beliebt. An einer Schnur lässt er jeweils ein Körbchen mit Süssigkeiten runter.

Und nochmals eine herrliche Fensterdekoration, dieses Mal beim Haus zum Wildenstein am Unteren Heuberg:

Die dortigen Gässlein bieten vor allem den Schissdräggzyygli und noch kleineren Gruppen Gelegenheit zum musikalischen Flanieren abseits des grossen Gedränges. So diese beiden «Schönen» und die mit Freude posierende Gruppe:

Aber bei all den herrlichen Erlebnissen abseits; der Durst wil ja auch mal befriedigt sein. Also ab zum Rümelinsplatz. Auf dem Weg begegnet einem noch das Supergirl:

SAMSUNG CSC

Sowohl auf dem Rümelins- wie auf dem Andreasplatz ist kräftig was los. Vor allem, wenn sich zwei grosse Cliquen vor dem Hotel Basel kreuzen. Weiter geht es dann zum Gifthüttli, wo ein zufriedener Wirt Jens Beutel seine Rauchpause an der Outdoor-Bar verbringt und der Chronist dem halben Bangg Schunggebegräbnis zum tollen Jahr gratulieren kann. Und auf dem Festbank (das ist eine Sitzgelegenheit, kein jubilierender Schnitzelbangg) gleich noch die Redaktionskonferenz mit dem ebenfalls eingetroffenen Daniel T. abgehalten wird. Seine Eindrücke finden sich im Artikel oben an diesem.

Als letzte Etappe des Nachmittags hat der Chronist eine Tradition wiederentdeckt. Vor dem Singerhaus promotete nämlich schon vor der Pandemie die stadt-, nein weltbekannte Lisa M. (vulgo: Rote Zora) den Prosecco eines ebenso und mit Recht bekannten Weinhändlers Enzo V. (wir machen hier keine Schleichwerbung…). Angesichts der Lage nicht unbedingt ein Geheimtipp, aber ein Besuch lohnt sich! Und wenn Sie, geschätzte Leserinnen und Leser (alle anderen Geschlechtervarianten mitgemeint) am Beispiel sehen wollen, welchen Unterschied es ausmacht, ob eine Frau merkt, dass sie fotografiert oder nicht – voilà:

lisa

Lisa