Charivari 2022: Ändligg wider!

2. Februar 2022 | Von | Kategorie: Nachrichten

Alles ist bereit für die Premiere am Samstag – dies der Tenor an der traditionellen vorgängigen Medienkonferenz, die vor allem eines zeigte: Alle Mitwirkenden sind emotional sehr aufgewühlt, dass es endlich wieder sein darf, das Charivari auf der Volkshaus-Bühne. Das die letzten zwei Jahre beherrschende Thema wird sich auch hier nicht ganz ausschliessen lassen, soll aber keineswegs die Aufführung dominieren.

«Wär kai Billjee kauft, isch wirggligg sälber schuld», eröffnete Charivari-Programmchjef Erik Julliard die Medienorientierung – und wollte dies ausdrücklich nicht als angeberische Eigenwerbung verstanden wissen, sondern als Ausdruck einer unglaublichen Begeisterung, die ihn und alle im Team erfasst habe, endlich wieder für ein Charivari üben zu können. Die Eindrücke aus den Proben würden Julliard denn auch nur ein Wort erlauben (das er dann auch fast schon inflationär benutzte): «Gail!».

Die riesengrosse Begeisterung und der «Hunger auf Auftritte» ist auch für Regisseur Lucien Stöcklin von grosser Bedeutung. Das Ensemble um Stephanie Schluchter (Zitat: das «Gesicht des Charivari») sei voll positiver Emotionen. Es sei etwas kleiner als sonst, es habe aber weder dort noch bei den musikalischen Formationen Corona-bedingte Absagen gegeben. Und es gebe auch keinen Plan B für den Fall von Ausfällen während der Laufzeit. Dazu Julliard: «Wir werden das Problem angehen, wenn es auftauchen sollte.»

Einiges ist neu bei der Ausgabe 2022 des Charivari. So sind zwei Guggenmusiken dabei: Neben den bereits angekündigten «Hunne» hat man spontan auch noch die Schotte Clique verpflichtet. Erstmals dabei ist der Schnitzelbangg «Rollaator Röösli», dazu kommt wie immer der Hausbangg «d Gwäägi». Noch nichts sagen konnte der Programmchef über die Seibi: «Wir haben sie noch nicht gesehen, sind aber überzeugt, dass es eine grosse Sache wird.» Dazu kommen die Fasnachtszunft Rhyburg und traditionell die Pfeiferinnen der Schäärede. Gespannt sein darf man auf die «Knastbrüeder», zwei Herren aus der Nachbarschaft. Und fast vor Stolz platzend konnte Julliard verkünden: «Was soll ich mehr wollen, als ‘meine’ Top Secret am Charivari präsentieren zu dürfen.

Natürlich wird sich das „C-Wort“ auch im Charivari nicht ganz vermeiden lassen, soll aber nicht mehr als ein- bis zweimal fallen. Das Raamestiggli, welches den Medienschaffenden als „Mimpfeli“ gezeigt wurde, wäre aber ohne die Seuche gar nicht möglich gewesen. Es zeigt eine Cliquensitzung per zoom mit all den Problemen, die uns nun sattsam bekannt sind. Hinreissend komisch Tatjana Pietropaolo (und auch alle anderen) – und leider halt sehr aus dem Leben gegriffen.

Das Schlusswort von Charivari-Obmann Walter F. Studer war denn auch schon fast flehentlich, als er darauf hinwies, dass es noch Tickets für fast alle Vorstellungen habe: «Schreibt freundlich und erwähnt, dass wir noch viel mehr Leute erwarten.» Gern geschehen!

 

Charivari 2022: 5. – 19. Februar 2022, Vorstellungen jeweils um 20.00, sonntags um 18.00 Uhr und am 12. Februar 15.00 und 20.00. Tickets unter ticket@charivari.ch, im Basel Tattoo Shop an der Glockengasse oder bei Ticketcorner.