Auch Charivari 2021 abgesagt

29. September 2020 | Von | Kategorie: Nachrichten

Es wird im kommenden Jahr kein Charivari geben. Der Vorstand gibt heute bekannt, den Anlass im Volkshaus 2021 nicht durchzuführen. Die voraussichtlich zu erfüllenden Schutzmassnahmen würden den Geist des Charivari derart einschneidend verändern, dass die Organisatoren nicht mehr dahinter stehen könnten, heisst es in der Begründung. Hinzu komme das unkalkulierbare wirtschaftliche Risiko.

„Wir haben uns diesen Entscheid nicht leicht gemacht. Unser Fasnächtler-Herz schmerzt enorm. Doch unter den gegebenen Umständen sehen wir keine Möglichkeit für eine seriöse Planung sowie für eine Durchführung, die dem Geist des Charivari entsprechen würde. Wir sind aber zuversichtlich und setzen alles daran, dass wir im 2022 unsere Zuschauer wieder mit vorfasnächtlicher Unterhaltung begeistern dürfen“, erklärte Charivari-Obmann Walter F. Studer. Das Charivari lebe von seiner Volksnähe und sei bekannt für seine unbeschwerte Atmosphäre. Diese Voraussetzungen seinen für 2021 nicht gegeben.

Zum einen würden die andauernden Unsicherheiten eine zuverlässige Planung und Umsetzung in einem Charivari-würdigen Rahmen nicht zu lassen. Zu gross wären die Einschränkungen im Zusammenhang mit den Schutzmassnahmen. Sowohl Besucher wie auch Mitwirkende müssten zu viele Abstriche machen und die für das Charivari bekannte fasnächtliche Stimmung könnte somit nicht im gleichen Stil aufkommen – nicht nur während der Vorstellung im Saal, sondern auch hinter der Bühne sowie vor und nach der Show im Foyer.

Zweitens sei es in der aktuellen Lage nicht abschätzbar, wie sich das Verhalten der Kunden entwickelt, selbst wenn die Einschränkungen ganz oder teilweise gelockert würden. Das damit verbundene wirtschaftliche Risiko können und wollen die Veranstalter nicht verantworten. Darum habe man entschieden, das Charivari 2021 nicht durchzuführen.

Ein harter Schlag ist dies auch für die Firma Basel Tattoo Productions GmbH, welche nach der Absage des Tattoo-Ersatzes zum Jahresende nun auch noch das zweite Standbein einbüsst. Und ein harter Schlag auch für die viel beschworene Charivari-Familie und die zahlreiche Stammkundschaft dieses vorfasnächtlichen Leckerbissens.

Relativ sicher (soweit aktuell etwas sicher sein kann) ist zur Zeit, dass das Drummeli stattfinden kann. Auch die Rasser-Familie will sich nicht unterkriegen lassen und ein Pfyfferli durchführen. Noch nicht geäussert hat sich Häbse zu einem Mimösli 2021. Bereits ausverkauft ist der „Källerstraich“ im Basler Marionetten-Theater.