Wenn dr Peperoni mit dem Hotel Basel Team zu «säggs kulinarische und elf faasnächtliche Haltstelle» einlädt, ist der Basler Keller lange zum Voraus, bis auf den allerletzten Platz ausgebucht. Dies ist nicht erstaunlich, denn bereits zum neunten Mal wurden uns dreiunddreissig Stunden vor dem Morgestraich kulinarische wie auch fasnächtliche Leckerbissen serviert.
Begrüsst wurde man vom unermüdlichen Organisator und stadtbekannten Comité Bänggler Peperoni mit einem pointenreichen Prolog. Danach folgte der «dritt Väärs» lupenrein gepfiffen von der Gruppe Trou Bâloise. Dass es auch im vergangenen Jahr viel «Drägg ewägg- ewägg » zu wischen gab bekamen wir vom Schnitzelbank Stroosewischer zu hören.
Gestärkt durch Vorspeise und Suppe waren es die beiden Tambouren -Doppelmeter vom DC – die gekonnt die Retraite vortrugen. Wie allewyyl war man auf den diesjährigen Überraschungsgast gespannt. Gekommen ist Dr. Dr. Markus Bernoulli Bernoulli der aus seiner Sammlung « Baseldytschi Guet Nacht Mimpfeli» eine Kostprobe, zur Erheiterung des Publikums, zum Besten gab.
Beim anschliessenden Hauptgang, e Kalbsrugge uf caramelisiertem Boskop-Epfel, kam mir unweigerlich das diesjährigen Drummeli in den Sinn mit dem Raame «Sage Sie Epfel oder sage Sie Öpfel?» So Super wie dieses Raamestiggli war auch das servierte Essen. Bei dieser Gelegenheit der Hausherrin Esther Brühwiler und ihrem Team ein Kompliment auch für den freundlichen und reibungslosen Service.
Farbenfroh ging es weiter mit dem Auftritt der Schnabelwetzer. Wie gewohnt, stimmte bei Ihnen alles, originelle Verse, guter Vortrag und schöne Helgen. Und schon kam «dr näggscht» dr Doggder FMH mit der Schwester Erika. Freuen Sie sich auf den Bänggler wenn Sie ihn an der Fasnacht sehen und hören, mehr wollen wir hier nicht verraten.
Bevor der Gastgeber selbst mit seinen Versen auftrat, ertönte «dr zäänt Väärs vo de Alte», gepfiffen von der Gruppe Trou Bàloise die sich nun Trou Normand nannten, wieso auch immer?
Dr Peperoni glänzt auch dieses Jahr mit seinen Versen. Wir geben hier zwei Verse zur Kostprobe:
Wäge eme Pfyffkonzäärt vo zwai Minute,
will der Alex nimme schute.
Är verdraag das Pfyffe nit – Alex, o jee mi nee,
gang jo nbie an e Moorgestraich – dert pfyffe si no mee!
Oder ein Thema dem man in diesem Jahr des öfteren in verschiedenen Variationen antreffen wird.
E Päärli wo ins Fümoir goot,
verloot’s denn wider zoobe spoot,
Benääblet hueschte die zwai haim, und speeter denn im Bett,
merggt er, dass er us däm Qualm, die lätz Frau haimgnoo het.
Bevor der Uhrzeiger gegen Mitternacht zeigt verabschieden sich die Akteure mit dem traditionellen Epilog und dem Wettsteinmarsch und wir schlendern nach Hause in voller Vorfreude, denn bereits in 28 Stunden heisst es «Morgestraich Vorwärts marsch»


