Die Bummel bilden den Abschluss des Fasnachts-Jahres und finden an den drei auf die Fasnacht folgenden Sonntage statt. Es ist Tradition, ohne Kostüm und Larve, mit oder immer öfter auch ohne Instrumente die nahe oder weitere Region aufzusuchen und die drei schönsten Tage nochmals Revue passieren zu lassen. Ab 16.00 Uhr marschieren die Aktiven trommelnd, pfeifend und musizierend durch die Innenstadt; die meisten durch die Freie Strasse in Richtung Marktplatz.
Hierfür gelten die Polizeivorschriften «betreffend die Fasnacht (Vom 20. Dezember 2012). § 4. Trommeln, Pfeifen, Musizieren und Fasnachtszüge, b) Vor und nach der Fasnacht, Absatz 3: An den drei der Fasnacht folgenden Sonntagen darf im Zentrum Gross- und Kleinbasels von 16.00 bis 22.00 Uhr getrommelt, gepfiffen und musiziert werden. (Cliquenbummel)».
Im Buch «Die Basler Fasnacht» schreibt Eugen A. Meier über die Entstehung der Bummel-Sonntage: «An sich dauert die Basler Fasnacht drei Tage. Da jedoch die meisten Fasnächtler nach drei Tagen noch nicht genug haben, brauchen sie seit eh und je einen Ausklang, um das Ende der Fasnacht besser verkraften zu können. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Kehrausbälle und Cliquenbummel zu erwähnen. Beide Anlässe scheinen ihren Ursprung im letzten Jahrhundert (gemeint ist das 19. Jahrhundert. Anm. d. Redaktion.) zu haben. Dort scheinen die Schlussessen vermehrt aufgekommen zu sein. Dabei wurden sie vor allem durch die Prämierung des Quodlibet gefördert, da nun manche Cliquenrechnung nach der Fasnacht einen Überschuss aufwies. Dieser Überschuss wurde in der folge bei einem gemeinsamen Nachtessen, der sogenannten «Saldovertilgung» verbraucht. War der Überschuss einmal besonders gross, unternahm man einen Ausflug, beziehungsweise einen Bummel. Als die Prämierung nach 1910 durch die Subventionen des Fasnachts-Comités ersetzt wurden, bestanden die Fasnachtsbummel bereits. Seit wann für diesen Anlass drei Sonntage nach der Fasnacht zur Verfügung stehen ist nicht klar, offenbar spätestens nach dem 1. Weltkrieg».


