Adrian Kunz ist der neue Drummeli-Verantwortliche beim Fasnachts-Comité. Er gab heute einen kurzen Einblick in das Programm 2010. Um Längen bei den Umbauphasen zwischen den einzelnen Auftritten zu überbrücken, traten dieses Jahr jeweils die beiden «Stroossewischer» auf. Dadurch sollte ein strafferer Programmablauf erreicht werden. Da sich die Neuerung von Regisseur Michael Luisier bewährt hat, wird diese Idee nun noch konsequenter umgesetzt. Dieses Mal ist es ein Archäologe, welcher als roter Faden auftritt. Immer wieder forscht und gräbt er zwischen zwei Nummern und wird so allerhand Überraschendes an den Tag bringen. Sein Thema ist die Fasnacht, sein Grabungsort die Drummelibühne, sein Spezialgebiet – wie könnte es 2010 auch anders sein – sind die letzten hundert Jahre.
Pièce de résistance des Drummeli sind und bleiben die 18 Stammvereine, welche wieder tolle, kreative Auftritte präsentieren werden. 2010 sind es Die Aagfrässene, Barbara-Club 1902, Basler Bebbi Basel (BBB), Die versoffene Deecht (DVD), Dupf Club Basel, Giftschnaigge, Lälli-Clique, Märtplatz Clique, Muggedätscher, Naarebaschi, Olympia, Opti-Mischte, Pfluderi Clique, Rätz-Clique, Rootsheere Clique, Seibi-Clique, Verschnuuffer und Wiehlmys. Dazu kommt die Trommel- und Pfeiferschule «Pfluderi Junge Garde» mit einem ganz speziellen Auftritt.
Beide sind Comité-Spitzenbängg und doch sind sie unterschiedlich: Auf der einen Seite der Fasnachtspoet «Singvogel» (so Kunz), anderseits der «Doggter FMH» mit Röntgenbilder als Helgen, seinem berühmten «Ahh ja!» und der Schwester Erika. Und genau so unterschiedlich sind auch die beiden Guggenmuusigen: die «Schränz-Gritte», welche echt schänzenden Guggensound garantieren, und die «Jeisi Migger» mit ihrem eher Richtung Jazz gehenden Stil.
Gespannt sein darf man auf die sechs Rahmenstücke. Diese waren in letzter Zeit heftig in die Kritik geraten. Doch laut Kunz ist hier ein Aufwärtstrend in Sachen Niveau erkennbar. Zum bewährten Team mit Walter «Waeppi» Aeppli, Franz Bauer, Erika «Bötschli» Giger, René Quinche, Niggi Reininger und Doris Strütt gesellen sich neu Gerda Obolensky und Marcel Mundschin (als Archäologe). Dazu kommt noch der Bacchanalchor Aesch. Die musikalische Leitung hat Georg Hausamann. Für die Kostüme zeichnet Heidi Uebelhart verantwortlich, für die Maske Diana Fischer. Das Bühnenbild stammt von Andreas Daniel Vetsch. Zuständig für die Kulissen ist Andres Linsin, für die Bühnenarbeit Hugo Vogt und für den Aufsichtsdienst Rolf Hägler. Die Produktion liegt neu in den Händen von Adrian Kunz, sein Stellvertreter ist André Schaad.
Der öffentliche Vorverkauf beginnt morgen, am 18. November. Erstmals sollen Plakate in der Stadt und in der Agglomeration mithelfen, den Ticketverkauf anzukurbeln. Ab dann ist auch die neue Homepage www.drummeli.ch aufgeschaltet.


