Das Fasnachtsportal fasnacht.ch, auch bekannt unter «Basler Fasnacht Online», und fasnacht.digital, die neue digitale Plattform für Fasnachtsarchive, wollen ab sofort eng zusammenarbeiten. Dies umfasst das gegenseitige Zurverfügungstellen von Beiträgen und die Kooperation bei Veranstaltungen.
Beide Organisationen beschäftigen sich mit den «Scheenschte drey Dääg», die in Basel bekanntlich keineswegs drei Tage dauern; die Fasnacht dauert in irgendeiner Form praktisch das ganze Jahr. Während fasnacht.ch schon seit drei Jahrzehnten besteht und sich in dieser Zeit zu einer umfassenden Referenz für die Basler Fasnacht entwickelt hat, ist fasnacht.digital noch relativ jung. Diese Organisation hat den Auftrag, einen digitalen Abdruck der Basler Fasnacht zu erstellen und damit den Anforderungen an ein UNESCO-Weltkulturerbe nachzukommen.
Wer ist fasnacht.digital?
Seit 2023 arbeitet das Projekt fasnacht.digital daran, die Basler Fasnacht als UNESCO-Weltkulturerbe digital zu bewahren und die Fasnächtler zum Archivieren zu motivieren. Hinter der Plattform steht der Verein Dokumentation Basler Fasnacht mit der Co-Projektleitung Alain Grimm und Jo Vergeat, der eng mit dem Digital Humanities Lab der Universität Basel und einem Fachbeirat zusammenarbeitet. Getragen wird das Projekt von einem Netzwerk aus über 260 Akteurinnen aus Vereinen, Archiven und Forschung.

fasnacht.digital soll als zentrale Anlaufstelle Zugang zu dezentralen Archiven, speziellen Objekten, Geschichten der Fasnacht und zu praktischen Hilfsmitteln bieten. So kann das Materielle und das Immaterielle der Basler Fasnacht erlebt und bewahrt werden. Für den Archivteil, der noch in der Entstehung ist, sind schon jetzt Institutionen wie Staatsarchive, Museen und Medienhäuser eingebunden und die privaten Vereinsarchive folgen als Nächstes. Die Geschichten rund um die Fasnacht in unserer Region sind online und werden täglich mehr. Übrigens kann man sich jederzeit mit Geschichten rund um die Fasnacht früher und heute bei fasnacht.digital melden und so zum Sammeln der Geschichte unsere Fasnacht beitragen.
fasnacht.ch übernimmt Artikel
Im Internetportal fasnacht.ch wird fasnacht.digital künftig in regelmässiger Folge Beiträge über die Basler Fasnacht und ihr Umfeld aufschalten. Dabei geht es um die Geschichte der Fasnacht, um die Beteiligten, um neue Formen und notabene auch um die Zukunft dieser Basler Tradition.
Weiter wird fasnacht.ch die von fasnacht.digital organisierten Veranstaltungen ankündigen und bewerben. Je nach personellen Möglichkeiten wird das Redaktionsteam diese Veranstaltungen auch besuchen und entsprechende Berichte in Schrift, Bild und Ton veröffentlichen.

In der ART Woche lud fasnacht.digital zur Diskussionsrunde mit zMorge ein. Zum Thema «Laterne – ist das Kunst oder kann das weg?» unterhielten sich die vier Podiumsgäste Mimi Pierig, Oliver Mayer, Nathalie Meyer-Beuret und Dorian Weber.
Im Gegenzug kann fasnacht.digital auch Berichte von fasnacht.ch übernehmen und sich an deren Aktionen beteiligen. Zu denken ist da etwa an die letztjährigen «Rettung» des Vorstadt-Kellerabstiegs oder die Suche nach freien Kapazitäten für die cliquen-internen Abendessen an der vergangenen Fasnacht nach den amtlichen Kapazitätsreduktionen in den Kellern.
Gegenseitige Vernetzung nützt der ganzen «Fasnachts-Gemeinde»
Die beiden Organisationen verfolgen denselben Zweck, nämlich die Beförderung der Interessen der Basler Fasnacht. Sie tun dies aber teilweise auf unterschiedlichen Wegen und haben – schon historisch bedingt – ein unterschiedliches Zielpublikum. Hier soll nun die Vernetzung einsetzen, sagt etwa André Auderset, Co-Präsident von fasnacht.ch: «Wer bei uns einen Premierenbericht über das Drummeli liest, ist eventuell auch interessiert an der Geschichte dieses Vorfasnachtsanlasses oder würde gerne Tondokumente aus früheren Zeiten anhören. Hier kann ihm dann bei unserem neuen Partner geholfen werden.»
Fasnacht.digital erhofft sich von der neuen Zusammenarbeit vor allem auch eine Erhöhung des Bekanntschaftsgrades und eine Erweiterung der Basis, wie Co-Projektleiterin Jo Vergeat sagt: «Unser Partner ist nach so vielen Jahren DIE Adresse für diejenigen, die irgendeine Information über die Basler Fasnacht suchen. Nun sollen sie auf diesem Internetportal auch diejenigen Informationen finden, die wir anbieten können.»
Die Zusammenarbeit erfolgt ausdrücklich ohne gegenseitige finanzielle Interessen und ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die gilt ab sofort; nach rund Jahresfrist wollen sich die Beteiligten zusammensetzen und mögliche Änderungen und/oder Verbesserungen diskutieren.
Alles weitere findet man unter den folgenden Internetadressen:


