Fasnachtsbändeli 2023: „Brootwürscht hänn alli gärn“

8. Januar 2023 | Von | Bilder: Olly Klassen | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Wenn der „Brootwurscht Megge“ eine tragende Rolle hat, die Fasnachtsmusik von hoher Qualität ist und das Ensemble die Geschichte sehr professionell umsetzt, dann ist vom Fasnachtsbändeli 2023 die Rede. Die diesjährige Ausgabe feierte am Samstag seine Premiere und alle waren sich einig, das passt ausgezeichnet.

Fasnachtsbändeli 2023

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Das ESAF in Pratteln war im vergangenen Jahr das grosse Thema. Lange vor der Durchführung und lange nach dem Event wurde darüber berichtet und diskutiert. Ein so grosses Thema hat natürlich die Verantwortlichen gereizt und es wurde als Grundlage für das Fasnachtsbändeli mit dem Untertitel „Schwinge, Singe, Gässle“ aufgenommen.

Wenn ein erfahrener Mann wie Peter Keller textet und eine so bekannte Grösse wie Colette Studer Regie führt ist der Erfolg eigentlich programmiert, aber es braucht auch die richtigen Aktiven auf der Bühne welche alles umsetzen. Im Ensemble ist mit Silvia Ferrari, Sandra Heitz, Janina Gasser, Yamila Klingler, Silja Immeli, Markus Jeppesen, Silvio Fumagalli, Manuel Müller, Roger Gugger und Maurus Voltz ein guter Mix von sehr erfahrenen und sehr talentierten jungen Schauspielern vorhanden, welche der Aufgabe mehr als gewachsen sind.

Die Clique „Rooti Räppli“ hat am Umzug des Schwingfestes ein Gruppe von Ländlerfreunden kennengelernt und sie an die Basler Fasnacht eingeladen, damit sie auch einmal Weltkultur erleben dürfen. Vor dem wunderschönen Bühnenbild, (Dominik Flubacher) welches den Andreasplatz mit Brunnen zeigt, wartet die Clique auf ihre Gäste.

Das Basler Piccolo Ensemble (Leitung Gerald Prétot) pfeift zum Empfang der Gäste einen neuen Marsch den „Piccolino“, welches schon von Anfang an zeigt, auf welch hohem Niveau sich die Pfeiferinnen bewegen – chapeau.

Und dann treffen die Ländlerfreunde mit grossem Hallo ein. Die kulturellen Unterschiede werden sofort klar. Die Gäste kommen geschminkt mit Handorgel und Glocken und wollen Stimmungslieder wie „In München steht ein Hofbräuhaus“ oder „Eviva Espana“ zum Besten geben. Das wird natürlich sofort gestoppt. Das einzig Verbindende zwischen den Gruppen ist die Tatsache, dass alle den „Brootwurscht Megge“ von Pratteln her kennen. Die Rolle des Grillmeisters wird von Manuel Müller hervorragend gespielt und es ist ein Punkt im Programm welcher immer wieder die Lachmuskeln anregt. Er hat auch Soloauftritte als Sänger (Gesangscoaching Barbara Kleiner). Der Kiosk von Rumpelstilz heisst bei ihm so in etwa „wär hätt no gärn e Brootwurscht“. Das Publikum geht mit.

„Khoga guet“ finden auch die Ländlerfreunde, um es in Ihrer Sprache zu sagen. Und genau da passiert es, die Regie unterbricht das Programm und alle Schauspieler auf der Bühne werden aufgefordert in ihrer Muttersprache zu sprechen, damit wir in der Nordwestschweiz das Ganze verstehen. Ob das befolgt wird oder nicht, wird hier nicht verraten. Es folgt ein erstes Kräftemessen zwischen dem Ländlerfreund Guschti (Markus Jeppesen) und Felix (Maurus Voltz) welches natürlich an den erfahrenen Schwinger geht und er als Preis eine Fasnachtsplakette erhält.

Die sechs Tambouren der Basler Trommelakademie zeigen, dass auch sie auf sehr hohem Niveau trommeln können. Im ersten Teil virtuos und im zweiten Teil des Programms eher klassischer.

Apropos Felix, es entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihm und Anna (Yamila Klingler). Am Anfang mit Widerstand der Eltern aber mit Hilfe des unermüdlichen „Brootwurscht Megge“. Sie entfernen sich von der Gruppe und kommen als Schnitzelbank unter dem Namen „Wurscht und Brot“ zurück. Zur Melodie „ai du scheene“ singen sie Verse zu Elefant und Pinguin im Zolli, über Instagram, Skateboard und Kleberaktivisten.

Wenn plötzlich alle auf der Bühne ein Tütü anziehen und zu klassischer Ballettmusik tanzen bleibt kein Auge trocken, aber man merkt auch wieviel Training unter der Choreografie von Tatjana Pietropaolo das für alle bedeutet hat – eindrucksvolle Nummer.

Wie jetzt aber die Liebesgeschichte mit Felix und Anna zu Ende geht, ob der Kulturaustausch erfolgreich war, warum plötzlich alle tanzen, Anna etwas zur Melodie von „Alpenrose“ singt und am Schluss sogar der immer wieder unterbrochene „Schacherseppli“ plötzlich vom ganzen Saal gesungen wird, ist live an einer der nächsten Vorstellungen zu bewundern.

Als Fazit der Premiere kann gesagt werden, es war ein sehr unterhaltsames Programm mit viel Witz, Überraschungen, musikalisch sehr gut und kurzweilig. Ein Besuch lohnt sich sehr.

Das Arlecchino hat ein Bier im Angebot welches von der Brauerei blaue Ente als „Bändelibier“ gebraut wurde, von hoher Qualität ist und sehr gut schmeckt, genau wie das Fasnachtsbändeli 2023 selber auch.

Im Abendprogramm zusätzlich mit: Amerbach-Pfyffer, Basler Rolli – Jungi Garde, Rollaator Röösli, PereFyss, Heiri und Dipflischysser

 Vorstellungen:

Nachmittagsprogramm: Samstag, 07. Januar bis Sonntag, 12. Februar 2023; jeweils Sa/So 14:30 Uhr
Abendvorstellungen: Freitag, 27. Januar – Samstag, 11. Februar; jeweils Fr/Sa 20:00 Uhr
Tickets: www.theater-arlecchino.ch

Theater Arlecchino / Walkeweg 122 / 4052 Basel / http://www.theater-arlecchino.ch