Pfyfferli 2021 soll stattfinden – irgendwie

4. Dezember 2020 | Von | Kategorie: Nachrichten

Die Macher des Pfyfferli wollen nicht in den allgemeinen Absage-Kanon einstimmen, sondern durchhalten und die Vorfasnachtsveranstaltung auf die Bühne bringen. Allerdings ist noch nicht bestimmt, ob dies vor realem Publikum geschehen wird oder als Stream verfügbar gemacht wird.

Sollten ab Januar wieder mindestens 50 Zuschauer im Theater erlaubt sein, wird das Pfyfferli mit bewährtem Schutzkonzept im Fauteuil stattfinden können. Unter diesen Umständen würde das «Pfyfferli» im doppelten Sinne zum Bijou der Basler Vorfasnacht, kommentiert Caroline Rasser: „Wir könnten in den geplanten gut 40 Vorstellungen wohl gegen 2’000 Besucher im Fauteuil empfangen – anstelle der rund 14’000 Zuschauer in normalen Pfyfferli-Jahren.“ Man plant deshalb – unabhängig davon, ob Live-Aufführungen mit Publikum möglich sein werden oder nicht – das Pfyfferli auch digital und/oder via Fernsehen zu zeigen: „Wie und ob das Publikum zum Pfyfferli gelangt – und/oder das Pfyfferli zum Publikum, das hängt von den weiteren Entwicklungen der epidemiologischen Lage ab. Wir bleiben agil.“

Wie kommts daher, das Pfyfferli 2021?  Die Macher/innen erklären es so: „Schwarz/weiss – auf den ersten Blick. Wie die Pole unserer Gesellschaft. Und was für den roten Farbtupfer sorgen wird, bedarf wohl keiner Erklärung.
Im Narrenschiff segelt das Pfyfferli-Ensemble durch stürmische Gewässer. So treffen wir auf dieser Reise zum Beispiel auf zwei lästermaulige Daigaffe im geschlossenen Zolli. Wir erfahren, wie sich Alain und Frau Hubesack-Labhardt (mit -ckdt) die Zeit im Lockdown vertrieben haben. Frau Fasnacht wartet mit einer musikalischen Geschichte ihrer Irritation über die heutige Zeit auf. Die Covidian Harmonists besingen die Pandemie in höchsten Tönen (hier anhören), und zwei Polizisten erklären uns die Tücken des Racial Profilings.“

Es werde ein besonders musikalisches Pfyfferli, teils laut und bissig, teils still und besinnlich. Letzteres zum Beispiel in einem poetischen Basler Faasnachts-Dootedanz von Hansjörg Schneider, der dieses Jahr zum ersten Mal fürs Pfyfferli geschrieben hat. Und selbstverständlich dürfen weder fasnächtliche Klänge noch Schnitzelbängg fehlen.

Die Vorstellungen finden zwischen dem 8. Januar und dem 21. Februar 2021 statt. Sie dauern 90 Minuten und werden ohne Pause gespielt. Die bereits angesetzten 37 Vorstellungen sind bei einem erwarteten Zuschauerlimit von 50 Personen bereits ausverkauft resp. überbucht. Deshalb können aktuell keine Tickets gekauft werden. Sollte aber absehbar sein, dass man für 50 Zuschauer spielen dürfe, werden nach Möglichkeit kurzfristig zusätzliche Vorstellungen in den Vorverkauf gegeben. Informiert wird dazu laufend auf www.fauteuil.ch.