Regierung kommt Übungswilligen entgegen

13. Oktober 2020 | Von | Kategorie: Nachrichten

Der Basler Regierungsrat erlaubt das fasnächtliche Üben in den Langen Erlen ausnahmsweise schon ab dem 4. Januar 2021. Normalerweise darf dort erst vier Wochen vor der Fasnacht musiziert werden. Die Regierung erfüllt damit teilweise einen Vorstoss von LDP-Grossrat Michael Hug. Zusätzlich hat sein Fraktionskollege André Auderset bei den BVB angefragt, ob in deren Anlagen – etwa den Tram-Depots – fasnächtliche Übungsstunden möglich wären.

Viele Cliquen und Guggen können zur Zeit Corona-bedingt nicht in ihren Kellern üben und weichen ins Freie aus. Da dies in der zunehmend kälteren Zeit kaum eine Lösung ist, forderte LDP-Grossrat Michael Hug mit einem parlamentarischer Vorstoss, dass der Kanton hilft.

Hug dachte dabei an das Öffnen kantonseigener Räume oder mittels Einwirken auf die Messe, damit diese ihre Hallen zur Verfügung stellt. Da scheint man auf Granit zu beissen. Eine andere Idee von Hug soll nun aber zumindest teilweise verwirklicht werden. Für den Fall, dass vorerst keine Indoors-Lösungen möglich sein sollten, forderte er nämlich, dass die Zeit, in der die fasnächtlichen Gruppierungen in den Langen Erlen üben dürfen, nach „vorne“ ausgeweitet wird. Bislang ist dies erst vier Wochen vor der Fasnacht gestattet.

Dem ist der Regierungsrat nun nachgekommen: Er erweitert den Zeitraum für fasnächtliche Marschübungen in den Langen Erlen von vier auf sieben Wochen, wie er in einer Medienmitteilung vom 13. Oktober erklärt. Einmalig können vor der Fasnacht 2021 ab dem 4. Januar bewilligungsfrei fasnächtliche Marschübungen in Teilen der Langen Erlen durchgeführt werden. Die Verordnung zum Waldgesetz Basel-Stadt legt fest, dass für fasnächtliche Marschübungen auf den Waldstrassen in den Langen Erlen nur während der vier Wochen vor dem Beginn der Basler Fasnacht keine Bewilligungspflicht besteht. Nach Ansicht des Regierungsrats kann dem Bedürfnis der fasnachtsaktiven Bevölkerung Rechnung getragen und diese Verordnung einmalig angepasst werden.

Aber auch auf der „Indoors-Schiene“ soll nach weiteren Möglichkeiten gesucht werden. LDP-Grossrat André Auderset hat bei BVB-Direktor Bruno Stehrenberger nachgefragt, ob ausnahmsweise BVB-Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden könnten. Zu denken ist dabei an Tram- oder Busdepots. Eine Antwort steht bislang noch aus.

Regierungsrat spricht auch Geld

Zudem hat der Regierungsrat eine Kontaktstelle für das Fasnachts-Comité benannt und ihm 50’000 Franken zugesprochen, damit es sich bei der Planung der Fasnacht 2021 personell verstärken kann. Auf Initiative des Fasnachts-Comités werden derzeit Ideen für eine Fasnacht 2021 gesammelt und hat auch bereits ein Austausch zwischen dem Regierungsrat und dem Fasnachts-Comité stattgefunden. Der Regierungsrat hat in diesem Zusammenhang das Präsidialdepartement als Kontaktstelle innerhalb der Verwaltung für das Fasnachts-Comité bezeichnet, um dieses bei der Planung der Fasnacht 2021 organisatorisch zu unterstützen. Gleichzeitig hat der Regierungsrat einen Beitrag an das Fasnachts-Comité von 50’000 Franken aus dem Kompetenzkonto genehmigt. Damit soll sich das Fasnachts-Comité bei der Planung der Fasnacht 2021 personell verstärken können.