Ein Vierteljahrhundert fasnacht.ch

1. Januar 2020 | Von | Kategorie: Nachrichten

Seit nunmehr 25 Jahren dürfen wir von fasnacht.ch – oder Basler Fasnacht Online, wie wir auch heissen – über die Vorfasnacht, die Fasnacht selbst und alles, was sich so um die „scheenschte drey Dääg“ dreht, berichten. Wir freuen uns auf das nächste Vierteljahrhundert und danken für Eure Treue.

Es begab sich im Jahre des Herrn 1995, dass der Schreibende und einer seiner besten Freunde, Olly Klassen, beschlossen, sich wieder mal an Raclette zu erfreuen. Sie taten dies äusserst ausgiebig, was eine anschliessende Behandlung der Mägen mit Hochprozentigem erforderte. So war es nicht mehr als logisch, dass dieser Abend eine Schnapsidee gebar.

Wir fanden nämlich heraus, dass zwar Internet existierte und natürlich die Basler Fasnacht – aber (es war eben 1995) keine Basler Fasnacht auf dem Internet. Olly war als EDV-Mitarbeiter der Messe technisch auf der Höhe und in Sachen Infrastruktur an der Quelle. Der Schreibende als Journalist war des einigermassen flüssigen Schreibens mächtig und attestierte sich zumindest selbst einigen Humor, den er als Verfasser von Fasnachtsgschichtli und als Schnitzelbänkler auslebte. Fazit der beiden Schnapsdrosseln vor abgekühltem Raclette-Öfeli: Die Fasnacht muss aufs Internet.

Am nächsten Tag wurde zu unserm Verwundern festgelegt, dass die Adressen fasnacht.ch, fasnacht.org etc noch frei waren. Sie wurden umgehend reserviert. Dann wurde die neue Homepage mit Inhalt abgefüllt, zuerst sehr textbasiert, dann immer mehr mit Bildern, Videos und Audio-Dateien angereichert. Grossen Dank gehört dabei dem früheren Team-Mitglied Vloggy Strohm, der technisch und mit viel Engagement zur Modernisierung beitrug. Heute hat Olly Klassen mit Unterstützung von Ivo Birrer mit diese Aufgabe inne – der Schreibende wäre damit nämlich komplett überfordert.

Apropos Strohm: Da gedenken wir gerne, aber mit Wehmut, dem verstorbenen Hajo Strohm, der bis nahezu seinem letzten Tag unermütlich unser Back Office betreute. Ebenso wehmütig denken wir an unseren Fotografen Dennis Rhein zurück, der als ehemaliger Vize-Verkehrsdirektor uns einige Türen öffnete und für die englische Version unserer Seiten zeichnete.

Es gäbe auch einigen früheren und zum Glück noch lebenden Team-Mitgliedern zu danken, so etwa Simone Weber, die an einer der legendären Retraiten beinahe ein Badisches Kirchlein abfackelte. Ich möchte aber an dieser Stelle ganz ausnahmsweise eine kleine Dankesrunde an meine höchstgeschätzten, ja fast geliebten aktuellen Team-Freunde richten: Ivo Birrer, der nebst der Foto-Plugins als Fotograf wirkt – in dieser Sparte sind auch Michaela Brosig und Beat Schwald zu würdigen. Beim Text bringen ihre Kreativität ins Spiel:

Carmen Kolp (ich mach‘s, aber numme, wenn niemerts andersch will)
Lucien Graf (und ich mach alles anderi)
Daniel Thiriet (mir bruche Gschichte, wo die andere nit hänn!)
René Nägelin (isch pensioniert und hett trotzdäm Zyt…)

Ivo Birrer

Olly Klassen

Michaela Brosig

Daniel Thiriet

Carmen Kolp

Beat Schwald

René Nägelin

Lucien Graf

Vloggy Strohm

Simone Weber

Hajo Strohm

Dennis Rhein

André Auderset

Dank gehört auch verschiedenen externen Partnern wie der Firma Improware, welche uns die tollen Live-Übertragungen an der Fasnacht ermöglicht. Und ein ganz grosses Dankeschön an Olly Klassen, der neben dem schreibenden Methusalem das einzige verbliebene Mitglied der ersten Stunde ist, praktisch die ganze technische Abwicklung abdeckt und vor allem vor der Fasnacht mit den Live-Cams einen „Riesen-Büez“ hat.

Anfangs wurden wir nicht so ganz ernst genommen, auch das Fasnachts-Comité belächelte uns eher. Das änderte sich später. So wurden wir um Mitarbeit angefragt, als das Comité unter Obmann Alex Fischer ebenfalls ins Internet wollte. Unser Vorschlag, ihnen die Adresse fasnacht.org abzugeben, wurde auf Einspruch der damaligen (legendären) Sekretärin abgeschmettert – es erinnere sie an „Orgie“…

Heute ist die Zusammenarbeit mit dem Comité und mit all den Verantwortlichen der Vorfasnachtsveranstaltungen, mit den Obleuten von Cliquen, Guggen, Wägen, Schääsen und Schnitzelbank-Gesellschaften ausgezeichnet. Wir fühlen uns getragen und sind auch ein bisschen stolz, von der und für die Fasnacht berichten zu dürfen. Und manchmal auch ein überraschendes Echo zu erhalten, etwa vom Haimweh-Bebbi, der exakt zur Basler Morgenstreich-Zeit jeweils auf einem Hügel oberhalb von San Francisco die Trommel anschlägt.

Gerne hoffen wir, dass Sie uns alle auch in Zukunft die Treue halten. Was wir machen, machen wir ehrenamtlich – also gratis – aber hoffentlich auch die nächsten Jahre nicht umsonst.