Eröffnung Fasnachtsstuube: Frau Fasnacht lädt nun ganzjährig ein

1. November 2019 | Von | Bilder: André Auderset | Kategorie: Nachrichten

Zumindest in einem Lokal wird künftig ganzjährig Frau Fasnacht das Regiment führen: In der Fasnachtsstuube an der Schützenmattstrasse 21. Bis ins Letzte durchkomponiert hat die „Sujet-Baiz“ das Potential, zu einem Treffpunkt für Fasnächtler und Touristen zu werden. Nebst normal-preisigen Getränken und originellen Speisen bietet das an Allerheiligen eröffnete Lokal vor allem unheimlich viel zu bestaunen und zu geniessen.

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Man merkt es dem Macher-Trio an: Nach acht Monaten harter Umbau- und Einrichtungsarbeit sind Patrick „Almi“ Almendinger, Rolf Tschan und Heinz Zimmermann unglaublich stolz, ihr „Kind“ nun der Öffentlichkeit vorzustellen. Und sie haben auch allen Grund dazu. Man sieht es dem ehemaligen „Pinguin“ an: Hier atmet es Fasnacht aus allen Ritzen und in allen Ecken.

Das fängt bei der Bestuhlung an, die sich in Tambour- und Piccolo-Bänke wie in eine Guggen-Ecke und der Wäägeler-Bar gliedert. Dazu kommt eine Bänggler-Stube (das ehemalige Fümoir), in der Original-Larven von Grössen wie Anggebliemli, Schorsch oder Stachelbeeri zu besichtigen sind.

Überhaupt gibt es unzählige Exponate zu besichtigen, was schon in den drei Schaufenstern im Durchgang zu beweisen ist. Als ein Beispiel unter vielen sei das Originalkostüm von Otti Rehorek genannt, welches dieser in seiner Kult-Rolle auf der Drummeli-Bühne trug. Und begrüsst wird man von Frau Fasnacht herself, die vor dem Baizen-Eingang in einer Schääse Hof hält, wenn sie nicht gerade in ihrem Wohnzimmer – ein weiteres Schaufenster – gastiert.

Bei allem Betrachten und Staunen will man aber auch etwas für Kehle und Magen haben. Heinz Zimmermann, der seit vielen Jahren wirtet und der einzige Nichtfasnächtler im Trio ist, kann da beruhigen. Es gibt Bier (natürlich nicht mehr in der Auswahl des „Pinguin“, Wein und andere Getränke zu durchaus zivilen Preisen und nebst Hörnli mit Ghaggts eine Reihe von Kleinigkeiten, die auch den Aktiven serviert werden können, welche nach Hock oder Übungsstunde vorbeischauen.

Für Touristen und sonstige Gruppen gibt es ein spezielles Erlebnis. Die Fenster werden mit Rollos verdunkelt, welche ein Morgenstraich-Szenario darstellen, auf dem Screen kommen Szenen, die augenscheinlich kurz vor 4 Uhr darstellen, und wenn auf dem Schirm „Morgestraich vorwärts marsch!“ ertönt, geht bis auf ein paar „Latäärnli“ auch das Licht im Lokal aus und der betreffende Marsch ertönt. Wenn sich die Gänsehaut wieder gelegt hat, wird den Gästen dann noch ein Plättli mit Mehlsuppe sowie Zweibel- und Käsewaihe serviert.

Dem Macher-Trio ist es gelungen, seine Euphorie auf die Premieren-Gäste zu übertragen. Bleibt zu hoffen, dass das Publikum nun auch dann in Strömen kommt, wenn die Getränke selbst bezahlt werden müssen.

Fasnachtsstuube, Schützenmattstrasse 21, 4051 Basel. Offen Di – Do. 17.00 – 24.00 und Fr./Sa. 17.00 – 01.00. Spezialöffnung für Gruppen nach Absprache: 061 261 35 13. fasnacht@fasnachtsstuube.ch