BVB will sich an Bummelsonntagen verbessern

29. Oktober 2019 | Von | Kategorie: Nachrichten

Verwirrt und verärgert standen die Aktiven und Zuschauer 2019 am Schluss der Bummelsonntage an den Tramhaltestellen der Innerstadt. Obwohl die Schienenstränge ab 22 Uhr eigentlich frei waren, verkehrten die Trams weiterhin nach „Fasnachts-Muster“ und Hunderte blieb nur der Fussmarsch. 2020 soll dies nach einer Anfrage von fasnacht.ch ändern – zum Wohl des „Bummel-Volks“.

Wer kennt dies als Fasnächtler oder Zuschauer an den Bummelsonntagen nicht. Um 22 Uhr ist Schluss mit fasnächtlichem Musizieren, noch ein Schlummertrunk und dann ab aufs Tram. Aber ohalätz, da steht man am Märtzplatz, am Barfi oder an der Schifflände vergebens auf den Halteinseln. Die Strecken wären zwar frei, die Kundschaft in überreichem Masse vorhanden – aber die Trams fahren weiter nicht durch die Innerstadt.

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fasnacht.ch hat dieses Problem in einem Gespräch mit dem neuen BVB-Direktor Bruno Stehrenberger angesprochen und hat offene Türen eingerannt. 2020 werden die Trams nach Ende des „offiziellen“ Bummels, also nach ca 22 Uhr, die Innerstadt wieder bedienen und die Fasnächtler samt Instrumenten nach Hause chauffieren. Angesichts der Tatsache, dass ein hoher Prozentsatz der Aktiven in den umliegenden Vororten wie Muttenz, Aesch oder Therwil wohnen, ein wichtiges und sicher richtiges Vorgehen.

Wie das an den Bummelsonntagen bei der BVB abläfut, erklärte Bruno Stehrenberger so: „Der Netzservice vor Ort schätzt die Sicherheitslage (Fahrzeuge und Aufkommen Fasnachtsgruppen) ein. Sobald ein sicheres Durchkommen der Fahrzeuge nicht mehr möglich ist, wird die Leitstelle angewiesen, die Umleitungen nach Anordnung durchzuführen. Die Sperrung beginnt meist so zwischen 17 und 18 Uhr. In der Regel ist der Endstreich um 22 Uhr, und sobald sich die Gruppen (vor allem in der Gerbergasse) von den Schienen entfernt haben, wird die Umleitung aufgehoben.“

Dass dies an den diesjährigen Bummelsonntagen nicht geklaptt hat, erklärt der BVB-Direktor so: „Dieses Jahr hatten wir für den 3. Bummelsonntag einen Fahrplan hinterlegt, da eine spontane Sperrung infolge der regen Bautätigkeit zu grossen Ausfällen auf bestimmten Teilstrecken geführt hätte und ein Einreihen der Kurse nach 22.00 Uhr kaum innerhalb von 1 – 2 Stunden mehr möglich gewesen wäre.“

Fazit also: Grundsätzlich werden die normale Linienverläufe gefahren, für kurze Zeit werden einzelnen Strecken umgeleitet und anschliessend der Betrieb wieder aufgenommen (in der Regel nach 22.00 Uhr). Und das Geld, dass im 2019 für das anschliessende Taxi ausgegeben werden musste, kann im 2020 in ein, zwei weitere Biere, Lutz oder „Waggis“ investiert werden – zum Wohl der lokalen Wirtschaft!