Charivari: Rücktritt der Regisseurin

2. April 2019 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Colette Studer hat ihren Rücktritt als Charivari-Regisseurin erklärt, wie der Vorstand dieser Vorfasnachtsveranstaltung bekannt gibt. Seit der Neulancierung 2011, anfangs als Schauspielerin, später zusätzlich als künstlerische Leiterin, habe sie das Charivari – so der Vorstand – wegweisend geprägt und sei massgeblich am Erfolg der letzten Jahre beteiligt gewesen. Die Nachfolge ist noch nicht bestimmt.

CHARIVARI 2018 Pressekonferenz

Colette Studer (Regie) und Erik Julliard (Programmchef)

Charivari Pressekonferenz

Colette Studer

Manchmal der Verzweiflung nahe: Helvetia (Colette Studer)

Charivari 2019 © Klaus Brodhage (55)

Charivari 2019 © Klaus Brodhage (23)

Charivari 2019 © Klaus Brodhage (12)

CHARIVARI 2016

Charivari 2015

Charivari 2015

Charivari 2014

Man scheint auf gutem Weg bei der neuen Charivari-Crew; diesen Eindruck vermittelt ein Besuch bei den Proben. Die «Mimpfeli» aus den Rahmenstücken wecken hohe Erwartungen, die angekündigten musikalischen Nummern angesichts der hochkarätigen Besetzung sowieso.

Nach neun Jahren heisst es auf zu neuen Ufern: Die 42-jährige „Vollblut-Theaterfrau“ (Zitat Charivari-Vorstand) beendet ein eindrucksvolles Kapitel ihrer Karriere. Vor wenigen Tagen habe Colette Studer dem Charivari-Vorstand ihren Rücktritt als Regisseurin mitgeteilt. Grund für ihre Demission seien ihr Engagement an der Theaterschule SAMTS, zeitintensive Projekte und neue Ideen, die sie verwirklichen möchte. Als aktive Pfeiferin wird sie der Basler Fasnacht verbunden bleiben.

Colette Studer hat als Schauspielerin auf der Charivari-Bühne in den verschiedensten Rollen brilliert. Unvergessen bleiben unter anderem ihre Solo-Auftritte als Helvetia im Jahr 2011 oder als Justitia im Jahr 2016, bei denen sie auf eindrückliche Art dem Publikum die nachdenkliche Seite der Basler Fasnacht vor Augen führte. Aber auch als humorvolles ‚News-Männli‘ oder ‚Gugge-Tussi‘ wird sie dem Publikum in bester Erinnerung bleiben.

Im Jahr 2014 übernahm Colette Studer zusätzlich die Regie des Glaibasler Charivari und hat dem Anlass mit ihren künstlerischen Fähigkeiten zu neuem Glanz verholfen. Mit ihren kreativen Bühnenbildern und verrückten Ideen, wie dem überdimensionalen Setzkasten oder den sprechenden Türmen des Münsters und der Clarakirche, hat sie auch in diesem Bereich neue Massstäbe gesetzt und gezeigt, dass selbst bei engsten Platzverhältnissen vieles möglich ist. Colette habe zudem meisterhaft bewiesen, dass man Schauspielerei und Regie gleichzeitig unter einen Hut bringen kann, lobt der Vorstand. Ihr Anteil an der Erfolgsgeschichte des Glaibasler Charivari, seit dem Neustart im Jahr 2011, sei entsprechend gross.

Der Charivari-Vorstand bedauert den Rücktrittsentscheid von Colette Studer sehr, wird betont. Bezüglich der Nachfolge würden die Verantwortlichen rechtzeitig informieren. Das nächste Charivari findet vom 1. bis 15. Februar 2020 statt.

Auf Nachfrage von fasnacht.ch erklärte Studer, dass sie dem „Fasnachtsbändeli“, bei dem sie ebenfalls Regie führt, weiter erhalten bleibe.