Dr Schlussoobe vo dr IG WuF; noonemool ablache

23. März 2019 | Von | Bilder: Lucien Graf | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

IG WuF ist eine Gemeinschaft von Schnitzelbängglern, welche keiner Gesellschaft oder einem Comité angehören. Sie verbringen ihre Fasnacht „Wild und Frei“ und tingeln durch die Beizen und Fasnachts-Keller während der drey scheenschte Dääg ohne festen Routenplan. Gestern feierten sie ihren Schlussabend im  „Schönen Haus“ am Nadelberg und es wurde wiederum ein gelungenes Familienfest.

Schlussoobe IG WuF 2019

im Käller vo de alte Stainlemer

Schlussoobe IG WuF 2019

Daniel Scheier, Moderator

Schlussoobe IG WuF 2019

Hansjörg, zem letschte Mool Källerchef

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Drummelhund

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Drummelhund

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Bolteri

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Bolteri

Schlussoobe IG WuF 2019

D Spyyrind

Schlussoobe IG WuF 2019

D Spyyrhind

Schlussoobe IG WuF 2019

S Kuni usem Gundeli

Schlussoobe IG WuF 2019

S Kuni usem Gundeli

Schlussoobe IG WuF 2019

d Kontigteere

Schlussoobe IG WuF 2019

D Kontigteere

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Knurri

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Knurri

Schlussoobe IG WuF 2019

d Styyrverwaltig

Schlussoobe IG WuF 2019

D Styyrverwaltig

Schlussoobe IG WuF 2019

s Dintelimpli

Schlussoobe IG WuF 2019

s Dintelimpli

Schlussoobe IG WuF 2019

D Schlyychwärbig

Schlussoobe IG WuF 2019

D Schlyychwärbig

Schlussoobe IG WuF 2019

D Schlyychwärbig griege iir Bhaltis

Schlussoobe IG WuF 2019

Daniel Scheier Moderator

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Glaibasler

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Glaibasler

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Lumpesammler vo Zwinge

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Lumpesammler vo Zwinge

Schlussoobe IG WuF 2019

Martin mjps Schwitter mit em pensionierte Helgedräger vo Zwinge

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Källerbangg

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Källerbangg

Schlussoobe IG WuF 2019

D Bebbi Buebe

Schlussoobe IG WuF 2019

D Bebbi Buebe

Schlussoobe IG WuF 2019

D Bebbi Buebe mit neyem Helgedrääger

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Boodesuuri

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Boodesuuri

Schlussoobe IG WuF 2019

d Velokurier

Schlussoobe IG WuF 2019

D Velokurier

Schlussoobe IG WuF 2019

Die Antiquerte mit em Mario

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Mario bi de Antiquierte

Schlussoobe IG WuF 2019

Die Antiquierte mit em Mario

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Helge vo de Antiquierte, wie allewyyl ganz ney gmacht und uff s aggtuelle Sujet aabasst.

Schlussoobe IG WuF 2019

Dr Martin mjps Schwitter und dr Daniel Scheier

Schlussoobe IG WuF 2019

D Karikatur fir e schaidend Källerchef Hansjörg

Schlussoobe IG WuF 2019

Bhaltis

Nachdem sich die Besucher mit Speis und Trank beim aufmerksamen Kellerpersonal der alten Garde der Alti Stainlemer eingedeckt hatten, richtete der Moderator des Abends Daniel Scheier von den Malefyz-Balaari-Waggis einige Begrüssungworte an die Gäste. Seinen Worten folgte die Begrüssung des Kellerwirts Hans-Jörg, kurz und herzlich. Alsdann gedachte man dem im vergangenen Jahr verstorbenen Freund der IG WuF Hampe, welcher  unter anderem als Hoffotograf des Schlussabendens in guter Erinnerung bleibt. Ihm wurde eine Schweigeminute gewidmet. Alsdann wollten sich aber alle den positiveren Dingen im Leben widmen und freuten sich nun auf die Darbietungen.

16 Bänggler-Formationen haben sich für den Schlussabend der IG WuF angemeldet. Im vollbesetzten Keller am Nadelberg eröffnete um 1915 Uhr, Dr Drummelhund den Reigen. In seinem zweiten Jahr als Bänggler und im Beisein seines Welpen, hat sein Vortrag, trotz Intensiv-Coatching, noch Luft nach oben.
Im ersten Jahr als dr Bolteri stand nun ein routinierter „Värslischmid“ im Keller. Bereits mit 20 hat der mittlerweile 53 Jährige Schnitzelbängg gesungen und ist seither unter verschiedenster Pseudonymen aufgetreten. Im Domizil  der alten Garde der Alti Stainlemer hat er noch kurzerhand einen Vers aufs Papier gebracht, welcher eben dieser alten Garde gewidmet war. Brandaktuell wurde dieser Vierzeiler schnörkellos vorgetragen.

Bereits im 26. Jahr sind d Spyyrhind im Fasnachtstreiben unterwegs (und ich habe sie noch niemals gehört). Mit der zweistimmig gesungenen einfachen Melodie, welche wiedererkennungswert besitzt, haben sie die Gäste innert weniger Silben in ihren Bann gezogen. Gut verständlich, pointiert, ein wirklich hervorzuhebender Bangg. Hier hat alles gestummen. Mit diesem tollen Vortrag endet der erste Block und es durfte nachgeschenkt werden.

s Kuni usem Gundeli, ein neuer Bangg eröffnete den zweiten Block. Als Solist, ohne Helgenträger oder musikalischer Begleitung brachte er/sie die Verse dar. Unter der Larve verbirgt sich ein junger Mann, welcher die nächste Generation der Bängglergilde darstellt. Für Nachwuchs ist also gesorgt.

Wiederum beeindruckend war die Konstruktion ihrer Bahnhofanzeigetafel. Die Rede ist von d Kondigteere seit 2014. Im letzten Jahr an gleicher Stelle noch zu dritt mit männlicher Singstimme, waren heuer lediglich die beiden Bahnarbeiterinnen zugegen. Leider ist deren Stimme dermassen zierlich, dass die Verse akustisch kaum zu verstehen waren, was natürlich keine gute Voraussetzung für einen stimmigen Vortag bedeutete. Schade.

Dr Knurri als Einzelmaske und Mundharmonika hingegen, hatte keine Mühe sich Gehör zu verschaffen und brachte seinen Vortrag souverän und knackig dem aufmerksamen Publikum dar.

Als erster Gastbangg stellten sich nun d Styyrverwaltig (Bebbi Bängg) den fachkundigen Zuhörern. Die Melodie, welche von einem anderen Bank abgekupfert wurde, ist bekannt und so konnten alle Gäste mitsummen. Gut gemacht! Übrigens wenn man die Larve des Sängers betrachtet, könnte man den Eindruck erhalten, dass diese  TeleBasel-Mitarbeiter Adrian Pachesi als Vorbild hatte.

Im vergangenen Jahr galten sie als Versprechen für die Zukunft! Das zweite Jahr ist jedoch bekanntlich das schwerere! Es galt das geleistete zu bestätigen und das haben sie eindrücklich gemacht. S Dintelimpli überzeugte auch in dieser Fasnachtssaison mit tollen Versen, überraschenden Pointen, unterschiedlichen Melodien und einem Auftreten, was Selbstvertrauen ausstrahlt. Grossartig, wir freuen uns auf die weiteren Jahre mit diesen jungen Bänggler. Sie beschlossen den zweiten Block.

Ein weiterer Bebbi Bangg d Schlyychwärbig in ihren lustigen Ueli, setzten den Schlussabend fort. „bis zletscht“ so der Titel ihres Monsterbangg und bis zletscht wussten sie zu überzeugen. Schön gesungen und treffend formuliert. Das hat gepasst.

Ganz neu und vom Glaibasel an den Nadelberg gekommen ist dr Glaibasler. Ganz ohne Musik, Gesang, Requisiten oder anderen Hilfsmitteln, erzählte er gedrechselte Verse vornehmlich über das Glaibasel. Wie könnte es auch anders sein. Im ersten Jahr als dr Glaibasler unterwegs, werden ihm die Themen für die kommenden Jahre rund um das mindere Basel bestimmt nicht ausgehen.

„Jä Nei Hösch…. mir sin vo Zwinge“, hallt es durch den Keller, als Dani Scheier dr Lumpesammer ankündigt. Zusammen mit dem George aus Basel als neuen Helgenträger, hat es der Bänggler-Singer aus dem Laufental geschafft die Gäste aus dem Alltag zu reissen und mit seinem tollen, lebendigen Spiel zu begeistern. Ein absoluter Aufsteller und einer der Höhepunkte dieses Abends. Sein Vater, welcher ebenfalls zugegen war, stellte in den vergangenen Jahren sein Helgenträger dar, nun ist dieser in Fasnachtspension gegangen. Ihm wurde auch noch ein Dank zugetragen.

Bereits im 32 Jahr sind dr Källerbangg unterwegs. Bereits Legendär ihr Vers 21. 22. 3e, 4e, 5e, 26. … und so wurden sie auch gleich begrüsst als Bangg im Käller. Wiederum ausstrafiert mit einem kleinen Helgen und dessen grossem Bruder, wussten die vier Källerbänggler erneut zu gefallen und ernteten verdienten Beifall.

Für den letzten Gast-Bangg des Abends standen nun d Bebbi Buebe (BSG) bereit. Bereit ist jedoch etwas voreilig, mussten sie sich doch noch einen geeigneten Helgenträger aussuchen. Die Wahl fiel auf Moderator Daniel Scheier, für den noch schnell eine geeignete Waggislarve organisiert worden ist, weil auch hier gilt: me drait e Larve! Alsdann waren sie bereit und trugen ihre Verse vor. Hier sei angemerkt, dass die Fasnacht schon einige Tage vorbei ist und man daher den einen oder anderen Vers schon wieder vergessen kann… Ein amüsanter Auftritt.

Dr Boodesuuri mit seiner Begleitung brachte anschliessend mit viel Tam Tam, seinen Vortrag über die Bühne. Sein, seit dem vergangenen Jahr, neu initiiertes Konzept ist vollends aufgegangen und die Gitarrenbegleitung ist eine absolute Bereicherung für seine Auftritte. Ein toller Jahrgang vom Boodesuuri. Weiter so!

Mit den im Strassenverkehr als Verkehrsteilnehmer meist ungern gesehenen „Spaicheduubeli“ haben sich die nächsten Protagonisten einen leicht zu verstehenden Namen ausgesucht. Als d Velokurier bringen sie jedoch keine Postsendungen sondern Pointen unter die Leute. Ein lustiger, junger Bangg, der auf der Basis ihres Tuns die ersten Erfahrungen sammeln konnten und durchaus Potential haben.

Etwas mehr Erfahrung bringen die beiden letzten Schnitzelbänggler mit. Die Antiquierte, Garanten für spitzige, treffende Pointen, bilden den Abschluss dieses vortrefflichen Abends. Eigens vom Tiefbauamt wurden ihnen der Mario zur Verfügung gestellt, der kurz vor dem Endstreich seinen Besen zur Seite legt und über seine Tätigkeit als Strassenwischer und seinem grossen Chef, Hanspeter Wessels, einiges zu berichten hat. Da der Mario nicht Handorgel spielen kann, wurden die Gäste aufgefordert den Refrain mit zu singen. Si, si, si, si…. machten natürlich alle mit. Ein höchst amüsanter Abschluss und ein weiterer, aber auch letzter Höhepunkt dieses Schlussabends.

Nun stand nochmals Martin mjps Schwitter, die graue Eminenz der IG WuF auf der Treppe und äusserte traditionell  einige Dankesworte. Als erstes wurde Daniel Scheier gedankt, welcher wiederum bravourös durch den Abend geführt und auch als eingesprungener Helgenträger eine gute Figur gemacht hat. Ihm wurde eine Tüte Ovomaltine überreicht, es wird damit nicht besser, er kann aber länger… Gedankt wurde auch Stefan, der erneut für die Organisation dieses Schlussabends verantwortlich war und dafür sorgte, dass die richtigen Leute ein- oder eben auch ausgeladen worden sind. Ihm wurde ein Säckchen mit Incarom überreicht. Hansjörg, Kellerchef zum 9. Mal gibt diese Tätigkeit auf und wird nun Kellerpensionär. Ihm wurde eine eigens vom Dintelimpli gefertigte Karikatur übergeben als Dankeschön für die langjährige Gastfreundschaft im scheene Huus. Und selbst meine Wenigkeit wurde mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht (e glaine Ussziebächer), stellvertretend für die Redaktion von Fasnacht.ch, für die jeweilig schöne und exklusive Berichterstattung.

Schlussoobe vo dr IG WuF
Die Themenvielfalt deckt sich natürlich mit den der anderen Schnitzelbängglern, von denen es in Basel rund 120 gibt und einige davon an Vorfasnachtveranstaltungen oder im Fernseher bereits zu sehen/hören waren. So wurde die MUBA, Donald Trump, Tesla und Baschi Dürr, HP Wessels, Frau Ackermann, das Bebe im Rathaus und deren weiteren Einsitzenden, die Bundesräte, die Negro und Mohrenköpfe oder der FCB Ziel von bissigen Pointen und natürlich bekamen auch die Deutschen, Zürcher und Baselbieter ihr Fett weg.

Ich habe bereits im vergangenen Jahr von einem familiären Anlass der IG WuF berichtet, von Freunden die Freude am Bängglen haben und sich aber keinem Comité oder Gesellschaft anschliessen, resp. unterordnen möchten. Es war auch im Jahrgang 2019 Familiär und Freundschaftlich. Ein gemütlicher Abend unter Gleichgesinnten, welche nochmals ihrem Hobby frönen oder denjenigen zuhören möchten, welche dieses betreiben. Über das Gehörte kann man sich immer streiten, dem einen gefällt diese Art von Humor und andere lachen über andere Pointen. Der Bericht widerspiegelt natürlich meine eigene rein subjektive Wahrnehmung, ich teile jedoch die Meinung eines langjährigen Bängglers nicht, der in diesem Jahr pausierte, welcher den Jahrgang 2019 der IG WuF als schlechter bezeichnete als im vergangenen Jahr. Ich fand es toll, aber wie geschrieben, jeder sieht es ein wenig anders und das ist gut so. Ich freue mich aufs kommende Jahr, wenn die IG WuF wiederum sich und die Fasnacht feiert.