Geschickte Lämpe- und Bummel-Taktik

22. März 2019 | Von | Kategorie: e Hampfle Räppli

Drei Anlässe sind fast in jeder Fasnachts-Einheit üblich, der Bummel, die GV und die „Lämbbe-Sitzig“. Wenn man das gut kombiniert, so vermeidet man Ärger und ungute Stimmung am Bummel oder an der GV. Meisterhaft ist die hier beschriebene Variante, die allerdings einen „frühen Vogel“ im Präsidium verlangt.

Üblicherweise gilt der Bummel als cliquen-internes Schaulaufen in der Innerstadt. Davor noch ein kulturell-kulinarischer Event… und dann auf die „Pyschte“! Bei manchen Fasnachtseinheiten wird aber der Bummel auch als „Lämbbesitzig“ genutzt: Man tauscht sich darüber aus, was vor und während der Fasnacht nicht optimal gelaufen ist…dass der Cliquenzeedel nicht zu den Zugs-Kostümen gepasst habe… dass d Ladüttere zu wenig oder zu viel gesellschaftskritische „Värsli“ gehabt habe…. dass ‚man nur wegen den Jungen‘ auf verschiedene (eingeübte) Märsche verzichten musste….

Eigentlich ja nicht die Idee des Bummels! Denn beim Bummel sollte nochmals alles Gute der vergangenen Fasnacht widerspiegelt werden können und in freier Harmonie von der „Freye“ bis zur „Harmonie“ defiliert werden können. Deshalb machen viele Gruppierungen eine separate „Lämbbesitzyg“meist erst nach Ostern.

Die „Lumbaazy-Clique“ (Name leicht abgeändert) – eine wilde Formation mit 9 PfeiferInnen und 3 Tambouren – geht da einen ganz anderen Weg. Um das Cliquenwesen zu vereinfachen und den Bummel unbeschwert angehen zu können, hat die Obfrau vor drei Jahren beschlossen, die „Lämbbesitzyg“ auf 05.00 Uhr vor dem Bummel anzusetzen.

Seit 3 Jahren sitzt sie nun einsam im Cliquenkeller herum und wartet auf die KritikerInnen… um dann 08.30 im Bahnhof SBB zu den Anderen zu stossen. Es wird berichtet, dass dieses Angebot zur „Kropfleerete“ nie benutzt wurde und cliquenintern seither immer „Minne“ herrscht!