VSG Schlussoobe 2019: In sehr familiärem Rahmen

16. März 2019 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Die VSG (Verainigty Schnitzelbangg Gsellschaft 1906) ist zum Abschluss der Fasnacht im Volkshaus zusammen gekommen um sich an ihrem traditionellen Schlussabend nochmals dem Publikum zu präsentieren. Wie immer ein Anlass in sehr familiärem Rahmen. 

Bäffzgi

Bäffzgi

Bajass + Omega

Bajass + Omega

Blagèèri

Blagèèri

Echo vom Säntis (3)

Echo vom Säntis

Echo vom Säntis

Echo vom Säntis

Kaffidante

Kaffidante

Käller Diirli

Käller Diirli

Källerwäntele Zunft (2)

Basler Källerwäntele Zunft

Källerwäntele Zunft

Basler Käller Wäntele Zunft

Luuszäpfe (2)

20 Joor Luuszäpfe

Luuszäpfe

20 Joor Luuszäpfe

Nachtschwärmer (2)

Nachtschwärmer

Nachtschwärmer

Nachtschwärmer

Schnapsbagge (2)

Schnapsbagge

Schnapsbagge

Schnapsbagge

Schrumpfkepf

Schrumpfkepf

Schwoobekäfer

Schwoobekäfer

VSG Familie

VCG Familie

Der Präsident durfte dieses Jahr eine neue Formation als Aktivmitglied begrüssen. D Kaffidante mit wunderschönem Goschdym als alti Dante. Der zweite Neuling dr Hampe vo Kleihünige konnte leider am Schlussabend nicht dabei sein. So waren es sieben Bänke der VSG und drei Gastbänke welche den Abend bestritten.

Im fast vollen Union Saal konnten die Besucher, welche mehrheitlich aus Angehörigen und befreundeten Aktiven bestanden, als erstes die Blagèèri geniessen, welche das grosse Thema der Fasnacht wie folgt abhandelten:

D Basler Polizei wogt sich technisch füüre
Si kaufe Tesla die mit de Flügeltüüre
In änge Gasse du glaubsch es kuum
klättere Tschugger uus em Kofferruum

Dann folgte wie erwähnt der Neuling, d Kaffidante:

D Kaffidante darf jetzt Gschalte faare – glernt hett si’s Automat-isch
Das mit de Gäng das schnallt si nid – sisch wirgglig problematisch
Si lüttet aa – «I kumm nid vorwärts» – do mein i nur ganz drogge
Bi ich im Auti nid derbi – muesch du uff die linggi Site hogge

Auch ein Jubiläum wurde am Schlussabend gefeiert – Gratulation an die Luuszäpfe zum Zwanzigjährigen. Die grosse Erfahrung konnte man bei ihrem Auftritt geniessen. Zwei Beispiele zum Thema BVB und Basler Polizei:

D’BVB het z’wenig Personal, das isch esoo.
Denn wäge däm Diräggder laufe villi dört dervoo.
Bald jede wird dört grangg und d’Stimmig goot nur no bachabb.
Es fehlt nümm vill denn haue d’Büs und d’Drämmli au no ab.

Im Spiegelhof bi Grabyyge / het me ganz dief unde
D’Knoche vom ene Kamel uss Römerzytte gfunde.
D’Bedüttig vo däm Fund isch glaar / die kaasch däm Värs entnää:
Bi de Basler Schugger het’s / Kamel scho immer gää.

Die Basler Källerwäntele Zunft war mit „z Basel, Altfrangg und Uncle Sam“ für die fasnachtsmusikalische Note verantwortlich. Ein schöner Vortrag welcher nochmals so richtige Fasnachtstimmung in den Saal brachte.

Der erste Gastbank s’Källerdirli war ein Volltreffer. Wie aus VSG Kreisen zu erfahren war, soll er nächstes Jahr nicht mehr Gastbank sein, sondern Vollmitglied – das wäre ein grosser Gewinn für diese Gesellschaft. Zwei Beispiele aus dem tollen Programm:

Meine lieben Schweizer, ich stelle mich nicht mehr zur Wahl
ich danke demVolk und meinem Sprachroboter zuhause aus Altmetall
für mich übernimmt die Keller-Sutter, ich geh zu Frau und Hund
leben sie wohl und vergessen sie nicht: Lachen ist gesund

Dr Neymar rollt und rollt und rollt und rollt und schreyt und rollt
dr Schiri rollt mit de Auge und rollt und seufzt und rollt
dr Gägner grollt und fluecht und grollt, will dr Neymar rollt
gnützt hetts nit, dass dr Neymar rollt, jetzt rollt er nimm, är schmollt

Die Bäffzgi haben ein neues Konzept, er spielt Örgeli und sie singt. Eine klare Steigerung gegenüber Vorjahr:

Mi Maa hett mi gfroggt was mer am Sunndig koche wänn
no hani gsait, ebbis wo mer scho lang nimm gässe hänn
und wo’n’en eso aalueg, hani miesse lache
mer könnte jo wieder emol e suure Mogge mache.

Die Nachtschwärmer hatten mit ihrem Instrument zu kämpfen, welches die Fasnacht nicht schadlos überstanden hat und meinten zum bekannten Hit 079:

S’Lied 079, wo me öfters gheert
Het d’JUSO Chefin schuurig gsteert
Si findets schyynts sexistisch, doch mir wisse, was si bloggt
Logisch het bis jetz no kaine, nach iirer Nummere gfroggt

Fetziger Guggensound der Schrumpfkepf (mit quirligem Fahnenträger) holte nach der Pause die Besucher wieder in den Saal und schon war d Schnapsbagge auf der Bühne, ebenfalls ein erfahrener Bank und ein sicherer Wert:

Ych mäld dr Frau uff Facebook, dass ych si lieb und due se uff Instgram lobe.
Ych twittere, si sig die Gröscht und lad se yy per WhatsApp, morn zoobe.
Ych tuenere scheen mit E-Mail, schryyb SMS, vo Sorge, wo ych nimm ka trage,
bis ych mergg: Sie hoggt jo nääbedraa, ych hätt’s ere diräggt kenne sage.

Der zweite Gastbank, dr Schwoobekäfer ist natürlich ebenfalls ein Glanzpunkt im Programm – ein Beispiel:

D Regierigsreetin d Ackermaa, die losst uns wisse
sie sig im Roothuus gschtolperet und haig e Seppi grisse
mir hänn wos ghaisse hett, es sig dr Kopf verbiilt vom lande
erlichteret zer Kenntnis gno, es isch e Kopf vorhande

Und auch der dritte Gast war eine Bereicherung. Mit seinem Ostschweizer Dialäkt nahm sich das Echon vom Säntis gleich selber aufs Korn:

Mini Vers woni sing, sind vom Intellekt her perfekt
es fehlt nur no dr recht Dialäkt

Der Olma goots prächtig, mit ihre Brodwürscht sîsch rüehrig
Bi muba und FCB sind d Würscht in dr Füehrig

I bi allergisch uff alles, Nüss, Gluten und Laktose
Drum fress y jetzt nur no d Verpackig und d Dose

Den Abschluss bildeten wie immer Bajass und Omega mit ihrem alljährlichen Sommerau Vers. Bekanntlich werden gesungene Witze nicht besser wenn man sie jedes Jahr wiederholt, aber erstens ist es bequem, wenn für die kommende Fasnacht immer schon ein Vers bereit steht und zweitens können sogar die Stammbesucher des Schlussabends immer noch darüber lachen. Es wäre trotzdem zu überdenken ob das Haltbarkeitsdatum dieses Verses nicht schon längere Zeit abgelaufen ist, aber sie haben auch folgendes Telefon belauscht:

Dr Donald lüttet em Ueli a – «Hello, listen to me»
«Kumm zu mir nach Amerika – denn bisch au du derbi»
«Was muess ich dänn deet soˬmache?» – duet dr Ueli in Hörer huuche
«An dr mexikanische Gränze unde – könnt in di als Muurer bruche»

Mit einem gemeinsamen Foto aller Aktiven der VSG ging der Abend zu Ende – eben ein sehr familiärer Anlass.