Laternenausstellung – auch im Hellen ein Genuss

12. März 2019 | Von | Bilder: Lucien Graf | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

So richtig genussvoll ist die Laternenausstellung auf dem Münsterplatz natürlich erst, wenn die „Lambbe“ in der Dunkelheit funkeln. Aber auch am Tag lohnt es sich, ins Gewusel zwischen den Laternen zu steigen. Man hat endlich mal Zeit, das Gesamtwerk zu bestaunen und die Musse, sich den kleinen Versen auf den Laternen zu widmen.

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

au vor em Minschterblazz gits scho Kunscht

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

au vor em Minschterblazz gits scho Kunscht

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

Latärneusstellig uff em Minschterblazz

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Latärneusstellig uff em Minschterblazz

Schon um die Mittagszeit drängen sich eine Unmenge Leute auf dem Münsterplatz um und zwischen die Laternen. Wer dem Stau an der Kinderfasnacht (vgl. diesen Bericht) entgehen wollte, landete hier vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in der Sch… Das sollte einen aber nicht hindern und stattdessen dazu motivieren, bei möglichst jeder Laterne stehen zu bleiben.

Es sind zum einen die wirklich superben Kunstwerke der Laternenmaler, die in tagelanger Arbeit entstanden sind und glücklicherweise in der grossen Mehrzahl den Sturm am Sonntag vor der Fasnacht überlebt haben. Und es sind nicht zuletzt die feinen Sprüche, mit denen die Kunstwerke gewürzt werden. So etwa bei der Wettstai Clique, wo unter dem bekannten Negro-Logo geschrieben steht:

Glaikariert dunggt uns d Idee
Rassismus in däm Logo z gseh

Dasselbe Thema sprechen die Verschnuufer mit ihrem Sujet „Naarefreyhait“ an:

D Fasnacht konserviere, Änderige rebbariere,
mir interpretiere: Naarefreyhait schigganiere

Und Political Correctness zum Dritten – hier von den Gundeli Gniesser:

Nur ganz korrägt sottsch hütte schnuure
Do blybbt nur s Schimpfe hindeduure

Viele Laternen haben das Muba-Logo drauf und viel Weltschmerz, dass diese Messe im 2019 ihre Derniere hatte. Wir lesen beispielhaft auf der Lampe der Sans Gêne Alte Garde

D Mueter vo de Mässe
kasch jetzt glatt vergässe

Zum selben Thema die Alte Garde der Breo:

Armseelig Basel – schigg di dry
S geen d Mässe jetzt bachab dr Rhy

Meist müssen die Themen spätestens im Sommer unter den Nägeln brennen, sonst reicht es nicht mehr für Cliquen-Sujets. Sehr aktuell sind da aber Rosshof Spatze vo de Agfrässene mit ihrem Sujet „Si hänn kaini Aier meh“:

Nähmt si d Pille
miesst si im Grosse Rot nit stille

Mit dem „Eier haben“ haben es auch die Seibi Mysli:

Weichei, Matscho, Prinze-Rolle,
wisse Manne was si solle?

Oft ist es aber das kleine, lokale Sujet, dass gefällt – etwa die Alte Garde der Muggedätscher:

In Basel dien si an jedem Egge
D Lyt mit Trottinett verschregge

Oder die Alte Garde der Agfrässene, die mit „Forelle blau“ Mitleid mit einem von den Behörden schikanierten Wirt zeigt:

Bim Kanton schynts, het e Frau
e Wulle uf Forälle blau

Von ganz anderen Fischen und deren Problemen haben es die Alte Haimelige Verschnuufer:

Dä glai Fisch duet heftig zugge
non em Blastygg Gugge schlugge

Und dann gibt es noch die Sprüche, die man eigentlich jedes Jahr auf die Laterne schreiben kann. Gefunden bei den Sporepeter:

Seesch, as e Uffgoob uf di zue will koh
Machsch e Schritt uf z Syte zum se duureloh

Ebenfalls jedes Jahr zu gebrauchen ist der Spruch der VKB (2019 = Vereinigti Kryyse Bewältiger):

Mir glaube alli ganz fescht draa,
dr Wessels wird no Fäärimaa

Und dann gibt es – meist auf dem Syte-Diirli – die internen Sprüche, bei denen man höchstens erahnen kann, was gemeint ist. Die Olympia ist wohl mit dem Laternenkünstler nicht ganz zufrieden:

Letschtmool z hoch und dismool z brait,
die näggschti Lambbe wird vom Künschtler drait

Ebenfalls sehr intern auf der Lampe der Alten Garde der Rhygwäggi:

Dr Jügge weiss nit, was vorne und hinde isch,
wenn är kunnt: Wyy vom Disch

Die Alte der Basler Bebbi sehen das lockerer:

Es isch mir ohni Alkohol
dr ganzi Daag nit so richtig woohl

Zum Schluss noch die Spootzinder. Sie haben das Sujet „Gäll, mir hänn no Brobleem“ und sprechen das grösste Problem der Fasnächtler in einem Zweizeiler auf der Laterne gleich an:

Ojeeminee das sin no Sorge,
nonem Mittwuch kunnt dr Donnschtigmorge

Bis dahin ist zum Glück noch ein wenig hin. In diesem Sinn: E scheene Räschte!