Aadiee Fasnachtsgottesdienscht!; 20 Joor sin gnueg…

10. März 2019 | Von | Bilder: Olly Klassen | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Am Sonntag Morgen vor dem Morgestraich wird in der offenen Kirche Elisabethen (OEK) jeweils der Fasnachtsgottesdienst gefeiert. Im 2019 bereits zum 20. Mal und dieser steht unter dem Motto „Waisch no“. Gemeinsam schaut man auf 20 Jahre zurück und gibt schlussendlich bekannt:
Aadiee Fasnachtsgottesdienscht!

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

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Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Fasnachtsgottesdienst 2019

Bevor wir jedoch das eine oder andere Tränchen verdrücken, betrachten wir diesen letzten Fasnachtsgottesdienst.
Pünktlich um 1030 Uhr werden die Gäste in der wiederum randvollen Kirche vorab musikalisch durch die Pfeifergruppe mit dem melancholisch, klassischen  „Les Choristes“ begrüsst und anschliessend von Monika Hungebühler Willkommen geheissen. Sie weist auf einige Jubiläen hin, so feiert das Basler Marionetten Theater sein 75. Jähriges Bestehen, die offene Kirche Elisabethen schaut auf 25 Jahr zurück, der Fasnachtsgottesdienst feiert seine 20. Durchführung und Monika selbst feiert ihren 60 Geburtstag. So ist es auch nicht verkehrt, dass sie sich anlässlich dieser Jubiläen etwas herausgeputzt hat. Zuerst mit einer Narrenkappe und danach mit einem Federnhut.

Alsdann bringen die Pfyffergrubbe (Maya Burtscher, Maria Gasser, Myriam Gysel, Alena Schöni, Nayara Nussbaum, Michèle Zeggari und Roger Zehringer) mit Tambour (Patrick Stalder) einen prächtigen und ambitioniert rassigen „Altfrangg“. Ganz toll.

Unter dem Titel: „Waisch no?“ lassen Marinette Oeggerli Hansjürg Minder und Jürg Jösslin 20 Jahre Fasnachtsgottesdienst Revue passieren. Aus verschiedenen Jahrgängen haben sie Textpassagen rezitiert, welche dort dargeboten worden sind.

Das vom Källerstraich im Basler Marionetten Theater für Insider bereits bekannte Trommelduell zwischen einem reellen Tambour (Andy Borer) und seinem Pendant als Marionette (Susi Hostettler) findet im Anschluss mit der Eigenkomposition „Il commissario“ rauschenden Anklang. Dr Schyynhailig, welcher sich schon vor dem Trommelduell auf die Kanzel gestohlen hat, dann aber wieder auf seinen Platz verwiesen wurde, gelangt nun erneut auf die hohe Kanzel und liess sich nun nicht mehr vertreiben. Gekonnt wie immer schmiss er dann seine Zweizeiler in die Menge und hier wurden sie mit viel Gelächter und Applaus verdankt.

Gemeinsames Lied (Kerzenritual) „This Little Light of Mine“ von Harry Dixon Loes sang die ganze Gemeinde mit und die ersten Härchen im Nackenbereich haben sich gen Himmel gestellt. Toll von den Marble Bags vorgetragen.

In ihrer Fasnachtspredigt prangert danach Monika Hungerbühler die Scheinheiligkeit der römisch-katholischen Kirche und deren Verfehlungen an, welche Tag für Tag mehr ans Licht geführt wird. Sie gab den Gottesdienstbesuchern aber auch mit, dass man Dankbar sein soll. Die Dankbarkeit zeigt sich auch an den kleinen Dingen. Dankbarkeit, dass man am Morgen aus dem Bett steigen kann, Wasser zum  Waschen hat und so weiter. Ihre Predigt wird abrupt  und relativ energisch von einer kleinen Puppe unterbrochen. Diese fällt Monika Hungerbühler ins Wort und fängt nun ihrerseits an ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen. Dieser Dank richtet sich an Jürg Jösslin, einer der Väter dieses Fasnachtsgottesdienstes.

Die Tambouren (Michael Kämmerle, Patrick Stalder und Andreas Tschudin) ruessten dann d „Celanes“ der sich gewaschen hat. Dupfe fir Dupfe, Straich fir Straich, hän passt.

Schunggebegräbnis (Comité Bangg) ebenfalls eine Formation, welche seit vielen Jahren am Fasnachtsgottesdienst mitwirkt brachte danach ihre Verse zum Besten und sie wussten mit den Thematiken MUBA, Architektur in Basel, dem Ozeanium, BVB und keinem TeleBasel Vers wiederum rundum zu gefallen.

Ein zweites gemeinsames Lied „Stand uff“ (Marius Müller-Westernhagen) nahmen die Kirchgänger wörtlich und erhoben sich von ihren Stühlen. Genau rechtzeitig, wurde doch im Anschluss die Fürbitten verlesen und das Unser Vater/Mutter gebetet.

Grossartig danach d Pfyffer mit einer „Route Symphonie“, in welche noch Sequenzen von Mozart und Beethoven mit eingefügt worden sind. Einfach wunderbar.

Die Marble Bags (Haiggi Leimbacher, Christoph Nidecker und Jürg Jösslin), mit  „wenns Martinsglöggli Vieri schloot“ mit der Melodie von Amazing Grace, sorgten für den nächsten Gänsehautmoment, langsam machte sich schon Wehmut breit bei den Protagonisten und die Räppli, welche vom Balkon in den Kirchensaal rieseln, tanzen leise dazu.

Mit einer rassigen Retraite leiten die drei Tambouren zum Überraschungsgast über. Hierbei handelt es sich um Des Dudels Kern und ja es handelt sich um Musikanten, welche auf verschiedensten kuriosen, alten Instumenten altertümliche Melodien spielen, oder „s Vreneli vom Guggisberg“ altertümlich klingen lassen. Ein toller Auftritt.

Das kleine Schottische Gespenst Sophie vom Basler Marionetten Theater, von welchem meine Frau übrigens die Figurenpatenschaft inne hat, hatte das Vergnügen die Kollekten anzukündigen. Sie wird in diesem Jahr für die Jubiläen der OEK und dem Basler Marionetten Theater verwendet.

Aadiee Fasnachtsgottesdienscht
Der „Basler Marsch“ durch die wiederum vorzügliche Pfyffergruppe mit Tamboure, eröffnet nun nochmals einen sehr emotionalen Teil dieses Fasnachtsgottesdienstes. Monika Hungerbühler verbreitet den Fasnachtssegen und danach sagen Marinette Oeggerli, Christel und Jürg Jösslin, Haiggi Leimbacher, Christoph Nidecker, Hansjürg Minder ein letztes Mal: Aadiee Fasnachtsgottesdienscht! Die Rührung war ihnen allen ins Gesicht geschrieben und das eine oder andere Tränchen kullerte über die Wangen.

20 Jahre sind genug, wir werden nicht jünger und müssen zu unserer Gesundheit Sorge tragen, wie Jürg Jösslin erklärt. 20. Jahre lang haben sie diese Veranstaltung organisiert, gestaltet und mitgefeiert. Sie waren für manche Überraschung besorgt und haben immer wunderbare Fasnachtsmusik und Schnitzelbängg in die Kirche gebracht. Die Gäste haben es ihnen jeweils gedankt und der Zuspruch, vor den drey scheenschte Dääg einen Gottesdienst zu besuchen, zeigte sich in jedem Jahr aufs Neue, wenn die Kirche beinahe aus den Nähten platzte. Die Gäste in der wiederum vollbesetzten Kirche haben es den Machern/Innen hinter dem Fasnachtsgottesdienst mit einer stehenden Ovation und lang anhaltendem Applaus gedankt. Danke für 20 ereignisreiche, besinnliche, musikalisch hochstehende und amüsante Gottesdienste.

Auch für die Redaktoren der Basler Fasnachts Online war dies ein bewegender Moment, war und ist Fasnacht.ch doch Berichterstatter praktisch der ersten Stunde und wir sind eigentlich noch immer die einzigen Plattform, die über diese tolle Veranstaltung berichtet. Diese langen Jahre haben auch dafür gesorgt, dass schöne Bekanntschaften entstanden sind. Wir sagen herzlichen Dank.

Für mich persönlich, war der Fasnachtsgottesdienst in der OKE, in den vergangenen 8 Jahren, trotz jeweils vieler besuchter Vorfasnachtsveranstaltungen, immer der eigentliche Startschuss für die Basler Fasnacht. Ich werde ihn in der jetzigen Form vermissen, bin aber gespannt, was die OKE  für das kommende Jahr organisieren will, wie Monika Hungerbühler abschliessend erwähnt: den Fasnachtsgottesdienst wird es auch im 2020 geben, einfach mit einer neuen Generation.