Fasnachtshuus 2019: Von A bis Z aus einem Guss

28. Februar 2019 | Von | Bilder: Olly Klassen | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Von A bis Z, also vom „Yypfyffe“ bis zum „Ändstraich“, wird die Fasnacht in der Ausgabe 2019 des „Fasnachtshuus“ zelebriert, dies im Unique am Gerbergässlein. Vorweg: Auch beim dritten Mal passt die Möbilierung dieses Hauses, insbesondere der (Klang-)Teppich imponiert. Dazu glänzt René Häfliger (sonst eher für sportlich-bedingt hektische Töne zuständig) als Märli-Unggle mit einer rührend vorgetragenen Geschichte mit starken Zwischentönen.

In  knapp drei Stunden wird der Besucher in die verschiedenen Stimmungen der „scheenschte drey Dääg“ versetzt. Und dies erst noch ohne „Druggedde“ , dafür mit viel guter Fasnachtsmusik, einer herrlich berührenden (nicht berückenden!) Erzählung des Märli-Unggles und einem Dreigänger, der kulinarisch zu gefallen weiss, besonders das  zweifarbige Schoggimousse.

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

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Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Fasnachtshuus 2019

Der rote Faden ist die Geschichte des kleinwüchsigen (heute: vertikal herausgeforderten) Guschti Brösmeli, der blitzschnell gut trommeln lernt. Alles läuft perfekt – und wenn nicht, so muss er nur via Fähre zu seiner Grossmutter, die auf unerklärliche Weise (es ist halt ein Märchen) einen verstauchten Fuss ebenso repariert wie einen „Briefkaschte“. Die Geschichte ist fast etwas kitschig, wird aber immer dann, wenn es allzu zuckersüss wird, gebrochen durch einen feinen Regie-Gag oder einen direkten Bezug auf anwesende Personen. So ruesst der Guschti am Fasnachtsdienstag mit einem gewissen Brüderpaar Labhardt, worauf es über das Trio heisst: „Zwai kenne laufe, ain kah drummle.“

Der Produzent und Regisseur des Fasnachtshuus, Patrick Stalder, hat sich für die dritte Ausgabe dieser klein-feinen Vorfasnachtsveranstaltung im Unique erfahrene Hilfe mit dem ehemaligen Drummeli-Verantwortlichen André Schaad und dem letztjährigen „Anchorman“ Stephan Uehlinger geholt. Dies hat sich gelohnt: Dieses Jahr ist das Programm noch mehr als früher eine in sich stimmige Einheit mit viel Tempo und Witz.

Viele neue Gesichter gibt es unter den Larven. An den Piccolos wirken Nicole Kim, Smadar Hill, Barbara Näf, Katrin Minder, Corinne Baudinot, Nadine Koller und Stefanie Hoferer, an den Trommeln Matthieu Meyer, Fabian Stalder und Oli Schürmann. Dazu kommen zwei sichere Werte: Das Quartett der Männerstimmen Basel und der Schnitzelbangg Schlyffstai mit einem herrlichen Parkplatz-Vers zur passenden Melodie der Beatles „Let it be“.

Beide treten in einer frenetisch bejubelten Schlussnummer auf, abgeschlossen mit einem schmissigen Wettsteinmarsch. Danach ist Schluss, auch wenn von der aus einer anderen Vorfasnachtsveranstaltung bekannten Steffi S. (Name der Redaktion bekannt) – und beileibe nicht nur von ihr – vehement eine Zugabe eingefordert wird.

Es ist eigentlich ein Wahnsinn, eine derart aufwändige Produktion in einem doch eher kleinen Restaurant durchzuführen. Aber wie heisst es im Määrli so schön: Es gibt Blödsinn, höheren Blödsinn und genialen Saich. Letzteren durften wir an der Premiere erleben. Wer bereits ein Ticket hat, darf sich freuen, die anderen seien auf die Ausgabe 2020 vertröstet. Es ist ausverkauft – zu Recht!