Strassenfasnacht: Same procedure as last year

22. Februar 2019 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Die Strassenfasnacht wird 2019 im wesentlichen gleich ablaufen wie im Vorjahr. Einzig die Baustellen beim Kunstmuseum und auf dem Kasernenareal sorgen für kleinere Änderungen. Im gewohnten Rahmen verläuft auch die „1. Lektion“ nach der Fasnacht auf dem Seibi.

Es kam einem an der Medienorientierung des Fasnachts-Comité in etwa so vor wie beim Kultfilm, der jedes Jahr an Silvester läuft: „Same procedure as last year, Miss Pia?“, fragen die anwesenden Medienvertreter und die angesprochene Comité-Obfrau antwortet: „Same procedure as every year!“

Die Aktiven der 490 für den Cortège gemeldeten Einheiten werden sich also gegenüber 2018 nicht gross umgewöhnen müssen; es läuft alles in etwa gleich ab an der Fasnacht 2019. Übrigens sind es 20 Einheiten mehr dieses Jahr, wobei sich der Zuwachs vor allem in den Rubriken Pfeifer- und Trommel-Gruppen und „Gruppen“ zeigt. (Gruppen = alle Formationen mit mehr als einer Person, die nicht in eine andere Rubrik fallen.)

Einzig wegen des Parkhausbaus beim Kunstmuseum gibt es auf der äusseren Route eine Änderung. Sie führt neu durch die Aeschenvorstadt und via Brunngässlein und Dufourstrasse zurück zur Wettsteinbrücke. Bei der inneren Route bleibt alles gleich.

Der Comité-Verantwortliche Bruno Kern bat – same procedure as last year – darum, dass die Einheiten auch wirklich um 13.30 Uhr losmarschieren und konnte dann doch noch eine sensationelle Neuigkeit vermitteln: Enden tut der Cortège neu um 18.00 Uhr, nicht mehr um 18.15.

Speziell Sorge getragen wird wie im 2018 für die am Cortège eingesetzten Pferde, die spezielle Ruhezonen geniessen dürfen und stichprobenweise von einer anwesenden Tierärztin untersucht werden. Kern bat um Respekt und Rücksichtnahme gegenüber den Tieren: „Sollte es doch mal einen Stau geben, sollten die dahinter laufenden Cliquen oder Guggen nicht gerade ein Konzert für Pferdeohren lancieren.“

Ebenfalls „wie allewyl“ findet auf dem Münsterplatz die Laternenausstellung statt, der Eintritt ist frei respektive mit dem Kauf einer Plakette abgegolten. Das Kasernenareal steht trotz Umbau für die Wagen- und Requisitenausstellung am Dienstag zur Verfügung, wenn auch auf etwas beschränkterem Raum. Und die Chaisen-IG führt ebenfalls traditionell am Mittwoch um 17.30 Uhr vor dem „Trois Rois“ die „Chaisede“ durch.

1. Lektion – auch für Erwachsene

An der traditionellen „1. Lektion“ könne nsich am 15. Und 16. März Interessierte zum ersten Mal am „Böggli“ oder am Piccolo versuchen, in einen Tambourmajorkopf schlüpfen oder Laternen bemalen. Dies ist nicht nur für Binggis gedacht, erklärte Nachwuchs-Verantwortliche Kathrin von Bidder: „Neben dem grossen steht ein kleines Zelt, in dem Pfeifer- und Trommelschulen auf Erwachsene zugehen und die Schnitzelbänkler um Nachwuchs werben.“

Weitergeführt wurde die Aktion, sich eine Larve selbst zu basteln. Rund 260 Kinder haben eine Larve kaschiert und dann bemalt. Ausserdem schulten in zwei Schulhäusern Fasnächtler Lehrerinnen und Lehrer in der Herstellung von Larven.

Nur alle fünf Jahre findet die (aus unerfindlichen Gründen BSFIDI genannte) Schulfasnacht statt: am 20. Februar 2020 wird es wieder so weit sein.

Licht aus am Morgenstraich!

Leider müssen auch an der kommenden Fasnacht zwei Equipen ausrücken, die mit schwarzen Folien am Morgenstraich hell erleuchtete „Montere“ und Fenster abkleben. Mit notorischen Sündern wird laut Pia Inderbitzin schon vorgängig Kontakt aufgenommen. Die Meisten hielten sich zwar an die Verdunkelung, aber einige Unbelehrbare bleiben. Leider auch hier: Same procedure as last year…