Dr Briefkaschte-Bierkaschte

22. Februar 2019 | Von | Kategorie: e Hampfle Räppli

Welcher Tambour fürchtet sich nicht vor dem „Briefkaschte“. (Für alle Nicht-Trommler: So nennt man ein gerissenes Schlagfell beim ‚Kiibel‘). Bei der Trommelformation XY (der Name wird aus suchtprophylaktischen Gründen geheimgehalten) schmerzt ein solcher Schlitz im Fell gleich doppelt!

Nicht nur, dass bis nach dem Besuch beim Trommeldoktor nicht mit geruesst werden kann, was schon schmerzt…. Nein! Der Arme muss auch einen Kasten Bier an seine Kollegen zahlen. Entstanden ist diese Tradition bei den XY aber nicht aus Schadenfreude, sondern weil sich einer der Ruesser vor dem Cortège drücken wollte. Denn Einer (gäll Tobi!) hatte nach dem Morgenstreich Weggli-Fiess und wollte sich eine Pause gönnen. Damit er (gäll Tobi!) nicht beim traditionellen Umgang mittun musste, schlug er ganz gezielt einen Briefkasten. „S duet mr laid, aber ych muess zum Drummeldoggter…“

Da er (gäll Tobi!) dabei beobachtet wurde, bestrafte man den Cortège-Schwänzer, indem er der Gruppe einen Kasten Bier bezahlen musste. Er – also Tobi – hat daraus gelernt. Um für den Cortège fit zu sein, hat er im Jahr darauf (2014) den Morgenstreich „verschlafen“. Gut möglich, dass bei den XY eine neue Tradition eingeführt werden wird: „Bisch am Morgeschtraich nid drbyy, zahlsch uns allne e paar Fläsche Wyy!“