10-ab-Vieri Clübbli

19. Februar 2019 | Von | Kategorie: e Hampfle Räppli

Dass es an der Basler Fasnacht schräge Vögel gibt, ist hinlänglich bekannt. Dazu gehören sicherlich jene Leute, die traditionell erst um 04.10 auf die Morgenstreichpiste gehen. Richtig gelesen. Das Schyssdräggzigli -pardon ‚Clübbli‘- verpasst ganz bewusst den Vieruhrschlag.

Die Mitglieder des ’10-ab-Vieri Clübbli‘ oder einfach auch nur ‚Clübbli‘ gehören zu den Piepmatzen mit Schieflage (schreegy Veegel). Sie machten aus der Not eine Tugend und eine fasnächtliche Persiflage auf die Morgenstreich-gestresste Bebbigesellschaft. Gegründet wurde das Clübbli 2006 in der Harmonie. Dies, weil diese Fasnachtsbegeisterten erleben mussten, dass vor dem Morgestreich nur von Vereinen Plätze in den Beizen reserviert werden können. „Denn wärde mr halt e Verein!“, sagten sie sich. Nebenbei wurden die Statuten auf zwei Bierdeckeln festgehalten.

Da ihr Club eher aus Protest enstanden ist, weitete man statuarischen Bestimmungen aus. Yyschtoh erscht am 10-ab-Vieri! …womit auch gleich der Name geboren war. Da die meisten der Clübbler in anderen Fasnachtsformationen mitwirken, die erst am Montagscortège gern gesehen sind, trifft man diese schrägen Vögel nur am Morgen des ersten Fasnachtstages an. Sie zu treffen lohnt sich aber. Denn es sind nicht nur ’schreegy Veegel‘ sondern auch ‚glatty Sieche‘!

Auf die kürzliche Aufforderung von BASLER FASNACHT ONLINE, uns doch zu informieren, wenn man interessante Beiträge über die Basler Fasnacht habe, die auch Aussenstehende interessieren könnten, meldete sich ein gewisser Magnolius Tirggehoonyg, der als „wilder und freier Aktiver“ gerne ein paar Internas aus seinem fasnächtlichen Umfeld preisgeben wolle. Wir schlugen gerne ein und veröffentlichen  nun in loser Folge – meistens in der Rubrik „E Hampfle Räppli“ die Ausführungen dieses in der Fasnachts-Szene nicht ganz Unbekannten.