Kriminelles im Breo-Haus?

1. Februar 2019 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Wer sich am heutigen Morgen vor dem Breohaus am oberen Ende des Imbergässlis vors Fenster gestellt hat, wähnte sich im Krimi: Es wurde über Leichen, Mordnächte und Sachbeschädigungen referiert! Die Kenner wissen aber: Das Conzärtli naht!

Lälle’Ursli und Murmelli

Alfred Martina, Regie und Silvan Käser, Präsident

Die drey Lyyche

Das Plakat – in der Mordnacht verteilt

Der erste Gag des Conzärtli-Lebens ist die Medienkonferenz im Breohaus: Lälle’Ursli und Murmelli – so die Aliasnamen von Präsident Silvan Käser und Regisseur Alfred Martina – informieren die anwesenden Medienvertreter (es sind jedes Jahr dieselben. Kommt eine neue Person, wird sie aufgenommen wie ein Neumitglied der 3E!) über das bevorstehende Conzärtli. Die ersten Folien der Power-Point-Präsentation sind seit Jahren mit denselben Informationen gefüllt: Wer ist die Zofingia? Was hat es mit dem Wörtern PATRIAE, AMICITIA und LITTERIS auf sich und wann ist die Mordnacht? Dann enthüllt der Regisseur die Namen der drei Lyyche („…das isch übrigens nid glych wie immer…“)  und begründet die Wahl. Dann ist die MK fertig und man begibt sich an die Bar, um die Schinggegipfeli zu essen, die noch nicht ganz durchgebacken sind, weil Big Willi nur eine Frage gestellt und die MK keine 20 Minuten gedauert hat….! Die Conzärtli-Leitung könnte sich alles sparen mit einer simplen E-Mail an die Medien mit den drei Namen. ABER – genau darin liegt das Geheimnis: Mit dieser MK stimmen die Zofinger auf den schrägen und so spannenden Humor ein, den sie am Zofingerconzärtli zelebrieren.

Das Conzärtli im Kongresszentrum der Messe Basel (wo es übrigens noch nie ganz ausverkauft war!) wird – auch dies bleibt unverändert – mit dem Conzärtlicantus beginnen. Dann folgt der Prolog und dann das eigentliche Conzärt: drei Musikstücke von Chopin, Robert Franz und Franz Schubert. Gespielt von Joffrey Chadrin (vulgo Waterloose) und gesungen von Christian Schmid v/o Tram Giovanni. Nach diesem Ausflug in die Hochkultur spielt man des „Stigglis“ erster Teil und nach der Pause – mit den Baschteetli! – folgt der zweite! Dazwischen werden die Antygge etwas Fasnachtsmusik beisteuern. Der Abschluss bildet die Gesamte Studi-Schar mit ihrem Kampfsong „La Blanche!“.

Das wichtigste – und eigentlich das einzige, was immer wechselt – sind die Namen der drey Lyyche, die einen Abend lang persifliert und in die verbale Pfanne gehauen werden. In diesem Jahr sind das:

Ueli Vischer v/o Ämtli Vischt-er. Er komme zu dieser Ehre, weil er keine Möglichkeit ausliesse, um sich ein Amt oder eine Funktion zu ergattern, so die Begründung des Regisseurs. Pikant: Vischer schreibt sich  mit Veegeli-Vau und ist somit nahe dran bei der grössten Fängruppe des Conzärtli: dem Basler Daig!

Johann Schneider-Ammann v/o Jo Handl Freiab-Kommann. „Rir se biä pur la sonté“ – mit diesem Spruch und seiner Umtriebigkeit hat sich der Alt-Bundesrat für eine „Lyyche“ qualifiziert.

Marco Streller  v/o Gaggo Vrzeller – der Basler F(ussball)-Promi, der wohl am meisten im Scheinwerferlicht von 2018 stand. Eine dankbare Lyyche. Wohl vor allem deshalb weil man bei ihm –  und auch Ueli Vischer – ganz fest und definitiv mit einem Besuch an der Première rechnet.

Werbung für dieses Conzärtli und den Vorverkauf – der übrigens am 2.2. beginnt (siehe unten) – wird in der Mordnacht gemacht. Diese findet am 1.2. statt. Es starten zwischen 5 – 10 Gruppen von Studierenden und kleistern gegen 200 Plakate an Wände, Schaufenster, Polizeiautos etc. – immer ganz nahe an der Sachbeschädigung. Natürlich werden Plakate, die stören, gerne wieder entfernt (die Betroffenen melden sich per mail: mordnacht2019@gmail.com).

Einer der Gründe, weshalb wir die Medienkonferenz der Zofinger auch immer wieder besuchen ist, um nachher unseren Lesenden zuzurufen: Kaufen Sie sich ein Ticket und besuchen Sie diese aussergewöhnliche und schräg-schöne Vorfasnachtsveranstaltung. Sie wird übrigens dieses Jahr zum 130. Mal aufgeführt. Damit ist sie die älteste aller Vorfasnachtskisten!

Die Daten: Premiere: 14. Februar 2019, 20.00 Uhr; Intermedière: 15. Februar 2019, 20.00 Uhr; Dernière: 16. Februar 2019, 20.00 Uhr; Saal San Francisco, Congress Center Basel; Preis: Pro Billett CHF 35.-; Vorverkauf im IWB CityCenter in der Steine; Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 15:00 Uhr; Abendkasse 19.00 – 19.45