Pfyfferli 2019: Schuld ist… China

6. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Das nächstjährige Pfyfferli wird keinen roten Faden haben, sondern einen gelben. Im Vordergrund steht nämlich das Reich der Mitte, welches auch das hiesige Leben immer mehr bestimmt. Beim „Personal“ vertraut man mehrheitlich auf bewährte Kräfte sowohl bei den Autoren wie beim Ensemble. Alternierend auftretende Pfeifer- und Trommelgruppen werden durch jeweils zwei Spitzen-Bängg ergänzt. Wer die 2019er Ausgabe sehen will, muss sich sputen: 85% der Plätze sind schon verkauft.

Pfyfferli2019

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Es sei eigentlich einfach, eine Vorfasnachtsveranstaltung zu programmieren, meinte Felix Rudolf von Rohr: „Man nehme etwas FCB, rostige Trammschienen – und ausserdem ist Wessels an allem schuld.“ Nicht auf der Fauteuil-Bühne, hier liege die Schuld klar bei China. Sein „Erweckungserlebnis“ hatte von Rohr, als er eine Delegation von Schweiz Tourismus durch Basel führte und als Dank eine Kappe bekam – Made in China! Darum gibt es nun einen gelben Faden, der im kommenden Jahr durchs Pfyfferli führt.

Ein „Mimpfeli“ gab es bei der heutigen Medienkonferenz bereits; aufgeführt wurde ein Teil des Prologs. Und der kommt einem tatsächlich chinesisch vor. Auf der Bühne standen Salomé Jantz, Caroline Rasser, Myriam Wittlin, David Bröckelmann und Roland Herrmann. Alternativbesetzungen sind Ursina Früh, Charlotte Heinimann und Marius Hatt. Dies unter Regie von Martin Schurr und Stefanie Verkerk sowie unter bewährter musikalischer Leitung von Arth Paul und Andreas Binder.

Und es ist eines der längsten Pfyfferli, was die Spieldauer betrifft – geschuldet der späten Fasnacht, wie Caroline Rasser betonte. Vor allem für Wittlin und Hermann, die bereits jetzt im „Stärnestaub“ im Einsatz stehen, wird es eine Monster-Vorfasnacht. „Bitte verratet noch nicht zu viel, wir wollen unser Publikum auch im nächsten Jahr überraschen,“ ergänzte Rasser, konnte aber immerhin den Schleier so weit lüften, dass wir die Schnitzelbängge kennen: Doggter FMH, Heiri, Singvogel, Spitzbueb und Tam Tam, wobei pro Abend zwei zum Einsatz kommen. Bei den Pfeifern treten d Bajass Clique, Barfiessler, RASSEmblement und Zimmerlinde auf, bei den Tambouren Bâsilicum, Chriesibuebe und PiSDiG. Die Trommler haben Carte blanche erhalten, dürfen also ein Stück ihrer Wahl spielen.

Beim Autorenteam ist speziell, dass mit Alexander Sarasin der Statthalter des Fasnachts-Comités eine Nummer geschrieben hat. Früher waren Drummeli und Pfyfferli harte Konkurrenten, die immer etwas misstrauisch auf einander geschaut haben, heute herrsche da ein eher kameradschaftlicher Geist. Überhaupt „Geist“ – so betonten Rasser wie von Rohr: Es herrsche ein sehr guter Geist von Autoren über Regie bis ins Ensemble. Wir sind gespannt, wie sich dieser ab Mitte Januar auf der Fauteuil-Bühne auswirken wird.

Pyfferli 2019: 11. Januar – 10. März. Di – Fr. 20 Uhr, Sa. 18 und 20 Uhr, So. 16 und 20 Uhr. Vorverkauf: www.fauteuil.ch und Tel. 061 261 26 10.