„Stärnestaub“  glitzert bald wieder

20. November 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Die finalen Proben laufen, Ende Monat ist es soweit: Das legendäre Fasnachts-Musical „Stärnestaub“ feiert im Tabourettli ein Revival. Laut Produzent und Macher Alex Felix läuft alles nach Plan, so dass einer Wiederholung des seinerzeitigen Erfolgs nichts im Wege stehen sollte.

Als das Charivari-Team im Jahre 2000 für das 20jährige Jubiläum ein Basler-Musical in Auftrag gab, setzte bei manchen das grosse Kopfschütteln ein. Was hat denn ein Musical mit der Basler Fasnacht zu tun? Das kann ja nur schief gehen. Alex Felix und Tino Krattiger ging es aber nicht darum, die Fasnachts-Musik in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr wollten die beiden die höhere Dimension dieser drei so einzigartigen Tage auf die Bühne bringen: Die Phantasie, die Mystik, diesen unerklärlichen Zauber, der alle, die daran teilhaben auf geheimnisvolle Weise miteinander verbindet und in einem Credo, der Liebe zu unserer Stadt, endet.

Stärnestaub Gruppen-Foto

Stärnestaub

Der alte Florian: Alex Felix

Stärnestaub

Die Unverwüstliche: Colette Greder

Stärnestaub

Der junge Florian: Jonas Göttin

Stärnestaub

Die Fee: Maira Zaugg

Stärnestaub

Der Feuerwehrhauptmann Brändli: Peter Portmann

Stärnestaub

Der Regisseur: Clalüna Tumasch

Da ist die Zauberfee, die all diese Attribute in sich vereinigt, da ist der junge Florian, der sich deshalb in sie verliebt und auch noch Jahrzehnte später am Fasnachts-Donnerstagmorgen auf einem Hausdach wartet, weil er an ein Wiedersehen glaubt. So wie sie es ihm damals versprochen hatte. Daraus entwickelt sich eine Traumwelt, bevölkert von Rock’n’Rollern und Politessen, Ratten und Feuerwehrleuten, sogar ein altes Schiff im Hafen meldet sich melancholisch zu Wort. „Stärnestaub“ wurde zu einem unvergesslichen Erfolg. Kaum Fasnachtsmusik, dafür Jazz, Blues, Rock’n’Roll, ans Herz gehende 50er-Jahre-Schnulzen und ein begeistertes Publikum, das sich, gerührt von den Geschichte und den Songs, auch ab und zu verstohlen eine Träne aus den Augen wischte. Nicht erstaunlich, dass immer wieder gemutmasst wurde, ob es noch einmal „Stärnestaub“ geben werde.

Nun wird „Stärnestaub“ also wieder wahr. Spielort ist allerdings nicht mehr das Volkshaus, sondern das Rasser-Theater Tabourettli. Dies erstaunt, ist die Bühne am Spalenberg doch wesentlich kleiner und scheint zumindest auf den ersten Blick eher suboptimal für eine Musical-Produktion mit zweistelliger Zahl von teilweise auch gleichzeitig Auftretenden. Alex Felix sieht das anders: „Gerade die kleine Bühne macht den direkten Kontakt mit dem Publikum möglich. Und der Regisseur hat das Stück so neu interpretiert, dass es eben genau zum Tabourettli passt.“ Grund für die Bühnenwahl sei nicht zuletzt das beharrliche Drängen von Caroline Rasser: „Sie hat mich immer und immer wieder gefragt, ob ich den ‚Stärnestaub‘ nicht bei ihr neu ins Leben rufen will.“

Das Revival des Musicals (oder sollte man vielleicht besser von einem  musikalische Märchen sprechen?) wurde durch einen Zufall ermöglicht. Alex Felix traf Tumasch Clalüna, der bei der Erstaufführung mit der A Cappela-Gruppe „The Glue“ mit dabei war und in der Zwischenzeit als erfolgreicher Regisseur tätig ist. So lag es nahe, ihn zu fragen, ob er nicht Lust hätte, „Stärnenstaub“ neu zu inszenieren. „Nach ein paar schlaflosen Nächten“, so der Produzent, „sagte er mir zu. Und dass er seine Erfahrung als Theater-Regisseur als auch seine musikalischen Wurzeln in die Geschichte einbringen konnte, war ein wahrer Glücksfall.“

Die Besetzung sei eine wunderbare Mischung von „Alten Hasen“ und jungen Sängerinnen und Sängern wie z.B. Maira Zaugg, Myriam Wittlin und Noemi Schaerrer, erklärt Felix. Als „Alte Hasen“ sind zweifellos die unverwüstliche Colette Greder, Hugo Buser und Alex Felix selbst zu nennen.  Dieser wird allerdings altersgerecht eine eher sitzende Rolle auf der Bühne einnehmen: „Ich selber bin nun zwangsläufig in die Rolle des ‚Alten Florian’ hineingewachsen und darf mich, auf dem Dache sitzend, bei jeder Aufführung freuen, dass ‚Stärnestaub’ wieder wahr werden durfte.“

Wer sich auf das Vergnügen etwas einstimmen möchte, klickt hier.

 

Stärnestaub. 30. November bis und mit 31. Dezember 2018 im Tabourettli am Spalenberg. Der Vorverkauf ist eröffnet. Eintrittspreise: Fr. 69.00/59.00/49.00 / Kategorie 1 bis 3 (Silvester: Fr. 89.00/79.00/59.00). Tickets an der Kasse der Rasser-Theater oder online hier.