Fasnachtsferien werden nicht verschoben

17. Mai 2018 | Von | Kategorie: Kurz & bündig

Der Termin für die Basler Fasnachtsferien bleibt wie er ist. Der Grosse Rat versenkte heute einen Vorstoss, der eine Vorverschiebung um eine Woche angeregt hatte. FDP-Grossrat Mark Eichner wollte mit dem neuen Termin für eine bessere Vereinbarkeit von Wintersport und Fasnacht sorgen.

Seitdem auch der Kanton Basel-Stadt zwei Schulferienwochen im Winter kennt, werden die beiden Ferienwochen so angesetzt, dass die Sportwoche vor der Fasnacht angesetzt wird, d.h. dass die Fasnacht mit dem Morgenstraich in der Mitte der beiden Ferienwochen liegt.

Für diejenigen Familien, die Fasnacht machen und die Kinder zum Skifahren motivieren möchten, bleibt nichts anderes übrig, als in der Woche vor der Fasnacht (oder dann in den Osterferien) in die Berge zu fahren, monierte Eichner.Diese Woche gelte traditionell als eine der am besten ausgebuchten Wochen in den meisten Bergstationen in der Schweiz. Entsprechend voll seien Hotels und Pisten, und es herrsche auch bezüglich der Preise Hochsaison. Ausserdem seien voll eingefleischte Fasnächtler in jener Woche in den Schlussvorbereitungen, viele fürchten sich zudem vor unfallbedingter Verhinderung der Fasnacht.

Viel sinnvoller hätte es Eichner es daher gehalten, die Schulferienwochen so anzusetzen, dass die beiden Wochen am Fasnachtsmontag beginnen. Alle Fasnächtler könnten voll mitmachen, die Skifahrer könnten nach der Fasnacht sich von den fasnächtlichen Strapazen in den Bergen erholen und diese bei wesentlich weniger Gästen und damit in der Regel tieferen Preisen für Ferienwohnungen etc. geniessen.

Der Grosse Rat sah dies mit einer Mehrheit von 42 zu 36 Stimmen bei 9 Enthaltungen anders und verweigerte die Überweisung des Vorstosses an den Regierungsrat. Damit bleibt vorerst alles, wie es ist.