Verschiebung Fasnachtsferien: Kein Aprilscherz!

2. April 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Trotz des (bewusst gewählten) Datums war unser gestriger Beitrag (hier anklicken) über einen parlamentarischen Vorstoss zur Verschiebung der Fasnachtsferien kein Aprilscherz. Tatsächlich wurde im Basler Grossen Rat ein Vorstoss eingereicht, der fordert, dass die Ferien mit der Fasnacht anfangen und danach eine Woche zur Erholung angehängt wird. Unsere Umfrage ergab als – natürlich nicht repräsentatives – Ergebnis: Die Idee findet Anklang.

Die Fasnachtsferien quasi mit dem Morgenstraich beginnen lassen und in der Woche danach die Möglichkeit haben, in die Schiferien zu verreisen oder sich sonst wie von den fasnächtlichen Strapazen zu erholen; dies fordert FDP-Grossrat Mark Eichner. BASLER FASNACHT ONLINE berichtete gestern. Als Begründung nennt er unter anderem, dass die Woche vor der Basler Fasnacht zu den meist frequentierten und damit teuersten in den Wintersportorten gehört.

Gut 2800 Personen lasen den Artikel,und einige Reaktionen erhielten wir auf unsere Aufforderung, seine Meinung kund zu tun. Bis auf zwei waren alle Antwortenden der Meinung, eine Verschiebung wäre eine gute Idee. Hans-Ulrich Bruni antwortete lakonisch: ¨Beibehalten¨ und Jürg Plattner fand, alles soll so bleiben wie es ist, schliesslich sei die Tradition der Fasnacht älter als diejenige des Schifahrens (was vielleicht eine etwas gewagte These ist…).

Cornelia Bolliger

blätterte verdienstvollerweise in den Chroniken und erinnert sich, dass die zweite Ferienwoche im 1998 eingeführt worden sei mit der Regel, dass die zweite Ferienwoche nach der Fasnacht war, wenn diese im Februar stattfand, und nachher, wenn die Fasnacht im März war. Dann wurden die Ferien mit dem Kanton Baselland koordiniert und es blieb seither bei der heutigen Regelung. Eine Abstimmung mit Baselland fordert übrigens auch Eichner – und dies sicher zu Recht: Rund die Hälfte der an der Basler fasnacht Aktiven stammt von jenseits der Hülftenschanz.

Die grosse Mehrheit der Personen, die an unserer Anfrage teilgenommen haben, finden die Verschiebung eine gute Idee. Dagmar Vergeat etwa glaubt, dass die meisten Aktiven vor der Fasnahct noch so viel vorzubereiten hätten, dass sie gar nicht in die Ferien könnten. Andre Rickenbacher erinnert sich, dass es seiner Clique schon öfters Ausfälle wegen Unfällen auf den Schipisten gegeben habe. Ruedi Hofer hofft, dass eine Verschiebung mehr Aktive an die Fasnacht bringt: Wer vorher in die ferien reist, bleibt in vielen Fällen dann die zweite Woche gleich da. Und Jörg Wilhelm findet, dass allen eine Woche ¨Auslüften¨ nach der Fasnacht gut tun würde.

Der Vorstoss von Mark Eichner dürfte in der Mai-Sitzung behandelt werden. Der Grosse Rat wird dann entscheiden, ob der Regierungsrat zu diesem Thema wird berichten müssen. Dafür hat er maximal zwei Jahre Zeit. Schnell wird sich also nichts ändern…