Vom Armbrustschiessen direkt in die Freie Strasse…

4. März 2018 | Von | Bilder: Casper Thiriet | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Der  zweite Bummelsonntag gab sich von seiner besten Seite: Schönes, trockenes Wetter und abends viele Tausend Menschen in der Stadt. Und die Reiseziele der Formationen sind sehr kreativ… (Was aber ungewollte Folgen haben kann – s. auch „E Hampfle Räppli“.)

Wir haben uns an die Paradestrecke des Bummels gestellt, mitten in die Freie Strasse und ab 19 Uhr kamen da ununterbrochen eine fröhliche Formation nach der anderen. Angeführt von der JG Märtplatz kam die JG Pfluderi die Strasse runter, gefolgt von dem Stamm der Verschnuuffer, die mittlerweile eine respektable Menge von Pfyffer und Tambouren präsentieren. Dann schränzte eine der beiden Jugend Guggemuusige die Freie runter: d Graffiti Spugger, gefolgt von den wunderschön musizierenden Naarebaschi JG. Die Junge Garde der ARI kamen eben aus dem Zolli Basel zurück, wo sie – des Sujets wegen – einen Tag verbracht haben. Dann gaben sich die sehr harmonische Gugge von den «Schlössli Schränzer» die Ehre. Nach einer kurzen Pause – es war eine der letzten des Abends – ruessten die DAB (Dambuuregruppe Apokalypse Basel) daher. Sie haben den Tag kämpfend verbracht, mit Laserpistolen im Lasertag in Basel. Mit dem ziemlich selbstsicheren Banner «wird besser – wird Bebbi» kam die Junge Garde der Basler Bebbi die Strasse runter. Sie verbrachten den Tag im Kunstmuseum Basel (na bitte; soll noch einer sagen, die heutige Jugend verstehe nichts von Kultur…).

D Gugge Stachelbeeri begann ihren Bummel in Bubendorf auf einem Bauernhof bei einem ausgedehnten Brunch und danach gings zur Schnitzeljagd zurück nach Basel. D Heuwänder Gugge verbrachte den Tag im Pantheon Muttenz, während d Guggezwärgli in Basel bummelten. Es folgten weitere Schränzer. D WUGU Basel und die Unschlyssige 92 machten die Vorgruppe für die JG der SEIBI. Diese verbrachten den Tag in Aesch und Pfeffingen. Dann – eine schöne Idee – folgten d Basler Dybli mit Stäggeladäärne und gefühlten 1000 Ballonen. Dahinter kamen die Antygge mit einem Tambourmajor der Extraklasse (majestätisch, taktvoll – gut).

Danach folgte wieder eine Junge Garde, jene der Rootheere. Sie haben sich durch die Feuerwache Basel führen lassen und beschlossen den Bummel mit dem Abstieg durch die Freie Strasse. Nach der Gugge Gifthäxe und der vereinigten Breo bog – wiederum mit Stäggeladäärne – eine Miniformation rassiger Tambouren um die Ecke: Die griene Hind – einst ein Strassenfeger unter den Tambourengruppen – liess es mit dem untern Drittel der Freien Strasse gut sein.

Und dann wieder eine Gugge: d Fäärischiffli und eine Gruppe, die sich «d Cüplifääger» nannte. Sie trugen eine verschlüsselte Botschaft auf ihrer Standarte mit: «Que-ce que vous voulez? Flaischkääs oder Poulet?» Ebenfalls im Zolli verbrachten die Junge Garde der Junterössli ihren Bummel. Sie wählten an der Fasnacht das Sujet mit dem neuen Elefantenhaus. Logisch, dass der Bummel zum corpus delicti führen sollte. Der Riesenhaufen der Rhyschnooge (rund 60 Mitglieder) zog vorbei, gefolgt von der JG der Agfrässene, die – im Gegensatz zum Stamm – den Mut zum Freien Strassen-Defilée nicht verloren haben. Sie haben für ihren Bummel das Bowlingcenter im Gundeli ausgesucht. Dann eine grosse Clique, alle behutet mit einem kleinen Zylinderhut – sieht gewaltig aus. Sowieso: all jene Cliquen (meist Männergesellschaften), die als Bummeluniform einen schwarzen Anzug tragen, verleihen diesem Defilée eine wirklich schöne Note.

 

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2. Bummel-Sonntag 2018

D Rhyschwalbe-Gugge begab sich in guggentechnisches Feindesland: Sie wählten eine Gemeinde in Luzern aus, gingen gut essen, kegelten ein bisschen, spazierten dem See entlang und musizierten dort um den Lozärnern zu zeigen, dass sowas auch in Basel geht… Die JG der Barbara reisten derweil nach Frenkendorf um dort Minigolf zu spielen während d Wettstaiknorzi in Basel blieben und sich zuerst das Spielzeugmuseum anschauten um dann im Stadtkeller ein kleines «Drummeli» zu organisieren, bevor sie dann die Freie Strasse unter die Füsse nahmen. D Schänzli-Fäger waren eine der wenigen Formationen die eine Bewilligung für Rheinfelden erhielten, gleich gefolgt von den SPEZI, ebenfalls von Rheinfelden kommend. Zwei Kleinformationen von Guggemuusige – Combonischte (welch wunderbares Wortspiel) und d Holzwuurm Brätscher spielten das Publikum warm für die «Schogger» (bin nicht sicher, ob ich das richtig gelesen habe), die ein phänomenales «Another brick in the wall» intonierten.

Dann folgte wieder ein respektabler Stammverein, der von Deutschland zurück gekommeni ist. D Muggedätscher – grad hintendran – war im LEGO-Museum Binningen zu Gast und d Schnurebegge, perfekt musizierend, hat ihren Tag  – nach eigenen Angaben – mit Flippern im Flipperclub Münchenstein verbracht… Dann folgte der Stammverein mit der wohl schönsten Standarte: dr Barbara-Club, wo sämtliche Tambourmajoren scheinbar eine Mindestgrösse von 1.80 m haben müssen. Der Master himself (Barbara AG) grüsst seine Freunde am Strassenrand mit einem Schwinger der Extraklasse. Apropos Major: d Glunggi führen einen «Major mit Doppelstogg» mit: Einen braucht er um der Clique den Takt anzugeben, und der andere benötigt er – wohl aus medizinischen Gründen – zum Laufen. Und d Glunggi müssen rasch laufen, denn hinter ihnen drängt d Sans Gêne, wiederum getrieben von den Ventilatore die Freie Strasse runter. Ein wunderbares Bild und eine herrliche Musikkulisse…

Frisch vom Armbrustschiessen in Reinach zurück dann d Stenzer-Gugge, mit einem ungeheuren Groove in ihrer Musik (später beim Platzkonzert haben sie Hunderte von Zuschauenden). Hinter den Stenzer führt die Majorin der Kratzbirschte-Gugge ihren Club mit einer veritablen Kratzbirtschte als Majorenstogg an. Es folgen 6 weiter Guggemuusige: Eine spektakulärer wie die andere. Sie geniessen das Defilée durch die Paradestrasse. Bei den MissioNarren flippt der Major vor Vergnügen fast aus. D Chnulleri ziehen mit 4 Basler Trommler die Strasse runter und d Pumperniggel präsentieren – statt einer Standarte – mehrere Flaggen.

Die JG Garde der Spale-Clique ist an der Reihe. Sie kommen von Liestal zurück und auch sie scheinen grosse Freude an der mittlerweile riesigen Zuschauerkulisse zu haben. Dicht gefolgt von den tatsächlich Vereinigten Kleinbaslern. Auf Nachfrage erzählt die Bärenführerin der JG, dass die Jungen zuerst im Platanenhof gespiesen haben, um danach bei den Top Secret im Nordstern Lektionen im Trommeln und Fahnenschwingen zu erhalten. Welch grandiose Idee…

Dann geht’s weiter mit einem Wagen – d Branschli Buebe kommen mit einem Gefährt die Strasse runter und verteilen Schoggistängeli. Dahinter d Rhypirate mit dem Song von der Biene Maja und einer lässigen Choreo beim Laufen. Weiter hinten dann eine  der seltenen «6-Susi-Gugge» (6 Susaphon): D Räpplischpalter. Sie werden verfolgt von den Uelischränzer und der Basler Garde-Clique.

Direkt von Winterthur aus dem Technorama kommen die Glaine Opti-Mischte. Mein Strassennachbar Gregy flippt aus – „das sinn unseri Junge“ – und kann sich gerade noch verkneifen, den Fasnächtler einen Ballon zu entreissen….  D Rätschbeeri kehren aus dem Schwarzwald (Erdmannshöhle) zurück. Während d Fuegefääger mit einem grossartigen «Skyfall» die Freie Strasse runter schränzen, machen wir uns auf den Weg zurück an den Computer. Unterwegs treffen wir noch d  Chirsibuebe mit dem Tambourmajor, der – stilgemäss – mit seinen weissen Händsche winggt. Wir gehen am Platzkonzert der Suuri Megge vorbei, die das Publikum in und vor der Stögglibar mit einem Michael Jackson-Song rockt und dann bieten uns die Uelischränzer noch eine Choreografie die vermuten lässt, dass der Musikchef mindestens ein frischer Lefti ist, der seine Zugschule aus dem Militär direkt in seine Gugge importiert hat: grossartig.

Die Eindrücke sind gewaltig: Eine Masse Fasnächtler, viele Zuschauende, stolze Majore mit ihren Majen in den Armen und glückliche Gesichter – die Fasnacht findet ihr verdientes und stilvolles Ende.