Laternenausstellung: Es isch e Gschmaggssach!

20. Februar 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Längst sind die Ladäärne nicht mehr nur grossgemalte Darstellungen der Sujets: Sonderformen, gedruckt statt gemalt, elektrisch statt Gas; gefahren statt getragen! Die Ladäärneusstellig auf dem Münsterplatz ist vielfältig, fabrig und spannend: Für jeden Geschmack etwas!

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Da sind zuerst die Sonderformen: zum Beispiel die kugleförmige Ladäärne der Revoluzzer. Kein einziges Sprüchlein drauf – dafür geschätzte 10’000 Schrauben und viel Elektronik in einer stilisierten Weltkugel: Digital – Analog kann man gerade noch entziffern. Sicher eine Konstruktion, die abends, wenn beleuchtet, grossartig wirkt. Nicht weit daneben steht die Konstruktion der Naarebaschi: Eine augenscheinlich faltbare ultradünne Ladäärne mit dem Sujet: HAGG YOU-WANNA CRY!

Eine sehr schöne, lustige Spezies der Ladäärne sind diejenigen der Jungen Garden, wo die Betrachtenden merken, dass die jungen selbst die Hand angelegt haben. Oder eine/ junge/n Künstler/in engagiert haben. Ein wunderschönes Beispiel ist die mit Silberlametta verzierte Ladäärne der Seibi Jungi Garde: iHorn-Kitsch und Giggernillis – ein herrlich junges Sujet mit einer Ladäärne wie aus dem Franz Carl Weber! Nebenan steht ebenfalls ein Exemplar einer JG-Lambbe mit einem ebenso „jungen“ Sujet: Wicki und die stargge Männer! Gemeinst ist natürlich der FC Basel und genau so rotblau sieht die Ladäärne auch aus. Die Jungi Pierrot zeigt eine durch und durch jungi Fasnacht. Auch d Ladäärnesprichli passen zum Sujet und zur Jungen Garde: „Unsri Laarve sin kaschiert mit Glaischter – dr FCB wird scho no Maischter!“

Dann wirds kolossal. Die Ladäärne der Stammvereine sind gross und oft heben sich durch Maltechniken ab, die früher undenkbar waren. Da wird die Folientechnik benützt (das heisst die Ladäärne wird nicht mehr gross gemalt, sondern klein und dann auf die Lambbe-Grösse aufgeblasen) um ein Suchbild zu machen, was natürlich unglaublich wirkt. So haben d Rhygwäggi zwei Fexierbilder auf ihrer Ladäärne wo der Betrachende die Stadtpräsidentin suchen kann: „Wo ischs Bethli Ackermaa – mir hälfe sueche!“

Auch das Werk der Verschnuuffer würde konventionell gemalt so nicht funktionieren: „System failed“ steht gross auf der einen Seite und das Bild ist ein riesiges, fabrbiges QR-Codeähnliches Bild.

Vermutlich handgemalt (diese Formulierung zeigt, wie schwierig die Unterscheidung sein kann) ist das Werk der BREO: Fertig luschtig! – Bei dieser Ladäärne entdecken wir Airbrush und die Schriften sind ineinander verarbeitet, sodass auch hier eine Art „Fexierbild“ entsteht.

Dann entdecken wir noch die Ladäärne der SPALE: Das ist wahrscheinlich das, was man „alte Schule“ nennt: Gemalt, und zwar schön plakativ und gross (Sujet: Sischmrglych). Da war ein sehr erfahrener und toller Künstler am Werk.

Alles in allem: Es ist und bleibt eine Frage des eigenen Gutdünkens: Gemalt, gezogen, foliert – alle Ladäärne sind einzigartig und man darf sich ungeniert selber entscheiden, was gefällt und was nicht. Schon alleine der Gedanke, dass sich hinter jedem Werk viele Stunden Arbeit verstecken, ist eine eingehende Betrachtung wert!

In eigener Sache: D Ladäärneusstellig mit Worten zu beschreiben – ist mit einer Master-Arbeit gleichzusetzen – also für den Schreibenden nicht machbar… Deshalb lassen wir Bilder sprechen. Bis zum Abend mit einigen wenigen aus der bescheidenen Kamera des Autors. Es folgt dann aber – versprochen – eine Fotosammlung von einem Profi mit den beleuchteten Werken. Was sowieo viel schöner ist!

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Also hier die Bilder, geschossen unter erschwerten Bedingungen (e haide Druggedde)
von Lucien Graf

Ladärneussstellig 2018

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Ladärneussstellig 2018

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