Der Sheriff von der Heuwaage!

20. Februar 2018 | Von | Bilder: Symbolbild | Kategorie: Kurz & bündig

Tatort Heuwaage, Basel. Ein Lieferwagen einer Gärtnerei fährt knapp 30 Meter in das Fahrverbot bis auf die Höhe der Pizzeria Heuwaage, parkiert dort um das Kinderwäägeli der Routebysser-Waggis und deren Kleinsttraktor abzuholen. Ein grober Fehler!

Der Kinder-Waggis-Wagen,  welcher soeben 15 Kindern der Routebysser-Passiv-Mitglieder durch die Stadt gekarrt hat, wird gereinigt und alle sind bester Laune. Bis  Polizist L. (er heisst ähnlich wie ein Getränk aus Kaffe und Schnaps) aus dem Nichts auftaucht und den Lieferwagen der Gärtnerei aus Oberwil trotz Erklärungen und Bitten um Verständnis – mit einer Ordnungsbusse belegt! Begründung: Das sei Parkverbot während der Fasnacht – ergo wird hier  nicht parkiert! D Routebysser und die Familien der Kinder sind aufgebracht, rufen nach gesundem Menschenverstand und wollen sofort Leserbriefe verfassen. Schliesslich beruhigen sich alle, denn Polizist L. macht einfach seinen Job und fertig. Und er hat das Gesetz auf seiner Seite

Dann aber folgt der Hammer: Der Lieferwagen wird – selbstverständlich – weggewiesen und der Fahrer setzt sich in sein Auto um es die 30 Meter weg zu fahren, damit es ausserhalb der Fahrverbotszone steht und Polizist L. wieder beruhigt seines Weges gehen kann. Doch was tut derselbige? Na was wohl: Er zückt nochmals sein digitales Bussenheft und schreibt demselben Lieferwagen eine zweite Busse: Dieses Mal für das Fahren im Fahrverbot!

Nun braucht es den Einsatz der Diplomaten-Waggis innerhalb der Gruppe um ein grösses Unglück zu vermeiden. Polizist L. drückt dem Oberwaggis den zweiten Bussenzettel in die Hand und verschwindet sofort aus dem Blickfeld der Gruppe.

Nun fragt man sich: Ist das jetzt also die vielgepriesene Wertschätzung unserer Fasnacht, die durch das UNESCO-Label sogar noch gestiegen sein soll? Wenn ein Polizist sich bei einer offensichtlich nicht unter krimineller Energie begangenen Gesetzesübertretung zu einer solch schikanösen Doppelstrafe verleiten lässt, dann braucht es hier noch etwas Nachhilfeunterricht. Das ist weit weg von „gesundem Menschenverstand“.