Fasnachtsgottesdienst 2018: Myni Wöörter sinn wie Stäärnli

18. Februar 2018 | Von | Bilder: Olly Klassen | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Ein überraschendes Novum zeigte sich an der 19. Ausgabe des Fasnachtsgottesdienstes. Die Gäste fanden bereits um 09:00 Uhr einen Seiteneingang der Elisabethenkirche um sich Plätze zu sichern und das war nötig wie sich zeigen sollte. Um 10:30 Uhr war die Kirche übervoll…

Als Service von fasnacht.ch findest Du die komplette Videoaufzeichnung des Fasnachtsgottesdienst unten an diesem Beitrag oder auch auf unserem Youtube-Kanal

Ein einsamer Indianer sitzt im Chor der offenen Kirche Elisabethen, regungslos und stumm. Er schaut in die Grosse Halle wo sich Stuhl um Stuhl mit Gästen füllt und fleissige Helferlein noch zusätzliche in der Kirche platzieren, da immer mehr Leute in den Gottesdienst strömen. Dann endlich geht es los.

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Fasnachtsgottesdienst 2018

Die Piccologruppe mit Maya Burtscher, Maria Gassler, Myriam Gysel, Matias Hugentobler, Nicole Kämmerle, Alena Schöni, Michèle Zeggari und nach einem Jahr Pause auch wieder mit Roger Zehringer, stimmen den wunderbaren „Fünfezwanzger“ an und die Gäste schwelgen bereits im Fasnachtshimmel.

Alsdann folgt die Einführung unter dem Titel: „Myni Wöörter sin wie Stäärnli“ bekannt auch aus dem Fasnachtmusical Stärnestaub. Der Text stammt von Jürg Jösslin, welcher diesen auch gleich mit Monika Hungerbühler, Marinette Oeggerli und Hansjürg Minder, letztgenannter jedoch lediglich mit einem Satz, vortrug. Im Inhalt ging es um die Zeilen von Häuptling Seattle, welche vom ehemaligen Vice Präsidenten der USA in die heutige Zeit interpretiert wurde und es immer noch erstaunlich viele Gemeinsamkeiten gibt. So wurde nun und auch beim Gedankenimpuls von Monika Hungerbühler der Umgang mit der Schöpfung thematisiert und diese Poetisch, nicht wissenschaftlich gespiegelt. In ihren Worten wurde auf die Verschwendung von Ressourcen hingewiesen und gemahnt, dass auch einzelne ihren Teil dazu beitragen können, dass es der Welt wieder besser geht.

In der kurzweiligen Predigt sind Massentierhaltungen, Klimaerwärmung, Nachhaltigkeit, den Umgang mit der Schöpfung aber auch den guten Taten von Papst Fanziskusn angesprochen, wobei die Pfarrerin Hungerbühler mit kräftiger Stimme auch noch ein „Gottfrid Stutz und Amen“ in die Kirche rief, weil eben dieser aktuelle Papst die viel Millionen Frauen offenbar noch immer vergisst.

Aber nicht nur wegen der kurzweiligen Predigt erfreut sich der Fasnachtsgottesdienst grösster Beliebtheit, es sind da auch noch die Schnitzelbängg. Als erster stieg dr Schyynhailig auf die hohe Kanzel und stellte fest:
Schyynhailgkait zaigt sich doo undde toll,
sunscht wär die Kirche hitte nit soo voll.
Wiederum ein Genuss, diesem Könner seines Fachs mit seinen so treffenden Zweizeiler zuzuhören.

Auch das Schunggebegräbnis mit seinem nicht ganz veganen Musikinstrument wussten in der Kirche zu begeistern. Verse über das Stücki, die Mumie von Basel, Emil, dem Rocheturm oder Monika Gschwind, trafen voll ins Schwarze.

Getroffen haben auch die drei Tambouren, Michael Kämmerle, Patrick Stalder und Andreas Tschudin, nämlich ihr Trommelfell, dies mit den präzise vorgetragenen „Pumperniggel“ und „Drummler“.

Wunderbar sind immer wieder die Pfeifer, welche mit dem schönen „Nunnefirzli“, dem beschwingten „Pineapple“ und dem „Hofnarr“ zu begeistern wussten. Begeistert war jedoch offenbar der kleine Sohn von Piccolo Künstlerin Michèle Zeggari nicht, als er weinend in den Altarbereich zu seiner Mutter lief. Goldig!

Auch die drei Mannen von Marble Bags, Jürg Jösslin, Christoph Nidecker und Haiggi Leimbacher, sorgten wieder für Gänsehaut und sorgten mit einer Welturaufführung „WUF“ dem „Räppli“ für Begeisterung. Dieses lustige Lied über die Räppli, welche sich noch weit über die Fasnachtstage hinaus im Haushalt finden lassen, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag, also vorgestern, von Christoph Nidecker geschrieben.
Natürlich durften die Kirchengänger auch wieder, bei den Titeln „Imagin“ von John Lennon und „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader, lauthals mitsingen.

Die Fürbitte und der Fasnachtssegen, von Monika Hungerbühler, Christel Förch-Jösslin und Jürg Jösslin, bildeten schon fast den Schlusspunkt an diesem Vorfasnachtssonnta, aber ein Fasnachtsgottesdienst wäre nicht komplett ohne einem Überraschunsgast.

Die aus dem Fasnachtsbändeli bekannten Gipfelstürmer ruessten alsdann einen Trommelmarsch in die Kirche, dass sogar die Spinnweben von der Predigerkanzel herunterfielen. Danach begeisterten sie mit ihrem Rhythmusstück zu den Klängen der Blues Brothers „gimme some loving“. Mit dem nicht genug! Die Jugendlichen legten ihre Schlaginstrumente zur Seite und klatschten sich rhythmisch auf ihren Körper. Ein toller Abschluss eines wiederum ausserordentlichen Fasnachtsgottesdienstes.

Es darf angenommen werden, dass für die 20. Ausgabe des Fasnachtsgottesdienstes in der offenen Kirche Elisabethen, angebaut werden muss. Oder allenfalls wird sogar über eine Direktübertragung via Fasnacht.ch nachgedacht, damit noch mehr Leute dieser Veranstaltung beiwohnen können. Wir freuen uns auf alle Fälle auf das kommende Jahr.

Die Kollekte wird, wie jedes Jahr, geteilt. Zum ersten Mal bleibt die ganze Kollekte in unserer Stadt. Eine Hälfte wird für die Arbeit der Offenen Kirche Elisabethen verwendet und soll mithelfen, dass es den Fasnachtgottesdienst auch in den nächsten Jahren noch gibt. Die andere Hälfte geht zum Münsterplatz und unterstützt dort die Arbeit des Basler Marionetten Theaters. Das Basler Marionetten Theater spielt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene mit Stücken wie Triptychon, Hotel zu den zwei Welten oder Maloney.
Eine Besonderheit ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass in der Kirche ein sogenannter Spend-O-Meter steht. Ein Automat, wo man auch mit seiner Kreditkarte seine Spende überweisen kann, wenn man einmal nicht das nötige Notengeld im Portemonnaie haben sollte. Dies ist natürlich jederzeit möglich!

Wer den Fasnachtsgottesdienst verpasst hat kann ihn hier in ganzer Länge geniessen:

Für den vollständigen Genuss verwende bitte den Vollbildmodus im Player oder gehe direkt zu unserer Youtube-Seite.  Eine Übersicht über unser Gesammtangebot findest Du auch auf unserem Youtube-Kanal.