Waggisverklayde 2018 – wenn die Feuerwehr aus Königen Waggis macht

15. Februar 2018 | Von | Bilder: Beat Schwald | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Das 43. Waggisverklayde fand im Trockenen und mit glücklichen Feuerwehrmännern statt.

3 Waggis

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Kurz vor 10 Uhr hört es am Blumenrain auf zu regnen. Dies ist ein gutes Omen für die Fasnacht: hoffentlich trocken. Immer mehr Kinder aus Tagesheimen und sichern sich einen der weissen Ballone, welche gestiftet vom Grand Hotel entweder am Wettbewerb teilnehmen oder als Andenken die heimischen Decken schmücken. Die Guggemuusig Krach-Schnygge 1964 macht sich traditionsgemäss auf dem Balkon bereit. Kurz nach 10 Uhr biegen die Lufthyler-Waggis im alten offenen Polizeiauto in den Blumenrain ein. Ihnen folgt das Feuerwehrauto mit der grossen Drehleiter. Ein mutiger Lufthyler-Waggis lässt sich damit in die Höhe hieven und zeigt den jungen Feuerwehrmännern, wie so ein König zum Waggis wird. Währen der Verkleidungszeremonie balancieren die andern Lufthyler-Waggis Tabletts mit Wyssem und Orangensaft über die Strasse und bieten sie den Besuchern an. Als kurz nach 11.00 Uhr der letzte König eingekleidet ist, wird die Drehleiter mit den beiden Feuerwehrmännern heruntergelassen.

Das Waggisverklayde fand diesjährig zum 43. Mal statt. Traditionell organisiert von Pitt Buchmüller, Obmann der Lufthyler-Waggis, traditionell in musikalischer Begleitung der Krach-Schnygge und traditionell mit Weisswein. Was aber nie traditionell ist, ist die Besetzung der Feuerwehr. Diese nutzen das Waggisverklayde als Übung für neue Feuerwehrmänner. Unter den Argusaugen von vielen Kindern und Erwachsenen sei es eine Herausforderung, so einer der beiden Feuerwehrmänner. Die Herausforderung liegt auch darin, dass der Zugang nicht ganz einfach ist, unter Fahrleitungen und Strassenbeleuchtungen hindurch, zu Kaspar, Melchior und Balthasar zu kommen. Das Anlegen der Goschdym mit Bändern und Sicherheitsnadeln in dieser Höhe mit über dem Korb geneigten Oberkörper stellt eine weitere Kniffligkeit dar. Für einen der Feuerwehrmänner war es ein ganz besonderer Moment: er ist selber Fasnächtler und dies sei schon eine besondere Ehre und Freude, diese Übung machen zu dürfen. Das Lächeln im Gesicht ist immer noch zu sehen, als er in das Drehleiterfahrzeug einsteigt mit seinen Kameraden davonfährt.