Fasnachts Stuubede im Ohregriber-Käller

11. Februar 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Während sich die grossen Vorfasnachtsveranstaltungen dem Ende zuneigen oder kurz vor deren Dernièren stehen, führen verschiedenste Fasnachtsvereine ihre ganz persönliche Vorfasnacht in ihren Kellern durch. Lochede, Källerde oder eben Stuubede werden diese genannt und bieten immer auch einen ganzen Blumenstrauss an fasnachtlichen Leckerbissen. Stellvertretend für all diese, haben wir die Ohregribler besucht.

Wie kleine Bienchen mit Räpplihosenträger, wirbeln die Mannen der Guggemusig Ohregribler in ihrem Keller umher und sind dafür besorgt, dass die Gäste, welche zahlreich erschienen sind, mit Essen und Trinken versorgt werden. Das Angebot lässt sich sehen! Vom Kartoffelsalat mit Wienerli, Käseküchlein, Zwiebelwähe bis zur Mehl- oder Goulagesuppe lässt sich gut leben und für die Bekämpfung des Durstes ist ebenfalls ausgiebig gesorgt.

Fasnachts Stùùbete

Bangg Ghaimnis (Comité 1914)

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Heuwänder Muttenz

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Heuwänder Muttenz

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Boodesuuri (E Bangg vo der IGWuF)

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Pipes and Drums vom Rhy in Feschtluune

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Märtfraueli Basel

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Märtfraueli Basel

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Damerundi mit Herrebsueche

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s Spitzig Ryssblei (Bängg fir Basel)

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s Spitzig Ryssblei (Bängg fir Basel)

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Tambourengruppe no ooni Briefkaschte

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Pfyfergruppe

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Blächschaade

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Blächschaade

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Blächschaade

Alsdann geht es mit dem Programm los. Mittels einem kleinen Glöckchen präsentiert man die Heuwänder aus Muttenz. Leider haben diese keinerlei Rücksicht auf die Trommefelle der anwesenden Gäste genommen und bliesen zum Auftakt mit voller Kapazität ihre Stücke in den Keller. Schön gespielt, jedoch für diese Location leider viel zu laut.

Dr Boodesuuri (Bangg vo der IGWuF) versuchte danach mit Marmor, Stein und Eisen, das Eis zu brechen, was ihm zum Teil auch gelungen ist.

Nun standen die Märtfraueli aus Basel im Kellergewölbe und diese haben es verstanden in einer, den Verhältnissen entsprechenden, Lautstärke ihre Stücke zum Besten zu geben. Toll… Überraschend war, dass gleich beide Guggenmusiken „the Sound of Silence“ spielten, womit ja die gastgebenden Ohregriber im diesjährigen Charivari brillieren konnten.

Aus dem benachbarten Mimösli haben danach s Bangg Ghaimnis die Gäste mit ihrem Besuch beehrt. Wie immer wohltuend, mehrstimmig und gewohnt Textsicher, wussten sie auch an dieser Veranstaltung vollends zu begeistern. Bravo!

Ebenfalls vom Mimösli zeigte sich auch das Spitzig Ryssblei bei seinen Freunden im Keller. Dass diesem routinierten Bänggler, auch nach gefühlten 75 Mimösllivorstellungen eine Schlusspointe vergessen ging, machte seinen Vortrag noch sympathischer. Wie immer hat er tosenden Applaus geerntet.

Eine Trommelformation kesselte alsdann einen rassigen „dr Drummler“ in das Gewölbe, wobei es offenbar Briefkastenzeit ist, weil während der Premiere vom E Bsuech im Fasnachtshuus einem Tambour das Schlagfell riss (BFO berichtete) das gleiche Schicksal einem Trommler dieser Formation in der Stuubete widerfuhr. Nichts desto trotz haben sie noch einen zweiten schmissigen Trommelmarsch gezaubert. Wunderbar.

Grossartig auch die Pfeifergruppe, welche vom Ridicule den Weg in den Ohregribler-Keller fand. Sie warteten ebenfalls mit zwei bravourös vorgetragenen Stücken auf, welche von den Gästen frenetisch beklatscht worden sind. Einfach schön.

Für den musikalischen Abschluss, dieses abwechslungsreichen und stimmigen Abends, zeigten sich schliesslich Blächschaade verantwortlich. Was da den Gästen um die Ohren gehauen wurde war schlicht Gewaltig. Natürlich nicht zu vergleichen mit den bekannten Guggenklängen sondern Jazzig, im Dixieland Style oder Blues begeisterten die Musiker, welche in abwechselnder Grösse zwischen 9 und 14 Mitglieder seit 2011 in Basels Fasnachtsbaizen oder -Keller anzutreffen sind. Ein prächtiger Abschluss einer tollen Stuubete.

An der Bar traf man danach noch weitere Fasnachtspromis, so nahm Negro Major Roger Schätti einen Absacker nach der Dernière des Drummeli 2018, zwei Trompeten der Kilts Basel Nicole und Monika, welche noch ein Güppli schlürften und Ohregribler Major Dominque Bühler genehmigte sich einen Gin Tonic nach getaner Arbeit. Verdient!