Drummeli-Wildcard: d Fasnacht danzt

29. Januar 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Das Drummeli-Team lüftet das Geheimnis der noch zu verteilenden Wildcard für die Ausgabe 2018: Am diesjährigen Drummeli werden Jugendliche vom Piccolo-Ensemble Basel und vom „tanzwerk“ gemeinsam mit Pfeifen und Stepptanz die Fasnacht zum Tanzen bringen.

Auch ausserhalb der traditionellen Stammcliquen wird Fasnachtsmusik auf hohem Niveau zelebriert. Das Drummeli-Team hat den Kreis der Teilnehmer fürs Drummeli 2018 deshalb erweitert und eine Wildcard ausgeschrieben. Von den Bewerbungen wurde nach Angaben der Drummeli-Macher eine ausgewählt, die Rhythmus, Musikalität und Jugend verbindet. Verantwortlich ist zum einen Sabine Freuler, leidenschaftliche Stepptanz- und Musiklehrerin, Gründerin und Leiterin vom «tanzwerk Basel». Sie ist in einer Fasnächtlerfamilie gross geworden und hat schon als Kind viele Instrumente gespielt, getanzt und gesungen. Bevor sie ihre eigene Schule gründete, hatte sie viele Jahre Kinder in Musik und Bewegung, im Chor und im Instrumentalspiel unterrichtet. Ihre Leidenschaft, der Stepptanz, steckte bald viele Schulkinder an und immer mehr wollten diese faszinierende Tanzart kennenlernen. So entstand ihre erste Stepptanzschule «stepIn», die später zum «tanzwerk» wurde und sich mittlerweile als vielseitige Tanzschule auf dem Dreispitz etabliert hat.

Drummeli Wildcard1

Tanzwerk und Piccoloensemble 1

Drummeli Wildcard2

Tanzwerk und Piccoloensemble 2

SJDS 2017

KMB Piccolo Ensemble

tanzwerk3

Tanzwerk

Neben Stepptanz werden auch Kurse in Ballett, Flamenco, Hip Hop und Irish dance unterrichtet. Sabine ist Mutter zweier steppenden, erwachsenen Töchter und glückliche Lehrerin, die auf mehrere erfolgreiche Jahre zurückschauen kann, denn sie holte mit ihren SchülerInnen diverse Schweizermeistertitel und einen Vizeweltmeistertitel.

Auf Seiten des Piccoloensembles steht Gérald Prétôt. Er ist ein Fasnachtsmusik-Verrückter. Nach langen Jahren als Piccolo-Instruktor in verschiedenen Stammcliquen gründete er im August 2015 mit Urs Gehrig ein junges Basler-Piccolo-Ensemble. Dieses erarbeitete in kürzester Zeit ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, welches das Publikum an der Swiss Junior Drum Show sofort begeisterte. Prétôt will dabei engagierten Jugendlichen eine Möglichkeit geben, sich parallel zum Cliquenleben musikalisch weiter zu entwickeln und sich auf dem Piccolo so richtig auszutoben. Die regelmässigen Auftritte geben Gelegenheit, spannende Uraufführungen zu präsentieren, poppige Nummern auf die Bühne zu bringen oder auch bewährten Klassikern neuen Schwung einzuhauchen.

Seit April 2017 sind die Pfeifer und Pfeiferinnen in der Knaben- und Mädchenmusik Basel zu Hause und stehen allen interessierten Jugendlichen offen, die Freude an Basler-Piccolomusik und Lust auf mehr haben. Auf der Drummeli-Bühne «stehen» Mitgliedern der KMB-Ensembles und Freunden.

Das Drummeli-Team veröffentlichte ein Interview mit den Wildcard-Gewinnern, dass wir hier auszugsweise wiedergeben:

Sabine Freuler

Gérald Prétôt

Gérald, Sabine, wie kamen Eure Gruppierungen zustande?

Gérald Prétôt: Das Piccolo-Ensemble der Knaben- und Mädchenmusik Basel wurde von Urs Gehrig und mir im Hinblick auf die Swiss Junior Drum Show 2015 zusammengestellt, um neben den Angeboten, welche für Tambouren existieren, auch jugendlichen Pfeifern eine Plattform zu bieten, wo sie sich zusätzlich zum Cliquen-Engagement musikalisch ausleben können. Die Ensembles sind nun seit April 2017 Teil der KMB.

Sabine Freuler: Die «tanzwerk Basel» Junioren-Formation habe ich gegründet, damit Jugendliche im Stepptanz gefördert werden können. Die Jugendlichen sind sehr aktiv mit Auftritten, Projekten und Meisterschaften.

Wie kam es dazu, dass Ihr Euch für die Drummeli-Wildcard beworben habt?

Prétôt: Als wir von der Idee des Comités erfuhren, war uns klar: da wollen wir mitmachen; diese Möglichkeit möchten wir unsern Gruppen bieten.

Wie kam es zu diesem Cross-Over von Piccolo und Stepptanz?

Freuler: Ein erstes Zusammentreffen fand an der Swiss Junior Drum Show 2016 statt, zu welchem beide Gruppen eingeladen waren. In kurzer Zeit erarbeiteten wir eine feine, kleine Nummer, welche sehr viel Spass machte und auch gut beim Publikum ankam. Tanz und Musik waren schon immer eine wunderbare Kombination. Das gilt für die Fasnachtsmusik und den sehr perkussiven Stepptanz umso mehr.

Spannend ist besonders aus diesen zwei Teilen ein ganzes zusammenzufügen und damit auch etwas Neues zu zeigen.

Was wollt Ihr von Eurem Auftritt schon preisgeben?

Freuler: Nur so viel; wir freuen uns sehr darauf und es wird einiges los sein auf der wunderbaren Bühne des Musical Theaters.

Was war beim Proben die grösste Herausforderung?

Prétôt: Für die Piccolo-Spieler ist neu, sich zum Musizieren auch noch zu bewegen, zumal sie doch musikalisch schon einiges zu tun haben…

Für über dreissig Beteiligte, die fast ständig in Bewegung sind, wird die grosszügige Bühne schnell kleiner als man denkt. Geeignete Probelokale für eine solche Formation waren auch anfangs nicht ganz einfach zu finden.

Woher kommen Eure Jugendlichen?

Prétôt: Die Piccolospieler und Tambouren kommen aus zehn verschiedenen Cliquen. Wir konnten dabei das KMB-Piccolo-Ensemble noch mit einigen Freunden ergänzen.

Freuler: Die «tanzwerk Basel» Junioren steppen und üben schon viele Jahre zusammen und einige von ihnen sind auch solistisch tätig. Für das Drummeli wurde die Formation mit unserer Elitegruppe vergrössert.

Worauf freut Ihr Euch am meisten beim Drummeli?

Prétôt: Wir freuen uns ganz besonders auf die lachenden Gesichter der Teilnehmer und die Freude des Publikums, das hoffentlich ebenso begeistert sein wird, wie wir es jetzt schon sind, denn wir freuen uns bereits auf und über jede der intensiven Proben.