Christian Constantin wird ermordet!

19. Januar 2018 | Von | Kategorie: Nachrichten, Top-Thema

Gut, wir geben zu: Eine etwas reisserische Schlagzeile. Aber trotzdem: in der heutigen Mordnacht werden drei Prominente zu „Lyyche“, die dann am Zofingerconzärtli parodiert werden. Und dazu gehört 2018 eben auch Christian Constantin!

Die 1819 in Zofingen gegründete Studentenbewegung „Zofingia“ wird 2018 ihr 129. Conzärtli veranstalten. Der Verbindungs-Leitspruch Patirae – Amicitiae – Litteris (Heimatliebe, Freundschaft und Wissenschaft) verpflichtet sie unter dem Stichwort „Amicitiae“ zur Durchführung eines solchen. Und die Vorfasnachtskundigen in der Stadt wissen: Wer genug hat von immer denselben Schenkelklopfer-Sprüchen auf immer denselben Bühnen, der kaufe sich ein Ticket für das Conzärtli und kommt in den Genuss einer sehr schrägen, aber hochstehenden Produktion.

Die aktiven Studenten der Zofingia bieten dann aber tatsächlich ein „Konzert“: Im ersten Teil des Abends – eben dem Conzert – werden vier klassische Stücke für Klavier und Gesang vorgetragen. Da werden Beethoven, Bartholdy und Skrjabin bemüht, um den Publikum einen schönen, klassischen Einstieg in den Abend  zu bieten.  Vorher aber wird noch der Conzertlicantus gesungen (eine Art Gebrauchsanweisung für den Abend: „Was isch im letschte Joor bassiert? Wo hett sich naime-n-ain blamiert?“) und der Prolog gehalten: In feinst gedrechseltem Baseldytsch eine Rückschau auf 2017! Und dann gehts loos. Die drei Lyyche werden präsentiert: In diesem Jahr wird Monica Gschwind (v/o Hand-Nid-Gä Gwinnt), Hans Peter Wessels (ENDLICH!) und eben: Ginggian Konstant-Dri alias Christian Constantin. Sie alle werden durch Studenten parodiert und look-alike geschminkt. Auch Frau Gschwind wird von einem Mann gespielt…  Dazwischen spielen Die Alte Stainlemer 1912 zur Fasnachtmusik auf. Man darf sich freuen. Auf alles!

Um den Vorverkauf dieses seit dem Umzug aus dem Stadtcasino nie mehr ganz ausverkauften Anlasses anzukurbeln, wird in der Nacht vom 19. auf den 20. Jänner gemordet: Das heisst, es werden die bekannten rotschwarzen Conzärtli-Plakate wild in der Stadt aufgehängt. Auf diesen wird  über Vorverkauf und Daten informiert, falls man sie lesen kann. Meisten hängen die Plakate weit oben. „Natürlich gibt es eine Abendkasse!“, meint der Präsident der Conzärtlikommission Tamino Zappala „aber die guten Plätze gehen alle im Vorverkauf weg!“.

Am Donnerstag, 1. Februar werden sich Conzärtli-Regisseur Julian Eicke (vulgo Pelati) und sein Präsident Tamino Zappala „(vulgo Wurfgag Amadeus Mozart) in die Zofingia Schale werfen und mit ihren Komilitonen stolz den Tausenden von Gästen im Congresscentrum Basel die Ehre erweisen.

Unser Tipp an die Leserschaft von fasnacht.ch: Wenn Sie noch nie am Conzärtli waren – wagen Sie es! Nebst dem Programm gibt es zwei weitere Spezialitäten, die man nur am „Conzärtli“ antrifft: Weitaus das allerbeste Preis-/Leistungsverhältnis (bei welcher Vorfasnachtsveranstaltung bezahlen Sie 35 Franken für eine Abendvorstellung mit Gesang, Konzert und viel Theater?) und natürlich die traditionellen und unvergleichlichen „Paschteetli“ vom Bachmaa, die in der Pause verkauft werden!

Und mit etwas Glück läuft Ihnen ja der Constantin über den Weg. Seien Sie einfach vorsichtig…

Das Zofingerconzärtli finder am Donnerstag, 1.2., Freitag, 2.2. und Samstag 3.2. im Saal San Francisco vom Congresscentrum Basel statt. Der Eintritt kostet 35 Franken und der Vorverkauf beginnt am 20.1. und dauert bis zum 31.1.2018 und zwar im City Center der IWB, Steinenvorstadt 14 (Die Veranstalter warnen vor den etwas ungewöhnlichen Öffnungszeiten!).  Danach können Restkarten an der Abendkassen erstanden werden. Hinweis zur Mordnacht: Wer ein Plakat, welches in der Mordnacht verklebt wurde, entfernt haben möchte (weil es z.B. auf seinem Schaufenster klebt oder so), der melde sich per mail an mordnacht18@gmail.com oder gründet eine Facebook-Gruppe #ifielmyvodämplakatbeläschtiget.